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Filmszenen I …daß Du auf so großem Fuße lebst…Teil 6. in: Wer Kollegen hat… Heino Ferch- Georg Meier. Regie: Martin Enlen 1994-95

4. März 2009 · Kommentar schreiben

Teaser Film Wer Kollegen hat, braucht keine Feinde

Bildquelle und Bildrechte bei Multimedia Ges.f.Audiovisuelle Information mbH, Hamburg

Achtung, der Beitrag ist ein Spoiler!!!

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Vor der Szene.

Sylvie Schmidtbauer ist für die Firma bergdorf Werksdetektivin, Ein-Frau-KFOR-Truppe, Diplomatin und für Georg Meier speziell Schutzengel im Dauereinsatz – unbedankt natürlich, denn Georgs Position ist nicht hoch genug, um Überblick über die Machenschaften in den oberen Etagen zu haben und zu begreifen, dass Sylvie ihn schützen kann.

Nachdem Georg sich um seinen Job geredet hat, hält er sich bei Mark Heller auch nicht mehr zurück.

Sylvie kommt in Hellers Büro, als Georg seinen Ex-Bereichsleiter schon am Schlafittchen hat – wörtlich – Georg wurde handgreiflich.

Sylvies Eintreten stoppt unser Goldstück. Gleichzeitig erfährt Georg, dass Sylvie und Mark Heller auf Du und Du stehen.

Georg ist tief enttäuscht – er fühlt sich hintergangen und ausspioniert.

Er rauscht hinaus.

Schnitt.

Kurz danach.

Szene Sylvie und Mark in Marks Büro.

Mark kommt zurück in sein Büro.

Sylvie steht an einer Brüstung im Raumhintergrund, die als Galerie vor einer riesigen Glaswand schwebt.

Die Fensterfront eröffnet einen gigantischen Ausblick auf den Hamburger Containerhafen mit vielen Löschkränen und Frachtschiffen. Das Wasser scheint bis direkt an das Bürogebäude heranzureichen.

Man hat das Gefühl, auf dem Oberdeck eines Luxus-Passagierschiffes zu stehen und übers Wasser zu blicken.

Mark kommt heran, Sylvie dreht sich um.

Sylvie zu Mark:

Keine gezinkten Karten, erinnerst Du Dich?….Es gibt gar kein Amerikanisches Speedy Trans!!

Schnitt auf Mark.

Er sieht schuldbewusst aus, als wäre er beim Unterschleif entdeckt worden, hochrote Wangen, eingefallen.

Sylvie tritt an Marks Schreibtisch, hebt eine Magnetbandkassette hoch.

Koch hat Dir Georgs Programm einfach kopiert. … und du hast Jim Parsons Logo davor gehängt.

Sie knallt die Magnetbandkassette auf den Tisch.

Sylvie:

Warum!?

Mark steht mit offenem Mund. Er ist zu erschrocken, entdeckt worden zu sein, um noch einmal Fassade aufzubauen.

Er wird die Wahrheit sagen.

Heller, leise, schüchtern:

Ich konnt´es nich´ ertragen..

Sylvie:

Weil er besser is´ als Du…?

Mark kommt an die Reling.

Sylvie:

Weil er die kreative Kraft hat, die uns beiden fehlt?

Davor hast Du Angst…?!

…Oder geht es wieder nur um Geld-….ums Geschäft?

Mark stützt sich auf die Brüstung. Sylvie und er stehen nebeneinander, blicken in entgegen gesetzte Richtungen. Mark lässt den Kopf sinken. Er kämpft mit sich. Blickt wieder hoch, sieht nach draußen. Er sucht eine Formulierung.

Endlich:

Ich hab´Angst.

Sylvie demütigt ihn nicht durch einen Blick in sein Gesicht. Sie lässt ihn reden. Mark:

Ich hasse kleine Lösungen, wenn´s große gibt.

Ich will nich´wieder unten sein.

— Die großen kreativen Ressourcen!?!!!…Geld, Macht und Ruhm.

Es zählen nur die Winner. Nie die Looser.

Die Welt ist ein großer Selbstbedienungsladen…

…. You want it…you take it.

….ein Spiel, mehr nicht. ….Und dieses Spiel hat ja Dein Meier mir gründlich versaut.

Sylvie flüstert, verächtlich:

Ein solches Scheiß-Spiel.

Geht zur Tür.

Mark schnellt herum, ängstlich:

Was wirst Du tun?

Sylvie dreht sich noch einmal zu ihm:

Ich? Ich werde gar nichts tun. Das musst Du mit Dir selbst abmachen.

Sie öffnet die Tür.

Du wirst das in Ordnung bringen.

Sie geht.

Schnitt.

Der gordische Knoten entwirrt sich, Frau Frühauf sagt gegen Koch aus, Mark Heller entledigt sich noch schnell seiner Wühlratte Koch durch fristlose Entlassung, – er hatte Koch angestiftet, ( oh ja, solche Leute gibt´s!) - ,

Georg steigt ein bei Parson und Mark Heller kann seinen Gläubigern leider nicht entfliehen…er schafft es nur bis zum Flughafen, dann holt ihn der Arm des Gesetzes ein….

Und Sylvie Schmidtbauer ist nicht Direktor Wertmanns Mätresse, sondern – seine NICHTE!

Wir genießen noch das Schluß-szenchen – da gibt´s ja noch das Schuhproblem…

Die Szene.

Wir sehen Sylvie in einem großen Auto sitzen, einem Van. Wahrscheinlich Georgs Familienkutsche. Ihre Aufmerksamkeit geht nach draußen. Sie beobachtet vor dem Auto offensichtlich etwas Interessantes.

Huch! Auf dem Gehsteig läuft Georg Meier mit zwölf Schuhkartons, bepackt wie ein Weihnachtsmann, auf den Wagen zu. Hinter ihm zwei Angestellte des Ladens, aus dem er kommt. Sie tragen all die Schuhe, die er nicht mehr halten konnte. Noch circa zehn Paare.

Sylvie lächelt Georg aus dem Wagen heraus zu wie ein kleines Mädchen, das sich auf das Christkind freut.

Georg verstaut alle Schuhkartons im Wagen.

Schnitt.

Insert.

Ein offener Schuhkarton. In rauchbraunem Seidenpapier ruht ein …

FLACHER Wildleder-MOKASSIN!

Halbnah.

Wir sehen, dass Georg und Sylvie an einer Kaimauer sitzen.

Eigentlich sitzt nur Sylvie. Georg steht mitsamt seinem Kartonberg vor ihr wie ein Schuhverkäufer. Ein Schuhverkäufer im karierten Hemd mit Jeanshosen.

Georg, bester Laune, zu Sylvie:

Achtundreissigeinhalb.

Sylvie lächelt zu ihm auf. Ihre Augen glitzern wie Weihnachtssterne. Sie schüttelt bedauernd den Kopf.

Also weg mit dem Karton.

Darunter, im nächsten, dasselbe Schuhmodell. Georg dreht den Mokassin und liest die Größe von der Schuhsohle ab.

Neun´n´dreissich?

Sylvies Kopfschütteln sagt. Kalt. Ganz kalt.

Georg, zweifelnd, – wir verlassen die zierlichen Schühchengrößen –

Neun´n ´dreissich´n´halb?

Jetzt lacht Sylvie schon fast über´s ganze Gesicht. Kopfschütteln. Nein.

Basses Staunen bei Georg. Er sagt nichts. Aber sein Blick spricht. Bände.

Band 1: Na so was!

Band 2: na dann..

Band 3: FSK 18

Wieder ernst:

Vierzig???

Unsicher, – kann das wahr sein…?

Sylvie, fröhlich:

M- hm!

Halbnah.

Georg entnimmt dem Schuh das Seidenpapier. Sylvie hebt ihr – oops – miniberockt nacktes Bein und hilft beim Anziehen. Sie drückt einfach ihren Fuß gegen Georgs Magen.

Die Ferse muss auch noch einschlüpfen, Georg hält den Rand des Schuhs fest.

Dass Du auf so großem Fuße lebst…. hätt´ ich mir eigentlich denken können.

Sylvie tritt auf. Insert auf ihren Fuß.

Paßt!!

Ende.

Was? Ende? Kommt nix mehr?

Ne, noch nicht Ende.

Er hat ja noch Stiefelchen dabei. Her mit dem Schuh..

Er hebt ihren anderen Fuß, ihre Ferse liegt in seiner Hand und….

AAARGHHH….!!!!!!!!!!!!!!!!!!

AAARGHHH….!!!!!!!!!!!!!!!!!!

AAARGHHH….!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Er hat ihren Fußrist geküsst.

Er hat ihren Fußrist geküsst!!

Meine Damen, fühlen Sie, wie das Knistern um ihre Fesseln kribbelt und ein wohliger Blitz Ihr Bein hochschießt? Fühlen Sie den Windzug auf der feuchtwarmen Stelle, die der Kuss hinterlassen hat… Fühlen Sie, wie es…

CUT!

CUT!

Aus! Das hier ist Familienprogramm….!

Na gut.

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1994-95 Heino Ferch (im Alter von 31) – der Sprachsoftware-Erfinder Georg Meier; Die nachmalige Oscar-Co-Preisträgerin Martina Gedeck – Sylvie Schmidtbauer, Hans-Werner Meyer- Bereichsleiter Mark Heller, Udo Schenk – der Intrigant Georg Koch, Dieter Mann – Konzernchef Axel Wertmann; Musik: Dieter Schleip.

Und die Moral von der Geschicht´:

Wer auf großem Fuße lebt, hat wenigstens eine solide Basis im Leben…

Unser Hauptdarsteller hat übrigens….Schuhgröße 46.

- – -

(Handlungsmotiv 1:

Der Protagonist hat an einer karriere-wichtigen Besprechung in der Führungsetage teilzunehmen. Die Teilnahme wird durch Intrige, Manipulation Dritter (Georg Koch) verhindert. S.a. Das Konto: Dr. Mühlhausen hat an der karriere-wichtigen Entscheidung in der Führungsetage teilzunehmen. Durch Manipulation eines Dritten (Dr. Schneider) wird dies verhindert. ( – er findet statt dessen eine Schulklasse im Konferenzraum Zwo vor.)

Handlungsmotiv 2: Der Einfluss eines mächtigen amerikanischen Mannes soll einen Karrieresprung bewirken. Georg und Billy finden die Gewohnheiten von Jim Parson heraus. Erst trainiert er, dann läuft er, dann schwimmt er. Das Abpassen von Parson im Schwimmbad und führt zu einem Vorschlag und in Folge zum erhofften Karrieresprung. S.a. Auf ewig und einen Tag. Gregor findet die Trainingsgewohneiten des mächtigen Amerikaners Bradshaw heraus. Er läuft. Das Abpassen von Bradshaw führt zu einem Vorschlag und in Folge zu erhofften Karrieresprung. (Märchen!!!))

Thematisches Motiv: Sylvie diskutiert kreative Kraft. „Weil er die kreative Kraft hat, die uns beiden fehlt? – s.a. Athos in „Die Drei Musketiere“ Athos diskutiert ebenfalls Kreative Kraft und schöpferisches Genie. Athos (Heino Ferch) unterscheidet zwischen sehr guter und genialer Leistung. Genial, sagt er, fechtet D´Artagnan. – Talent, meint er, ist der Unterschied, also ein a priori Faktum. Auch Georg´s kreative Kraft ist ein a priori Faktum. Sie ist einfach da (Georg) oder nicht (Mark). Sie kann nicht erworben oder erarbeitet werden.)

– -

offtopic.

Wir müssen am Sonntagabend ins Kino. Alle vier. Frau Ignaz, Frau Wrobel, Frau Glaser und ich. „Lissi und der wuide Käsahhh.“ Wir Kitsch-Susen. Bully – wunderbar. Zum Niederknien. Trailer Lissi->

Das Produktionstagebuch allein ist schon ein Meisterwerk.

Wir outen uns als Fans alter Paul Hörbiger und Josef Meinrad Filme. Hier das Revival Lissi ! Franz! Lissi! Franz! – Ihre Route wird berechnet….

Bilder hier->

click auf das Bild, um zur Originalbildquelle zu gelangen.
Drei Jahre Arbeit! ..stecken in diesem Film. Uns beschleichen kameradschaftliche Gefühle, wenn wir an unser Projekt denken, das jetzt 2.5 Jahre läuft. Gefühlte 5 Jahre. Und Bully arbeitet noch länger an der Sache, an einem einzigen Projekt.
… na, wenigstens gabs bei Scanline immer guten Café Latte Macchiato von Andrea ;-)
übrigens… x minus fünf „Meine schöne Bescherung“…

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Filmszenen I „… Sie schon wieder! .. in: Wer Kollegen hat, braucht keine Feinde. Teil 5B. Heino Ferch – Georg Meier, Buch: Gabriela Sperl, Regie: Martin Enlen, 1994-95

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Teaser Film Wer Kollegen hat, braucht keine Feinde. Heino Ferch - Georg Meier

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… Sie schon wieder.!.. .. in: Wer Kollegen hat, braucht keine Feinde. Teil 5B. Heino Ferch – Georg Meier, Buch: Gabriela Sperl, Regie: Martin Enlen, 1994-95

Vor der Szene

Konferenzraum. Fünfzehn Konzerndirigenten am runden Tisch. Die Bilanz wird gerade vorgetragen.

Georg platzt deutlich betrunken in die Vorstandssitzung:

Lassen Sie sich nich´ stören – soviel Zeit muss sein…

Georg nimmt sich ohne weiteres die Zeit, mit weit aufgesperrtem Schnabel ein Pfefferminz-Aerosol in seinen Rachen zu sprühen..

Mark Heller:

Georg – Sie machen gleich einen großen Fehler!

Meier:

Wer von uns macht keine Fehler? In dieser Runde kennt das jeder. Rechenfehler, Planungsfehler, Führungsfehler,.. und das heißt Fehlinvestitionen – und Fehlentscheidungen. Tja, meine Herren – ein ziemlich trübes Bild dieses Medienkonzerns.

Mark Heller:

Herr Meier, es hat Sie keiner aufgefordert…

Konzernchef Axel Wertmann:

Lassen Sie ihn..

Meier:

..und ein noch trüberes Bild oben in den Chefetagen.. und warum? Ganz einfach: weil fettwanstige Sklerotiker und ausgestopfte Dinosauerier uns regieren. Weil verkrustete Hierarchien.. Georg atmet schwer .. den Kreativen den Hals durchschneiden, weil es nie um die Sache geht, sondern immer nur um Amigos und um Seilschaften!

Mark Heller:

Meier, Sie reden sich um Kopf und Kragen…

Wertmann:

Lassen Sie ihn ausreden.

Georg:

Während man die Kreativen nach Hause schickt.…gehen wir gnadenlos…gnadenlos den Bach hinunter.
Wir werden zum Entwicklungsland, wenn keiner von uns die Notbremse zieht – aber warum denn tabula rasa machen, wenn man an den Fleischtöpfen sitzt, nicht wahr, meine Herren
…ja und in diesem Sinne..ein schönes Wochenende und immer rein ins Vergnügen

Er geht.

Fünfzehn Chefs sitzen da.


Dinner for Two

Wertmann erfährt bei einem Dinner for Two mit Sylvie, dass seine Meinung, Georg Meiers Übersetzungsprogramm sei nur eine Kopfgeburt, falsch ist. Wertmann glaubte, sein Bereichsleiter Mark Heller habe ein amerikanisches Programm eingekauft. Sylvie klärt Wertmann auf, dass Meiers Programm fast bis zur Präsentationsfähigkeit fertig ist.

Die Szene

Krankenhaus. Georg Meier tritt rückwärts aus Helga Frühaufs Krankenzimmer und kollidiert – mit Sylvie Schmidtbauer. Schon wieder. Schon wieder ist sie in lichtgrauem Strenesse-Kostüm mit Aktentasche unter dem Arm. Sylvie hatte kurzfristig ebenfalls Frau Frühauf besuchen wollen.

Georg:

Sie schon wieder.

Keine Entschuldigung. Wendet sich sofort zum Gehen.

Sylvie, ihm hinterher, milde:

Sie ham´s wirklich auf mich abgesehn.

Georg stoppt. Zornig:

Wasss?

Fährt herum. Sylvies Augen glitzern, fast schelmisch, milde, wohlgelaunt. Sie hat gute Neuigkeiten für Meier.

Georg echauffiert:

Ich auf Sie? Wer hier wem zu schaffen macht, ist doch wohl eindeutig. Jedes Mal, wenn ich Sie treffe, passieren irgendwelche Katastrophen.

Sylvie – bleibt ruhig:

Ja weil Sie immer weglaufen..

Georg hatte sich weg gewandt und war weiter gegangen.

Sylvie, flüstert sich selbst zu:

..nich´schon wieder!

Und startet ihm hinterher.

Georg, er marschiert den Gang entlang, dreht sich nicht um, wartet nicht auf Sylvie, schimpft:

Mein Leben ist ein einziges Desaster, seit ich Sie kenne!…s´ wird von Tag zu Tag schlimmer!

Schnitt.

Nebeneingang des Krankenhauses. Schmiedeeisernes Geländer, Treppe.

Georg stürmt uns entgegen, eilt die Treppenstufen hinunter. Sylvie hinter ihm her, mit den bekannten Stöckelschuh-Schwierigkeiten.

Fünf Minuten!

ruft sie.

Drängend, ärgerlich:

Ich brauche …

Auf den Stufen:

…fünf Minuten, verdammt!

Verdammt! Sie stürzt! Kann sich nicht am Geländer halten, dreht ab. Der Sturz sieht gefährlich aus.

Georg fängt sie. Die Wucht des Sturzes drückt Sylvie mit dem Rücken gegen Georg. Der hat sie schon sicher unter den Achseln zu fassen bekommen, beide machen ein paar kleine Schritte rückwärts, bis die Fallenergie ganz aufgefangen ist.
Puhh. Das ging noch mal gut. In letzter Sekunde.

Sylvies Fuß scheint weh zu tun, sie will sich danach bücken. Sinkt unter Schmerz in die Hocke. Georg hält sie noch immer, führt ihre Abwärtsbewegung zum Sitzen auf eine Treppenstufe.

Sylvie blickt nach unten auf ihren Fuß, – oder ist sie beleidigt? Georg lässt sie sanft los und tritt dezent aus ihrer körperlichen Nahsphäre hinaus.

Dann dreht er sich ein wenig frustriert unsicher halb weg, steckt die Hände wieder in seine Jackentaschen. Er beruhigt sich. Guckt nach ihr. Freundlicher, mitfühlend, zugewandt:

Tut´s weh?

Sylvie reibt ihren Fuß und sieht zu ihm hoch. Ihre Augen glänzen, sie ist ganz milde, sanft, nicht mehr aufgebracht.

..geht so…

Georg kommt innerlich auch wieder näher. Er setzt sich neben sie. Die Spannung lässt nach, er atmet aus.

Sylvie, leise:

Erst schimpfen und dann retten…Sie sind wirklich tierisch kompliziert…

Georg lächelt vor sich hin – wohl über sich und die ganze Situation. Er:

Unter Medizinern würde man diesen Zustand..

Er sieht ihr ins Gesicht, lacht ironisch,

..wohl als eindeutig schizophren bezeichnen.

Ein hinreißender Kranz von kleinen Lachfalten springt um seine schwarzen Augen auf.

Sylvie erwidert sein Lächeln nicht nur, wir sehen in ihrem Blick, dass sie ihn eigentlich gerne küssen würde. Er merkt es nicht. Also lässt sie es sein.

Also…sie schlägt die Augen nieder…(zurück zum Geschäft..)

In Ihrer Abteilung werden seit fünf Jahren gefakte Beratungs- und Entwicklungshonorare an Herrn Koch gezahlt. (Herr Koch ist der Frau Frühauf-Mobber).

Meier ist baff.

Das Gespräch wird unterbrochen, Meier muß sofort in die Firma kommen. Der gute Herr Koch hat nämlich inzwischen Georgs Büro durch einen Brandanschlag verwüstet und versucht, den Tatverdacht auf Georg zu lenken….

Ja, ja, die Schwierigkeiten türmen sich..

Wird Sylvie Schmidtbauer unserem Goldstück Georg helfen können? Oder gewinnen der schwarze Koch und Heller, der Opportunist?

Demnächst in diesem Theater….stay tuned on www.filmszenen.info !

1994-95 Heino Ferch (im Alter von 31) – der Sprachsoftware-Erfinder Georg Meier; Hans-Werner Meyer- Bereichsleiter Mark Heller, Udo Schenk – der Intrigant Georg Koch, Dieter Mann – Konzernchef Axel Wertmann; Musik: Dieter Schleip.

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Der Monat Oktober 2007 hat alle Besucherrekorde seit Bestehen unserer kleinen Publikation übertroffen:
anormal-tracker.de zählte 9019 Besucher, die sich insgesamt 13668 Seiten ansahen.

4.11.2007

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Filmszenen I „… Ach, Schei ss, jez´ is das Bild weg.. in: Wer Kollegen hat, braucht keine Feinde. Teil 5A.

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… Ach, Schei ss, jez´ is das Bild weg.. in: Wer Kollegen hat, braucht keine Feinde. Teil 5A. Heino Ferch – Georg Meier, Buch: Gabriela Sperl, Regie: Martin Enlen, 1994-95

Szene vor dem Haus

Georg Meier kommt vom Krankenbesuch bei seiner Sekretärin nach Hause.

Abend. Es ist schon lange dunkel. Georg verstaut draußen vor der efeuumrankten Haustür sein Fahrrad, lehnt es an den verschnörkelten alten Schmiedeeisen-Zaun.

Er geht auf die Haustür zu – aber wir hören keine Schlüsselgeräusche. Er sucht seinen Schlüssel gar nicht. Stattdessen setzt er sich auf die blaue Holzbank vor seiner Eingangstür.

Einen ruhigen Moment lang ist er ganz für sich. Seine gewohnt quecksilbrige Kampfbereitschaft steht nicht in der Textvorlage für diesen Augenblick.

In diesem Moment, jetzt, da ihn niemand sieht und niemand beobachtet, sinkt er zusammen.

Seine Hände, sonst unentwegt beschäftigt mit tausend schnellen Bewegungen, mit Tippen, Nehmen, Geben, Aufreissen, Umblättern, Tragen, Spielen, Greifen, Trommeln und Knibbeln, liegen auf einmal in seinem Schoß wie zwei müde Vogelschwingen,

- eine Geste fast resignierender Schwäche. Er hat den Kopf sinken lassen.

Sogar seine Kraft ist nicht unerschöpflich.

Wir kommen näher.

Sein Gesicht ist im Schatten.

Wir kommen noch näher.

Georg hebt den Kopf. Sein Mund steht ein wenig offen.

Er wirkt müde, sehr müde.

Der Blick in dieses Gesicht weckt uns – wir spüren schlagartig ganz klar, wie er ist, wenn er seine Clownsmaske ablegt. – Dass hinter all den lustigen, den frechen Renitenzen er jetzt jemand ist, der seine Situation als aussichtslos empfindet, seine Möglichkeiten als erschöpft.

Heino Ferch als Georg Meier in Wer Kollegen hat

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Wir sehen ihn eine zeitlang an. Er wirkt wie gefangen, ein Gefangener. Ihm scheint Unterstützung zu fehlen.

Er schließt den Mund.

Die kleine Geste wirkt, als begreife er jetzt vollständig, dass seine Situation nicht gut ist. Er vielleicht schon auf der Planke steht.

Schnitt.

In der Wohnung erwartet ihn ein neuer Schreck. Maxi, sein ca. vierjähriger Sohn, liegt mit hohem Fieber im Bett.

Das Kindermädchen hat ihm ein Medikament gegeben und Georgs zweites Kind, seine Tochter Lilly, ins väterliche Schlafzimmer gelegt, damit sie sich nicht ansteckt.

Georg macht seinem Sohn kalte Umschläge, die das Fieber senken. Einen weiteren Anruf von Sylvie Schmidbauer ignoriert er. Sylvie spricht auf AB, bittet dringend um Rückruf.

Schnitt.

Szene am Computer

Georg in derselben Nacht am Computer. Er arbeitet mit Hochdruck an der Weiterentwicklung der Sprachsoftware Speedy Trans für seine Firma bergdorf.

Papiere mit Teilen des Programmiercodes gleiten aus dem Drucker. Auf dem Bildschirm ein Vorhang von Stringcodes. Georg schreibt an seinem Programm.

Plötzlich ein Popup.

ATTENTION!

VIDEO LINK INITIALIZING (Achtung Video-Kamera wird zugeschaltet!)

Georg versucht, weiter zu tippen. Geht nicht.

Die Warnung verschwindet, ein Gesicht taucht auf.

Es ist eine Frau, deutlich älter als er selbst, mit einer sehr eigenartigen Haube auf dem Kopf.

Offensichtlich eine sterile Haube für Operateure. Die Frau ist wohl Chirurgin, scheinbar direkt nach einer OP.

Sie scheint nicht sehr erfreut. Schüttelt den Kopf. Missbilligung.

Dich zu erreichen, ist wirklich uferlos…

Georg reagiert ein bisschen, wie ein Junge, der von der Oberlehrerin eine Verweisdrohung erhält.

Die Frau spricht weiter.

Zum allerersten Mal seit unserer Trennung hast Du die Kinder…

Die Frau schüttelt wieder missbilligend den Kopf.

…für drei Wochen!

Was is? Jedes Mal, wenn ich anrufe, bist Du irgendwo..

Georg,

Sie droht sehr nachdrücklich mit einer Kopfbewegung

.. das find´ich wirklich beschissen…

Jetzt kommt sie auf den Punkt:

Wie geht´s dem Maxi? Hat er immer noch Fieber?

Georg zeigt kaum Reaktion, ein wenig Besorgnis steht zwischen seinen Brauen. Er sieht immer noch aus, wie ein kleiner Junge, der von Mama gescholten wird.

Er macht keinerlei Versuche, etwas zu sagen, sich zu artikulieren, zu antworten.

Die Frau:

Er muss viel trinken, ja?

Sie nimmt die Haube ab.

Vergiß nich´, ihm Wadenwickel zu machen.

Ein brauner Lockenkopf mit grauen Einsprengseln kommt zum Vorschein,..

Sie achtet nicht darauf, im Bildausschnitt zu bleiben, scheint ihre sterile OP Kleidung weiter abzulegen, oder etwas zu suchen…

…vergiß aber auch nich´, sie ihm wieder abzulegen.

Georg trinkt einen Schluck aus einem leeren Glas. – lenkt sich ab.

…und Du sollst ihn einölen mit…warte mal…

Die Frau holt ein Zettelchen hervor.

Entknüllt es, liest ab:

Lavendelöl.

Sie zögert, bemerkt etwas. Verärgert.

Ach, Scheiss, jez´ is das Bild weg. (Lasst uns raten, warum!)

Wir hingegen sehen sie weiterhin. Au wei! Die strenge Oberlehrerin ruft.

Drohend, genervt:

Ge–org!!!

Georg atmet schwer auf, blickt nach unten. Betreten.

Au wei au wei! (..Na, besser eine Trennung mit Schrecken, als ein Schrecken ohne… ) (hallo, hallo, was mischen Sie sich da ein, „Filmszenenteam“? Beherrschen Sie ihr Mundwerk und machen Sie gefälligst Ihren Job: Szenenbeschreibung und sonst nix.

Wir, mundtot, …blicken nach unten, be….)

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1994-95 Heino Ferch (im Alter von 31) – der Sprachsoftware-Erfinder Georg Meier; Suzanne von Borsody – Georg Meier´s Exfrau; Musik – Dieter Schleip

- –

s.a. Georg sitzt an einem Punkt der Aussichtslosigkeit kraftlos auf einer Bank, seine Hände sprechen: Resignation. S.a. Die Mauer: Hans Kuhlke an einem Punkt großer Aussichtslosigkeit auf der Liege in der Nacht im Möbelhaus. Die Resignation dieser beiden Hände ist….äh…dings…tut richtig weh.

s.a. Georg versorgt das kranke Kind. S.a. Schatz von Troja: Schliemann versorgt die kranke Tochter des Bauern. In beiden Fällen sind es übrigens Anwendungen mit dem Element Wasser, die den Kindern helfen
3.11.2007

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