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Filmszenen I …Raus raus raus raus raus!!!!!!..Samstags wenn Krieg ist Teil 4B. Heino Ferch – Wolf. Regie: Roland Suso Richter 1993-94

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Teaser Film - Samstags, wenn Krieg ist Polizeiruf 110

Bildquelle und Bildrechte bei Süddeutscher Rundfunk (SDR)

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Während er noch Anlauf nimmt, gefährlich böse zu wirken, hat sie, die zierliche Frau, den gut einen halben Kopf größeren Wolf an der Jacke gepackt, ihn gegen die Schrankwand gezerrt und ihm mit dem Unterarm den Kopf an die Wand gedrückt. Ihr Ellbogen presst seinen Kehlkopf.

Die Kommissarin und Wolf Bildquelle und Bildrechte bei Süddeutscher Rundfunk (SDR)

Du glaubst, Du darfst alles, was?

Die Kommissarin Bildquelle und Bildrechte bei Süddeutscher Rundfunk (SDR)

Für Dich gibt es keine Regeln und keine Gesetze. Du darfst Leute beleidigen, Sie verprügeln ihre Gräber schänden, ihre Häuser anzünden…

Wolf lacht Zähne zeigend, und lässt sie nicht aus den Augen, obwohl sie ihn gegen die Wand drückt, dass er den Kopf nach oben weit überstrecken muss.

…dieses Mal seid ihr zu weit gegangen.

Sie lässt ihn los.

Er: …Mann gehst Du ´ran, Mutter….!!

Wolf lacht, saugt sofort wieder an seiner Zigarette. Seine kaltschnäuzige Frechheit löst bei ihr einen Schlagreflex aus.

Sie knallt ihm eine.

Er weiter, dicht über ihr:

..na los,… stehst auf S ad oM a so, was?
…habt ihr hier im Revier auch ´npaar Led er pei tsch en oder sollen wir gleich zu Dir nach Hause gehen….??

Endlich hat sie sich wieder im Griff. Sie tritt zurück.

Kalt. Ruhig:

Ich sag´ Dir, ich kann Dich hier für ´ne Weile festhalten.

Er, süffisant-lasziv langsam:

…Tag ..und …Nacht?…

Der Mann, der draußen gewartet hatte und Ohrenzeuge der Szene war, kommt herein.

Wolf zu ihm: Gut dass Du kommst, Knut, die Mutter macht mich ferrrtichchch…

Der Mann: Ich bin der Anwalt von Herrn Kleinhaupt.

Hier.- Meine Vollmacht.

Die Männer stehen direkt vor der Kommissarin. Wolf saugt Rauch und trinkt sofort weiter Bier.

Die Kommissarin lächelt sarkastisch.

O.k. Eins zu Null für Sie. Dreht sich weg.

Der Anwalt:

Ist das hier üblich, dass unbescholtene Bürger mit heißem Kafee verbrüht und dann verprügelt werden..?

Beifälliges Nicken von Wolf.

Die Kommissarin setzt sich, setzt die Brille auf und liest die Vollmacht.

Der Anwalt:

Ich werde Herrn Kleinhaupt jetzt mitnehmen und sie hören von uns.

Eine Dienstaufsichtsbeschwerde ist das Mindeste…

Wolf grinst, saugt..

Der Anwalt: Von einer Anzeige wegen Körperverletzung können wir vielleicht absehen…

Wolf spuckt wieder einen Krümel, dabei lässt er seine Zunge zwischen den Lippen hervorschnellen, dass es wirkt, als strecke er Vera Bilewski die Zunge heraus.

Das ist endgültig zu viel.

Raus raus raus raus raus!!!!!!

schreit sie.

Die beiden Männer lächeln siegesfroh sarkastisch – und gehen.

Die Kommissarin ist so wütend, dass sie sich wegdrehen muss.

Ende der Szene.

- – -

Achtung Spoiler HTR (der folgende Text kann nur in markiertem Modus gelesen werden)

Wolf spielt auch seinem besten Kumpel, seinem „Stellvertreter“ in der Gang, Siggi, die Geschichte von Gino als Mörder vor.
Yogi aber, der Augenzeuge des Mordes, bringt Siggi durch sein Verhalten unzweifelhaft Beweise, dass Wolf der Täter war.
Im Steinbruch kommt es zum Showdown zwischen Wolf und Siggi.
Wolf geht den eingeschlagenen Weg gerade weiter. Totschlag folgt auf Totschlag.

Mit beiden Händen hat der den Steinhammer, der im nächsten Moment auf Siggis Kopf niedergehen sollte, hoch über sich erhoben, als Vera Bilewskis Schuss aus ihrer Dienstpistole ihn in den Rücken trifft.

Er, der Graue, der Schattenmann, er fällt – wie eine Säule aus Stein.
Siggi überlebt.

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1993-94 Heino Ferch ( im Alter von 30 ) – Wolf Kleinhaupt, Angelika Domröse – Vera Bilewski.

17.5.2007

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Filmszenen I …..daß iss´n Fehler, glaub´ mir…in: Samstags, wenn Krieg ist. Teil 4A. Heino Ferch – Wolf Kleinhaupt. Regie: Roland Suso Richter. 1993-94

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Teaser Film Samstags wenn Krieg ist. Regie: Roland Suso Richter

Bildquelle und Bildrechte bei Süddeutscher Rundfunk (SDR)

…..daß iss´n Fehler, glaub´mir…in: Samstags, wenn Krieg ist. Teil 4A. Heino Ferch – Wolf Kleinhaupt. Regie: Roland Suso Richter. Buch: Klaus-Peter Wolf, 1993-94

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Die Szene. Provokation.

Die Kommissarin Vera Bilewski hat Wolf Kleinhaupt ins Kommissariat einbestellt.

Ein holzgetäfeltes Büro, modern sachlich, Holzpaneele, schwarze Ledersessel.

Bei uns vorne am Schreibtisch die Kommissarin Vera Bilewski (Angelika Domröse), circa fünfzig, dunkles glattes Haar, Kaschmirpullover. Wir stehen hinter ihr und blicken durch die geöffnete Bürotür nach draussen in´s Vorzimmer.

Dort macht gerade Wolf Kleinhaupt einige Schritte auf das Büro der Kommissarin zu, erreicht die Tür.

Auf dem Kommissariat

Er ist in voller „Wichs“: Springerblouson mit Tarnmuster, Springerstiefel, ja sogar pseudomilitärisches Lederkoppel von der Schulter quer über die Brust zum Gürtel – Braunhemd.

Am Handgelenk ein Chronometer, groß wie eine umgebaute Kirchturmuhr. Er hat die Ärmel seiner Springerjacke lässig bis zu den Ellenbogen hochgeschoben, Zigarettenstummel im Mundwinkel, hebt den Kopf, blickt auf alles, was ihm begegnet, von oben herab.

Aus der Gesäßtasche seiner Jeans zückt er eine Bierdose, lehnt sich gelangweilt gegen die Türzarge und zappt die Dose in Richtung Kommissarin auf. Das aggressive Zischen zeigt Wirkung. Vera Bilewski fährt erschrocken von ihrer Schreibarbeit hoch ins´ Stehen.

Können Sie nicht anklopfen?

Wolf bleibt lasziv breitbeinig coglionehaft in den Türrahmen gegossen. Seine Jeans beult aus, als hätte er eine Ratte in der Hosentasche.

Er pocht nebensächlich lässig, aber aufreizend lasziv dreimal an die Holzpaneele des Zimmers, in dem er jetzt eigentlich schon steht.

Die Bierdose schwebt zwischen drei Fingern. Er saugt an seinem obligaten Zigarettenstummel und pufft eine Wolke ins Zimmer.

Ich hab´ ne Einladung.

Ein sofortiger Schluck aus der Dose signalisiert, dass ihn höfliches Benehmen nicht die Bohne interessiert. Er nimmt die Dose herunter und spült das Bier durch die Backen, bevor er sich dem nächsten Zug an seiner Zigarette widmet.

Die Kommissarin deutet auf den leeren Lederbürohochlehner vor Ihrem Schreibtisch, einladende Geste.

Wolf kommt näher. Eine Hand hat den Türflügel hinter sich soweit zugestoßen, dass von draussen kein Blickkontakt mehr möglich ist. Er geht breitbeinig, spuckt dabei mit einer kleinen verächtlichen Spuckbewegung einen Krümel Tabak seiner Selbstgedrehten von der Lippe.

Dabei lässt er die Kommissarin keine Sekunde aus den Augen, als wäre sie eine unberechenbare Gefahrenquelle.

Die Kommissarin schützt sich, sie dreht sich weg, streift ihr dunkles offizielles Jacket über.

Wo waren Sie samstag Nacht zwischen dreiundzwanzig Uhr und zwei Uhr morgens?

Sie setzt sich wieder, ein Knie ragt über die Tischkante. Aus dem Off hören wir Wolf kurz trocken auflachen.
Dann Halbtotale auf Wolf:

…..Mutter! Du hast mich doch nich´ eingelad´n um das rauszufind´n!…

Der Blick der Kommisssarin ist kalt, eisig.

Wolf ganz souverän überheblich, Boss, hat sich in Rücklage in den Sessel hineingegossen, Kopf dominant lasziv erhoben, Zigarettenhand hoch auf der Armlehne aufgestützt, macht er beim Reden kleine freche Schnippbewegungen mit den Fingern.

…außerdem habt ihr doch schon ´n Mörder…

Nimmt lasziv locker einen weiteren Schluck aus seiner Dose.

Schuß auf die Kommissarin. Bilewski:

Frau Kommissarin bitte und dann Sie….!

Sie nimmt ihre Kaffeetasse, stützt die Ellbogen auf den Tisch und versteckt ihr Gesicht hinter der Tasse, die sie mit beiden Händen hochhält.

7.5.2007

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Filmszenen I … is´ doch Einer wie der Andere – alles Pfeifen…in: Samstags, wenn Krieg ist. Teil 3B. Heino Ferch – Wolf. Regie: Roland Suso Richter 1993-94

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Teaser Film Samstags, wenn Krieg ist

Bildquelle und Bildrechte bei Süddeutscher Rundfunk (SDR)

…is doch Einer wie der Andere – alles Pfeifen….in: Samstags, wenn Krieg ist. Teil 3B Heino Ferch – Wolf Kleinhaupt. Regie: Roland Suso Richter. Buch: Klaus-Peter Wolf, 1993-94

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Ein anderer Morgen. Wieder Mal zu Hause.

Der Mann, Rolf, der „Freund“ von Wolfs Mutter Gisela, meckert:

Gisela, der Kaffee ist alle.

Die Mutter zieht den Morgenmantel über, kommt her, greift die Kanne. Wolf steht in der Küche am Buffett. Als sich Gisela herumdreht, stehen er und seine Mutter wieder voreinander, Auge in Auge.

Seine Mutter lächelt ihn an.

Ihr linkes Auge ist blau unterlaufen, ein Hämatom.

Close Up Wolf.

Er sieht sie an – schwarze runde Augen klicken wach in ihr Gesicht. Ekel, Frustration. Wut.

Ach…. Is es mal wieder soweit.

Sie: Ich bin gefallen.

Close up Wolfs Gesicht im Profil, dahinter das Gesicht seiner Mutter.

Wolf blickt nackenstarr auf das Brett, auf dem er etwas schneidet. Giselas Ton war laut, forsch, unterwürfig Frieden suchend.

Wolf: ja…ja…

Er geht weg . Wir sehen, sie blickt ihm nach.

Wolf am Tisch. Zigarette im Mundwinkel, Kopf angehoben, schweigt, halb geschlossene Augen, lasziv.
Er weicht mit dieser Kopfbewegung dem aufsteigenden Rauch aus. Aber sie sieht so gefährlich aus, dass wir sofort weglaufen möchten.

Seine Arme fahren mit schnellen, unberechenbar giftig wirkenden Bewegungen nach vorne aus, ein Messer blitzt auf. Wolf schmiert sich zwar nur eine Stulle. Trotzdem: Jede Bewegung – eine Drohgeste.

Als sein Messer auf dem Brot tanzt, nimmt er der die Kippe aus dem Mundwinkel, öffnet die Augen und fixiert Rolf mit einem langen Killerblick.

Schnitt auf Rolf am Tisch, Wolf gegenüber. Rolf:

..Du glaubst wohl, ich war das…

Noch zwei drei Streichbewegugen. Dann hat der Mann ganz plötzlich das Brotmesser unter der Kinnspitze.

Wolf ist über den Tisch gehechtet und – leise:

Wenn Du sie noch einmal anpackst, schneid´ ich Dir die Eier ab, kapiert?

Starrer Angstblick von Rolf. Die Mutter kommt dazu, versucht abzuwiegeln. Zu Rolf:

Er meint es nich´ so.

Die Mutter setzt sich dazu.

Wolf: Oh doch. Er meint es genau so.

Wolf schmiert weiter, wutgeladen. Er wirkt wie eine Handgranate mit gezogenem Sicherungsstift.

Plötzlich:

Er knallt das Messer in die Butter, dass sie aufspritzt, fährt mit einer blitzartigen Bewegung hoch und schreit den Mann an, dicht vor dessen Gesicht.

Du sollst Deine stinkende Schei..e zuammenpacken und Dich verpissen!!

Wolf umkreist den Tisch.

Jetzt dicht von hinten an Rolf, beugt sich über dessen Schulter. Leise drohend.

Wir stehen hinter Wolf, sehen seine muskelbepackte Schulter von oben: Die Drohung ist alles andere als leer.

Wir umrunden mit Wolf den Tisch. Schnitt von oben auf den verängstigten Mann. Wolf aus zwei Zentimeter Entfernung direkt in das Gesicht des Mannes, ganz ruhig:

Sonst zieh ich dich mit den Füßen voran aus der Bude hier….

Der Mann schluckt.

Wolf starrt ihn noch eine Sekunde drohend in die Pupille, dann richtet er sich auf, wirft seine Kippe in die Kaffeetasse des Mannes. Es zischt.

Schnitt.

Wir hören Wolf weggehen. Blick nach draußen durch die Glaseinlage der Wohnungstür. Wolf rumpelt die Haustreppe hinunter.

Die Mutter hat ihrem Lover beruhigend ihre Hand auf seine Hand gelegt.

Als Rolf Tage später an Wolfs Tür klopft und eine Konfrontation probiert, wirft Wolf ihn kurzerhand endgültig aus der Wohnung.

Er ist dem Mann haushoch überlegen an Kraft, Schnelligkeit , Wut und Intelligenz. Rolf geht tatsächlich. Er wagt kein weiteres Widerwort.

Seine Mutter will nicht allein leben. Lieber irgendwen, als ganz alleine. Sie steht da, im Morgenmantel, weint. Zu ihrem Sohn:

Warum tust Du das?

Sie weint immer mehr. Krümmt sich an der Brust ihres Sohnes zusammen, schluchzt.

Wolf und seine Mutter
Bildquelle und Bildrechte bei Süddeutscher Rundfunk (SDR)

Wolf legt den Arm um seiner Mutter. Drückt sie an sich. Wir sehen seinen Arm, den erhobenen Kopf, dazwischen eingekuschelt der dunkle Haarschopf seiner Mutter, die sich an seiner Schulter festhält wie ein hilfloses Äffchen.

Er tröstet sie

Ha? – is´ doch einer wie der Andere – alles Pfeifen…die Mutter weint jetzt laut,

Wolf nimmt sie jetzt ganz fest in den Arm, drückt ihren Kopf an seine Schulter, umfasst sie, wiegt sie wie ein kleines Kind.

Die Rollen sind vertauscht. Das Kind tröstet den Elternteil, als wäre die Mutter seine Schutzbefohlene.

Seine Stimme ist plötzlich ganz verändert. Ganz und gar.

Es ist die Stimme eines lieben Kindes, eines Jungen, der seine Mutter beschützen möchte und seine Mutter beschützen muß, weil ihr Partner, Walter, Wolfs Vater, dessen Aufgabe das eigentlich gewesen wäre, sich seiner Pflicht entzogen hat.

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1993-94 Heino Ferch – Wolf Kleinhaupt, Wolf-Dietrich Sprenger – Rolf, der Geliebte von Wolfs Mutter, Isolde Barth – Gisela, Wolfs Mutter.

23.4.2007

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