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Filmszenen I “……to life!…..to death!” in: The Unscarred Teil 5. Heino Ferch – Johann. Regie: Buddy Giovianzzo. 1998-99

Teaser Film "The Unscarred" Heino Ferch - Johann

Bildquelle und Bildrechte Mercent Entertainment für Arclight Films




“……to life!…..to death!” in: The Unscarred Teil 5. Heino Ferch – Johann. Regie: Buddy Giovianzzo. 1998-99

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Achtung, Spoiler!!

Die Szene.

Ein Glas, eine Flasche Dom Perignon. Unverkannbar Johanns Hand mit dem breiten goldenen Ehering, dem Symbol jetzt wieder unbedrohter Verbundenheit mit seiner Frau Rafaella. Johann gießt das perlende Nass in eine Champagnerflöte.

Die Kamera fährt zurück. Wir sehen Travis, Rafaella und Johann, wohl gelaunt, entspannt, sie stoßen an.

Travis lächelt: To life!

Johann er lächelt ebenfalls: To death!

Plattenspieler, Musik, sorgloser Hotelbar-Combo Rythmus. Raf und Johann tanzen. Raf sieht sehr glücklich aus.

Es hat geläutet, Travis bringt die Gäste herein.

Es sind:

das totgeglaubte Mädchen und ihr Bruder, der Bartender.

Sie sind gar nicht tot. Sie sind sehr fröhlich und kerngesund.

Man hatte Mickey eine schwarze Komödie vorgespielt.

Das Mädchen: Did he really believe it?

Die Rückblende zeigt uns die visuelle Auflösung des Hörspiels, das Mickey in seinem Schlafraum zwei Tage vorher weckte:

Der Schlag gegen die Balustrade der Galerie, der markerschütternde Schrei aus der Kehle des Mädchens, das berstende Glas des Tisches, Blut überall, das Mädchen tot am Boden – das alles war eine Inszenierung. Gestellt.

Schnelle Bühnenarbeit von Travis, Johann und dem Mädchen. Als Mickey aus seinem Zimmer stürzte, sah er das Endergebnis und ergänzte den Vorgang aus der Imagination.

Jetzt lacht man, ist erleichtert. Endlich ist der Vorhang gefallen, der ungeliebte Zuschauer hat das Theater verlassen. Die Bühne des Lebens für Johann, Travis und Rafaella steht bereit für freundlichere Stücke.

Später.

Man feiert schon länger, Travis und das Mädchen spielen miteinander, Johann und der Bartender unterhalten sich. Johann ist schon ein wenig mehr als entspannt, er schwimmt auf dieser Woge weicher Malt-Whiskey-Betäubtheit, die der Welt einen wohlig vernebelten Weichzeichner vorsetzt.

Rafaella bringt den Kaffee. Noch etwas später: Man verabschiedet sich, das Mädchen und ihr Bruder gehen nach Hause.

Travis möchte sich frisch machen. Er nimmt im ersten Stock eine Dusche. Nur ganz schnell, in fünf Minuten ist er wieder da, sagt er zu Johann.

Der Weisswein ist leer, Johann kann der dritten Flasche, die auf dem Cocktailtisch steht, nur noch ein paar Tropfen entlocken. Rafaella sieht das, sie wird in den Keller gehen, um noch eine Flasche heraufzuholen.

Johann ist zwar noch in diesem Shakespear´schen Zustand which provokes the desire, but wine and whiskey already have weakened his ability, größere Strecken zu gehen. Raf geht.

Schnitt.

Wir sehen Travis in der Dusche. Die Kamera fährt langsam näher an ihn heran. Eigenartig. Es sieht irgendwie gefährlich aus.

Schnitt.

Wir bei Rafaella im Keller zwischen den Weinregalen. Es ist dunkel. Schwache Kellerlampen. Raf besieht das Etikett einer Flasche.

Oben.

Johann wundert sich. Wo Raf wohl bleibt?

Er ruft: Raf everything all right down there?

Nein.

Mickey hat Raf gepackt, hält sie von hinten fest und drückt seine Hand auf ihren Mund. Raf kann nicht laut schreien. Mickey geht mit seiner Geisel den Kellergang entlang, zum Aufzug nach oben.

Johann war aufgestanden, um nach Raf zu sehen. Die Aufzugtüren gehen auf. Mickey, seine Geisel von hinten im Klammergriff, steht plötzlich vor Johann. Er geht auf Johann zu, Rafaella hat er an den Haaren gepackt, würgt sie und drückt sie nach unten.

Johann weicht zurück: What are you doin´ there?

Hinter Johann steht ein großer, mit weissem Leder bespannter Hocker, Johann will reden, Mickey brüllt ihn an:

Sit down!

Johann setzt sich nieder.

Mickey will Geld. Cash. Now. Rafaella hält er im Würgegriff fest, fügt ihr Schmerz zu. Sie bekommt kaum Luft, röchelt.

Johann versucht, ruhig zu bleiben:

Let Rafaella go, Mickey.

You are not going to get anything like that.

Mickey zerrt Rafaella durch den Raum

Cash – jewelry, I want it now!

Johann fährt hoch.

Mickey wirft Rafaella Kopf voran auf den Glastisch nieder. Flaschen und Gläser fallen zu Boden. Plötzlich hat Mickey eine Pistole, die Waffe muss auf dem Tisch gelegen sein. Er hält sie Rafaella an die Schläfe.

Er brüllt Johann an: I said sit down!

Johann muss nachgeben, setzt sich wieder.

Geld – sagt er is not here.

Jetzt brüllt Mickey nach Travis. Er dreht sich nach oben: Moore!

Johann versucht einen Trick: He is not here, Mickey! Und: Put the fuckin´gun down.

Mickey ist zu allem entschlossen, nachdem er doch als zweifacher Mörder gilt.

Johann versucht noch einen Haken: They are not dead.

Mickey: What are you talking about?

Johann:

The girl. Anke. She´s not dead. The bartender is not dead. He isn´t even her brother. They´re actors. They´re still alive, Mickey!

Mickey begreift: Shit!!

Johann, nah, beschwörend, wütend:

It was a play. We played to get you out of our lifes.

Mickey halt Raf so am Haar gepackt, dass sie kein Gleichgewicht aufbauen kann. Sie stürzt beinahe. Trotzdem schreit sie.

He´s telling the truth!!

Johann ist wieder vom Sitz hochgefahren. Wieder befiehlt Mickey: Sit down. Ein Warnschuss gibt seinem Befehl Nachdruck. Es knallt ohrenbetäubend, eine Rauchwolke verbreitet sich im Raum.

The next one goes in her fuckin´head.

Mickey halt Rafaella die Pistole an den Kopf.

Johann breitet die Hände aus, mit den Handflächen nach unten, zu einer Come-Down-Geste. Er bewegt sich langsam wie in schwerem Öl, um Mickey aus seiner Erregung herunterzuholen.

Schnitt.

Blick von oben, von der Galerie auf die Situation. Mickey mit seiner Geisel, drei Meter vor ihm Johann, die Hände ausgebreitet.

Close up Mickey, er lächelt.

Focusverschiebung von nah zu fern, an Mickeys Kopf vor bei: Oben auf der Galerie erscheint Travis.

Versteht die Situation.

Fuck!

Erstaunlicherweise packt er schnell eine schwere Eisenholzstatuette und spurtet die Treppen herunter.

Mickey schießt sofort auf Travis, lässt dabei Rafaella los.

Mickey schießt, ein, zwei, drei, vier Mal, er schießt das Magazin leer. Travis rennt weiter auf Mickey zu. Unverwundet. Die Waffe enthielt Platzpatronen. Travis überrennt Mickey, beide stürzen zusammen in den Glastisch. Der zerbirst.

Johann und Rafaella retten sich zur Seite.

Travis, viel größer und schwerer als Mickey, hat keinen allzu schweren Stand, Mickey fast k.o. zu schlagen.

Doch dann bekommt Mickey die Eisenholzstatuette zu fassen und schlägt sie Travis über den Kopf. Johann, der in vollem Tempo herankommt, um sich auf Mickey zu werfen, fällt geradezu frontal in den zweiten Schlag Mickeys, geht zu Boden.

Close Up Mickey. Sein Gesicht ist zerschnitten, Blut läuft aus dem Mundwinkel, er glotzt starr, knallt die Schlagwaffe in die Hausbar. Scherben überall. Wir folgen Mickey, der wutentschlossen auf Rafaella zugeht, sie wieder im Haar packt.

Insert auf ein kleines Jagdmesser. Es ist eines dieser extrem scharfen Klappmesser mit sechsfach geschmiedeter Klinge, die kurz und spitz ist. Travis erwacht, bewegt sich auf das Messer zu. Er schiebt sich über den Boden langsam an die Waffe heran.

Mickey hat ihn gesehen, kommt her, tritt ihn in den Bauch, immer wieder. Travis kniet auf allen Vieren. Der dritte Fußtritt dreht ihn um, er liegt auf dem Rücken.

Johann ist erwacht. Ruft: Raf! Er kann nicht aufstehen, zieht sich über den Boden.

Mickey nimmt die Eisenholzstatuette und geht zu Johann hinüber. Wir fühlen Mickeys Wut. Er will zermalmen, zerstören, rächen. Er wird so hart zuschlagen, dass er mit dem kantigen Gegenstand Johanns Schädel zertrümmern wird. Wir sehen, wie Mickey ausholt.

Schnitt.

Travis:

Er brüllt: Nooo!

Mickey hält tatsächlich ein, dreht sich nach Travis um. Travis schafft es, Mickey wieder zu sich herzubrüllen. Er nimmt Schuld auf sich.

It was me. Leave them alone. I wanted to get rid of you.

Mickey hört nicht mehr, was Travis brüllt.

Travis´ Schreie verhallen, wie weit entfernt, mischen sich mit anderen Stimmen, Schreien aus Mickeys Vergangenheit, wütend – Drohungen.

Mickey scheint unter diesen ohrenbetäubenden Chor innerlich zusammenzubrechen. Er beginnt zu zittern.

Als er mit der Statue in der Hand auf Travis zugeht, spüren wir, er will all diese fordernden wütenden Stimmen seiner Vergangenheit auslöschen, indem er Travis auslöscht.

Im Reflex pakt Travis das Jagdmesser neben sich auf dem Boden und schwingt es in einem weit ausholenden Sensenschwung über Mickeys Körper.

Er hat die Kehle getroffen.

Mickey weicht zurück, Blut pulsiert aus dem Schnitt quer über seiner Kehle.

Er greift danach, Blut quillt zwischen seinen Fingern hervor. Kein Schrei, nur leises Pressen, das Messer hat die Kehle zerschnitten.

Mickey, steht, steht, würgt, fällt auf die Knie. Travis, Johann, Rafaella müssen zusehen, wie Mickey, quälend langsam, blau anläuft, erstickt, fällt.

Blick von oben auf den Schauplatz.

Dort, wo vorher der Tod des Mädchens inszeniert worden war, am Glastisch, liegt jetzt Mickey. So, wie das Mädchen in einer Blutlache lag, liegt jetzt Mickey in seinem Blut. Der rote Fleck unter seinem Körper wird rasch größer.

Mickey ist tot.

Schnitt.

Nacht. Aussen. Am Kanal bei der Fabrik.

Wieder sind die drei am Wasser. Wieder fällt eine verpackte Leiche ins Wasser. Wieder blicken die drei Menschen Mickey nach. Verstört. Erschrocken. Wieder verlässt ein Wagen das betonierte Ufer. Die Rücklichter des Wagens verglühen im Dunkel.

Ende des Films.

1998-99 Heino Ferch (im Alter von 36, gespieltes Alter ca. 40) – Johann, Ornella Muti – Rafaella, Steven Waddington – Travis Moore, James Russo – Mickey Vernon

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Kommentar:

Der Filmplot mit drei überraschenden Kehrtwendungen ist m.E. im Kern hervorragend konstruiert.
Die Musik von Rick Giovinazzo gibt dem Film deutliche Färbung, wagt sich aus der Mittellage heraus und versetzt uns in eine kahle kühle Welt. Hervorragend die Untermalung der Showdown Szene am Ufer, als die Drei ihre Abrechnung mit Mickey vorbringen. Die Musik läßt uns Mickeys Herzschlag hören.

Der Subtext-Plot über Johann, seine Frau Raf und den Sohn Alex erzählt unter dem Thriller-Plot eine Geschichte über die Bedrohung von Familienfrieden von aussen -durch Mickey- und von innen-Vertrauensbruch zwischen Partnern; Familiengeheimnis, die Existenz einer wichtigen Tatsache darf nicht thematisiert werden – und seine Folgen.

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Kleines unwichtiges „Beiseite“: HF und die Darstellung von Betrunkenheit. – ist fast ein eigenes Kapitel. Alle Schauspieler können gut „betrunken“ spielen, iss ne leichte Übung. Nein. Ist oft ne stereotype Übung. Bei HF natürlich wieder mal nicht. Wie haargenau jede Stufe und jeder Ausdruck verschiedener Grade der alkoholischen Betäubung beobachtet ist, einfach unglaublich.

Es stimmt tausendprozentig bis in kleinste Nebenbewegungen wie die Stellung der Füße, wenn das Hirn keinen Datenhighway mehr dorthin hat. Er ist immer ein bisschen anders, besonders, in der Darstellung – und das in allen Graden, vom leichtesten Hauch nach Genuss eines Gläschens bis zum schon ohnmachtsähnlichen Totalsuff.

Beispiele: Trinkt, bleibt nüchtern: Athos in Die drei Musketiere.

Ganz leicht angesäuselt: Thomas Keller in Hunt for Justice,

Angesäuselt: Johann hier bei der Party.

Akut betrunken: Schliemann vor der Kneipe.

Verstärkende Nachwirkung des Alkohols: Schliemann im Hotelzimmer.

Schnellalkoholisierung mit Kontrollverlust über angemessenes Verhalten: Georg Meier in Kollegen-Feinde.

Totaler Vollsuff mit Gefahr ohnmächtig zu werden. Björn Theodór in Möwengelächter. (Exzellent, ein Feuerwerk!)

Kontrast dazu die Debutdarstellung: konventionelle „Betrunken“-Darstellungen: Müller – KeineAngstvorRotGelbBlau – im Atelier, in der Kneipe (Die Möpse – „Aus dem wird nie ein Deutscher Schäferhund.“) und last not least die

Enthemmung der dunklen Seite: in „Samstags..“
16.9.2007

Filmszenen I „We are here to give you a choice.” Heino Ferch – Johann. in: The Unscarred. Teil 4. Regie: Buddy Giovinazzo, 1998-99


Teaser Film "The Unscarred" Heino Ferch - Johann

Bildquelle und Bildrechte Mercent Entertainment für Arclight Films

We are here to give you a choice.” In: The Unscarred. Teil 4. Regie: Buddy Giovinazzo, 1998-99. Heino Ferch – Johann

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Die Vier fahren los zu dem Ort am Kanal, an dem Johann und Travis die Leichen der beiden Geschwister, des Mädchens aus der Disko und ihres Bruders, dem Bartender, im Wasser versenkt hatten.

Nacht. Im Auto. Johann fährt, Rafaella sitzt auf dem Beifahrersitz. Hinten Travis und Mickey.

Raf blickt Johann an. Johann erwidert den Blick. Rafaellas Hand gleitet in die von Johann, er drückt ihre Hand. Es wirkt, wie eine Absprache. Uns überrascht seine Stimmung. Die Verzweiflung, die ihn gerade noch zu Boden drückte, ist völlig weggewischt. Sein Blick ist gut gelaunt, freundlich, kameradschaftlich unterstützend und – siegessicher. Siegessicher. Was hat das zu bedeuten?

Travis hingegen ist den Tränen nahe. Er erinnert sich:

You remember when you were a kid. Standing beside a Merrygoround.

Johanns Blick in den Rückspiegel ist fast triumphierend. Das passt alles nicht.

It was movin´ so slowly, you reach out your hand and slide right upon an horse….

Johann blickt in den Rückspiegel, beruhigt Travis:

You´re almost done, Travis.

I promise.

Travis hängt seinen Gedanken weiter nach.

But it´s not. It´s going to fast and you are to young to die. You wanna go home, but….

Mickey versteht das alles nicht. Er hält Travis für verrückt:

This is crazy. You will stop that, will you?

Travis blickt Mickey an, als würde er aus einem Traum erwachen.

Wieder sehen wir im Rückspiegel Johanns Blick. Er forscht nach Mickeys Stimmung, nach Mickeys Reaktion. Der blickt zum Fenster hinaus, absentiert sich innerlich.

Man kommt an. Die Vier steigen aus. Am Wasser. Bei einer Fabrik.

Mickey: You got the chains?

Johann, Travis und Raf bleiben am Auto, Mickey geht auf die betonierte Wasserkante zu.

Johann ruft ihm nach:

Lets make sure they came up first.

Mickey sucht an der Kante nach etwas, was im Wasser schwimmen könnte. Er steht mit dem Rücken zu den drei anderen.

Can´t see a goddamned thing.

Schuss auf Johann. Er greift in seine Jacke, zückt eine Pistole, legt auf Mickey an sagt dann weich und leise:

Just turn around.

Mickey dreht sich um, sieht die Pistole. Er bleibt stehen:

What are you doin´?

Johann:

I cleaned it up. I wore gloves. You picked up the pieces (of the broken table) with your bare hands.

In Rückblende sehen wir Johann, mit Gummihandschuhen, wie er die Überreste des toten Mädchens, ihr Blut beseitigt. Wie Mickey ein Glasstück des beim Sturz des Mädchens zerborstenen Tisches findet, anfasst, aufhebt.

Mickey: What the hell you are talking about?

Travis, ganz ruhig, besonnen, erwacht:

Your fingerprints are everywhere, Mickey.

Very slobby.

Wir sehen in der Rückblende, wie Mickey den Bruder des Mädchens mit Klebeband an einen Stuhl fesselt.

Johann:

You took the gun, – the murder weapon – and your prints are all over it, you arrogant bastard…That wasn´t even part of the plan.

The other way, the camera only films the back of the lift.

Johann zückt eine VHS Kassette. Wir sehen, was auf ihr aufgezeichnet ist. Das Innere des Lifts, wie Mickey eine verpackte Leiche hineinzerrt und ablegt.

Johann: You´re the only one on this tape.

Close Up Johann, die Waffe, Rafaella.

On Friday night I left the club and drove my wife in the country.

Raf zu Johann: It was a wonderful night, wasn´t ist, honey?

Johann erzählt Mickey eine andere Version der Vorgänge, eine Version, die Mickey zum Mörder des Mädchens macht.

Johann fährt fort:

The brother arrived. You shot him and came here to dispose the body. Immer noch zielt er auf Mickey.

Travis über die beiden Leichen: They aren´t here, are they.

Johann: They are somewhere save.

Close up Mickey. Er ist starr ungläubig.

Johann: Just in case.

Mickey in case of what?

Nahaufnahmen der Gesichter von Travis, dann Raf, dann Johann, alle unbewegt.

Mickey: You wanna kill me?

Raf: No Michael. We are here to give you a choice.

Wir sehen alle drei im Profil. Alle drei blicken Mickey an. Alle drei haben Rechnungen mit ihm offen.

Mickey: What s that`?

Johann. Raf told me about Alex half a year ago.

Noch immer blickt Mickey in die Mündung der Pistole.

Flüstert:

You son of a bitch.

Raf halt ein Flugticket hoch.

Johann:

It´s a ticket home. To New Jeresy.

Raf steckt das Ticket in eine Reisetasche.

Johann: Use it.

Travis wirft Mickey die Tasche zu.

Here is your stuff. You gonna need it.

Mickey macht einen letzten Versuch: What if I tell the police the truth?

Johann, leise: Who do you think they will believe ?

Travis: Works out perfectly for every one.

You get to live – we get you out of our lives forever.

You didn´t know when to stop.

Johann, rauh, mit wutbelegter Stimme:

And if you ever try to contact Alex

- rascher Zoom auf sein Gesicht, damit wir genau sehen können, was er fühlt

I will kill you as you stand.

Let´s go – Travis , you drive.

Die drei bringen Mickey direkt zum Flughafen Tempelhof. Die Vier durchqueren die Abflughalle.

An der Schleuse zum Rollfeld wiederholt Johann die Alternative:

O.k. Mickey. Your choice: Through that gate is freedom – your life. Or you stick around here and go to jail. Forever.

Wir sehen Mickey, er steht da, dumpf brütend.

Johann, Raf und Travis kennen nur die halbe Wahrheit. Through that gate – wartet eben nicht freedom auf Mickey, sondern der Tod.

Kein Geld, um die Spielschulden zu zahlen, heißt: Game over in einer Plastikfolie im Kofferraum eines Autos.

Mickey lächelt. Dreht sich um. Geht durch die Schleuse. Die Drei blicken ihm hinterher.

Schnitt.

Ende der Story?

Keineswegs. Stay tuned!

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1998-99 Heino Ferch (im Alter von 36, gespieltes Alter ca. 40) - Johann, Ornella Muti – Rafaella, Steven Waddington – Travis Moore, James Russo – Mickey Vernon

Filmszenen I “..they still have air in their lungs!” in: The Unscarred. Teil 3. Heino Ferch – Johann. Regie: Buddy Giovinazzo, 1998-99

Teaser Film "The Unscarred" Heino Ferch - Johann

Bildquelle und Bildrechte Mercent Entertainment für Arclight Films

Distributor EVA.

Filmtrailer: Trailer von The Unscarred ->->

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“..they still have air in their lungs!” in: The Unscarred / Menteurs / Everybody Dies / Unter Brüdern. Teil 3. Heino Ferch – Johann. Regie: Buddy Giovinazzo, 1998-99

Vor der Szene

Wir erinnern uns: Mickey, von Johann, Rafaella und Travis aus USA nach Berlin eingeladen, erpreßt Traviser hat in USA Spielschulden zu bezahlen;
und Mickey hat jetzt auch Rafaella um weitere Hunderttausend Mark erpresst.

Entweder Geld, oder ihr Sohn Alex wird erfahren, dass nicht Johann, sondern er, Mickey, der leibliche Vater ist.

Sein Versprechen: er wird für immer in die USA zurückgehen und Johann und Rafaella in Ruhe lassen – falls er die Hunderttausend jetzt bekommt, bar, in Deutschmark.

Rafaella ist mit diesem Problem allein. Weder Travis noch Johann kann sie ins Vertrauen ziehen. Wie es aussieht, wird auch sie bezahlen müssen.

Die Szene.

Abend. Im Essbereich des großen Loft.

Man hatte gemeinsam gekocht, zusammen gegessen, man hat geplaudert.

The Unscarred - Rafaella  (Ornella Muti)

Rafaella unterhielt die Runde mit Erinnerungen, die Stimmung ist ruhig, nostalgisch.

The Unscarred - Travis Moore (Steven Waddington)
Travis

Bevor die Tafel aufgehoben wird, fragt Johann:

The Unscarred - Abendessen (Muti, Waddington, Ferch, Russo)

Any one for coffee?

Plötzlicher Stimmungsumschwung bei Rafaella,

Ernster Blick zu ihrem Mann:

When are you going to tell me what you did?

Johann: What do you mean?

Rafaella:

This bartender you shot.

Sie blickt ihren Mann weiter ernst an.

Travis erschrickt, steht auf, geht weg vom Tisch.

Johann nah, die Kamera fährt auf ihn zu.

Wir sehen seinen entsetzten Blick. Er hält ihn einen Moment, - schließt dann die Augen, – wie jemand, der plötzlich Desaster erkennt. Der begreift, dass das Gerüst, in das er seine Welt eingehängt hat, zerstört ist.

Wie jemand, der in einem Augenblick weiss, dass alle Beziehungen, die ihn halten, brüchig geworden sind.

Dass die Beziehung zu seiner Frau in diesem winzigen, leisen, unwiderruflichen Moment von Lüge zu Wahrheit eine Welt glücklicher Unschuld verlassen hat.

Dass die Tür zu seinem Paradies unwiederbringlich zugeschlagen ist.

Er senkt den Kopf.

Dann schreit er Travis an.

Jesus Travis – I leave you alone just one hour….!!!!

Rafaella korrigiert Johanns Vermutung.

Raf:

Mickey told me.

Mickey hat seine Hand so hart um sein Weinglas gekrallt, dass man fürchten muss, es zerbricht.

Johann zu Mickey, er flüstert:

Why did you fuckin´ open your mouth?

Raf gibt nicht nach. Sie insistiert.

zu Johann:

Why did you shoot him?

Johann wirft ihr einen gequält ratlosen Blick zu.

Raf ganz ruhig, sachlich:

Tell me.

Johann versucht zu erklären:

I…. I. I panicked.

Travis kommt zum Tisch zurück. Er will jetzt auch erklären. Er will die Schuld übernehmen.

It was an accident. At the beginning it was an accident and it was my fault..

Raf unterbricht ihn. Leise:

Where are the bodies?

Harte Spannung im Raum. Die Männer extrem beunruhigt. Schuldbewusst. Jeder der drei blickt Raf an, jeder schweigt.

Raf zu ihrem Mann, als hätte sie seine Befürchtung gelesen, gehört, erkannt.

Johann. I love you. That will never change.

Sie blickt in die Runde:

Now – where are the bodies?

Travis:

We decided to – ah – to put them in the river.

Raf:

In the river….?

Johann:

We tied them up with bricks and rope and they were sinking.

Raf: You think that´s enough to keep them down?

Lauter: Are you all crazy? Those bodies will rise. The tide of the boats could loosen them up. Rope will rot.

Mickey, der immer noch versucht hat, sich rauszuhalten:

What are you talking about?

Raf ,ernst, sachlich, kühl:

They still have air in their lungs. Air pockets in their clothing. They were wearing clothing – wheren´t they?

Zu allen:

…Unless they are tied down with something more permanent – cement or chains -eventually they will flow to the surface.

Travis erstaunt – besorgt – unruhig:

She´s right.

Raf Simple physics – Michael.

One mistake and you go down.

Flüstert vor sich hin: Goddammit.

Sie blickt wieder auf.

Has anyone seen you?

Schuss auf Johann. Sein Gesichtsausdruck ist schuldbewusst, bleiern, geprügelt. Seine Stimmung ist so verzweifelt, dass auf uns ein Gefühl überspringt, als begännen unsere Kleider auf unseren Schultern zu verrotten, sich aufzulösen, zu Boden zu sinken.

Raf: We have to fish them out.

Travis, ungläubig: What?

Raf. We can fill the car with bricks and some chains and we need something to fish them out.

Keiner bewegt sich. Keiner will das tun, was offensichtlich nötig ist.

Raf

We have to hurry.

Johann spricht aus, was wir längst sehen. Gequält, leise:

Raf? -… I´m so sorry.

Rafaella sehr ernst, kühl aber nicht abgewandt:

So am I.

Sie erhebt sich.

Rafaella:

Let´s go.

Mickey hat die Arme verschränkt. Er will nicht. Dann folgt er doch den anderen.

Blick von oben auf den Tisch. Alle vier stehen auf. Gehen weg.

Schnitt.

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1998-99 Heino Ferch (im Alter von 36, gespieltes Alter ca. 40) – Johann, Ornella Muti – Rafaella, Steven Waddington – Travis Moore, James Russo – Mickey Vernon, Maximilian von Pufendorf – Johann, jung

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(“Raf? – I´m so sorry. s.a. Szenenstruktur Der geheimnisvolle Schatz von Troja 2007, Szene Privatzelt nach 2. Plot P.: Nachdem die persönliche Welt des Protagonisten zusammengebrochen ist, da ihm ein Gegner einen Fuss gestellt hat. Der weitere geraden Weg ist nun verbaut, sitzt er ebenfalls in seinem privaten Bereich ebenfalls auf einem Stuhl und entschuldigt sich ebenfalls bei seiner Frau: “Es tut mir so unendlich leid….” Die Reaktion der Ehefrau ebenfalls solidarisch-pragmatisch.)

26.8.2007