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Filmszenen I …magst Du Kinder?… in: Koma – lebendig begraben. Teil 1. Heino Ferch – Franky. Regie: Uwe Janson 1996-97

27. Februar 2009 · Kommentar schreiben

Teaser Film Koma-lebendig begraben. Heino Ferch - Franky Esche. Regie: Uwe Janson 1996-97

Bildquelle und Bildrechte bei SAT.1 und ndf Neue Deutsche Filmgesellschaft

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Lisa Tannert (Antje Schmidt) und Claire Wischewski (Juliane Köhler) sind Zivilbeamtinnen im Polizeipsychologischen Dienst.

Wir treten an ihre Seite, als die beiden unterwegs zu einem nächtlichen Einsatz sind. Sie sitzen im Fond eines Polizeiautos, Blaulicht blinkt, wir hören die Sirene.

Die beiden indeß sind gut gelaunt, offensichtlich an die schwere und gefährliche Arbeit bei Einsätzen gewohnt. Sie essen noch schnell ein chinesisches To-Go. Man plaudert. Lisa hat bald zehnjähriges mit ihrem Freund Franky – allerdings noch immer keinen Heiratsantrag. Modern eben.

Heute Nacht ist es wieder einmal eine Selbstmordkandidatin. Eine junge Frau, Kindergärtnerin. Name: Mika. Ihr Macker hat sie verlassen. Jetzt will sie nicht mehr. Sie hat sich auf das Flachdach eines Hochhauses gesetzt, ihre Beine baumeln bereits ins Leere. Unter ihren Füßen dreissig Meter Luft. Unten Polizei, Feuerwehr, Schaulustige, ein Sprungtuch ist aufgespannt.

Film Koma-lebendig begraben. Lebensmüde. Blick in die Tiefe

Bildquelle und Bildrechte bei SAT.1 und ndf Neue Deutsche Filmgesellschaft

Im Aufzug nach oben sprechen Lisa und Claire das Zeichen zum Wechseln ab. Durchs Haar streichen bedeutet Platzwechsel Zielperson – Hintergrund.

Die Szene

Lisa, sie hat sich in einigen Metern Entfernung auch auf die Brüstung gesetzt:

Kühl hier oben.

Sie erfühlt den Zustand der Zielperson.

Lisa:

N´Wunder, dass wir nicht besser gegen Kälte gerüstet sind.

Wartet. Beobachtet.

Würd´n wir auf´m Mond leben, würd´n wir jede Nacht erfrier´n.

Mika reagiert, sieht zu Lisa:

Würden wir auf´m Mond leben, wärst Du jez´ nich´ hier, denn dann würde ich springen und davon schweben.

Die Gesprächseröffnung ist geschafft. Ein erster Schritt, Mikas Aufmerksamkeit vom Tiefensog wegzuziehen.

Lisa:

Stimmt. Dann würd´ich sogar mit Dir schweb´n.

Lisa hat eine kleine Schneekugel hervorgeholt. Schüttelt sie. Drin zwei Pinguine.

Sie stellt die Schneekugel auf die Brüstung in die Nähe der Lebensmüden. Ein weiterer Meter näher an die Zielperson.

Lisa:

Das is´ von meiner Tochter.

Mika nimmt das Thema an:

Du hast ´ne Tochter?

Lisa:

Mm.

Wartet.

Zwei. Die eine is neun und die andre sieben.

Sie wartet wieder. Dann, ein Versuch, der schief gehen könnte:

Magst Du Kinder?

Mika sieht über die Stadtsilhouette. Tief unten hören wir den Autoverkehr. Eine Trambahn bimmelt, fährt an. Lisa streckt Mika die Schneekugel auf geöffneter Hand hin.
Lisa streckt Mika a helping hand hin, die Schneekugel ist Tarnung der Geste, die Hilfe bietet.

Mika äugt nach der Kugel.

Sie nimmt sie. Wir sehen, dass Lisa sich freut. Die Zielperson hat etwas von ihr angenommen. Sehr gutes Zeichen.

Sie nutzt den Erfolg für den lebensrettenden Vorschlag:

Was solln wer jez mach´n soll´n wer woanders hingehn und dort weiter red´n?

Bei Dir zu Hause?

Mika wendet sich wieder ab, sieht geradeaus. Leise.

´ch kann nich´mehr. Ich halt´des nich ´mehr aus. Ich hab´Angst, nach Hause zu komm´.

Wenn ich nach Hause komm´dann is´alles.. niemand da.

Er is ´abgehaun. Was soll ich bloß mach´n ohne ihn.

Lisa´s Gesichtsausdruck wird ernst, starr.

Mika:

Keiner der mich umarmt. Kein Kuss.

Wir sehen Lisa aus nächster Nähe. Mika´s Worte scheinen etwas Ungutes bei ihr auszulösen. Sie wirkt abwesend, wie unter einem lähmenden Druck.

Mika:

Allein aufwachen…

Schnitt.

Alles in Blau.

Wir sehen ein vielleicht siebenjähriges Mädchen, blond, schmächtig, ihr dünnes Hälschen ragt aus einem zu großen Pulli, sie lauscht. Sie steht in einem Raum, in dem eine nackte Glühbirne von der Decke baumelt. In Wandregalen stehen gefüllte Einmachgläser.

Eine berserkerhaft wütende Frauenstimme aus dem off:

Du verdammtes Luder!

Wir sehen wieder Lisa.

Blaue Baumkronen kreiseln um ein Zentrum, ein Mensch scheint sich schnell zu drehen und nach oben zu blicken.

Die wütende Frauenstimme:

So ist das, wenn man tot ist!

Dicht vor uns, die Stirn eines Mannes. Er senkt den Kopf, drückt die Augen zu. Unser Blick senkt sich mit dem seinen schnell einen Gewehrlauf entlang. Die Mündung des Gewehres steckt im Mund des Mannes. Er langt nach dem Abzug, drückt ab.

Wir hören einen Knall.

Sehen wieder Lisas Gesicht. Ernst und erstarrt…

Schnitt. Rückblende in blauem Licht.

Ein Kellerraum. Vollgestopft mit Stellagen, Kommoden, Flaschen, Gläsern, Schuhe auf Gestellen. Betonwände. Eine schmale Lichtbahn fällt durch eine Ritze eines geschlossenen Fensterladens vorbei auf den Boden des Kellers.

Der Lichtstrahl trifft das Gesicht des blonden Kindes von vorhin. Es sitzt da, einen Plüschdelfin in den Armen und blickt ins Licht. Seine Haare sind schmutzig und wirr, sein Gesicht dreckverschmiert.

Das Kind ist offensichtlich dort unten eingesperrt.

Wir hören:

Keiner holt mich hier raus.

Wir sehen die Kellertür. Dort steht eine wütende Frau und schlägt uns die Tür vor der Nase zu.

Wieder Lisas Gesicht. Sie ist ganz erstarrt. Kann nicht mehr weiter reden. Sie steht irritiert auf. Weicht zurück. Mika sieht verwundert nach ihr.

Lisa merkt, dass sie einen Ausfall hat. Ihr Blick irrt nach links, nach rechts:

Entschuldigung, ich…

Sie fährt sich durchs Haar. Zeichen für die Ablösung.

Claire erhebt sich.

Mika, völlig aufgeregt, atemlos:

Was will die denn, die soll nich´näher komm´ Die soll abhaun.

Lisa kommt zurück, fasst Tritt. Zu Mika.

Sie kommt nicht. Sie winkt Claire nach hinten.

Ich schick´sie weg.

Wir folgen Mikas Blick in die Tiefe.

Hören Lisas Stimme:

Es ist alles in Ordnung.

Sie geht weg.

Ich bleib´ bei Dir.

Sie sieht sich noch einmal nach Claire um.

Wendet sich wieder zu Mika.

Ruhig:

Es ist alles in Ordnung.

Ein Polizeihubschrauber schießt über die beiden hinweg, bleibt über ihnen in der Luft stehen. Irritation. Beide blicken nach oben. Mika entgleitet die Schneekugel, das Spielzeug fällt in die Tiefe. Zeitlupe. Wir sehen, wie Mika auf den Dachrand zuläuft. Die Laute der Rotorblätter klingen wie schneller Herzschlag.

Plötzlich fasst eine Hand Mika von hinten am Hals, zieht sie zurück. Lisa hat reagiert. Zieht Mika rückwärts. Dort warten Feuerwehrleute.

Aktion beendet.

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1996-97 Heino Ferch (im Alter von 33) – Franky Esche, der Falkner, Lisas Lebenspartner; Antje Schmidt – Lisa Tannert, Franky´s Lebenspartnerin, Juliane Köhler – Claire Wischewski, Lisas beste Freundin und Kollegin im Sondereinsatzkommando, Michael Mendl – Arzt in der Universitäts-Poliklinik Nussbaumstrasse München.

Kommentar 1:

a. Situation nächtl. Polizei-Sondereinsatz gute Laune, die anderen Polizisten holen die beiden als letzte Lösung: s.a. Todfeinde. Max (Heino Ferch ) und Nico (Tobias Moretti) bei ihrem nächtlichen Einsatz, ebenfalls am Film-Anfang.

b. Lebensmüder auf dem Dach, Freund redet ihn weg: s.a. Auf ewig und einen Tag . Gregor steht mit Selbstmordabsicht auf dem Flachdach des Hochhauses, Jan sitzt bei ihm, wird ihn davon abhalten, zu springen. Ähnlich auch die visuelle Umsetzung: Hochhaus, Flachdach, die rote Beleuchtung des Helfers.

Auf ewig und einen Tag Jan rettet Gregor vom SelbstmordKoma - lebendig begraben. Lisa rettet Mika vor dem Selbstmord

Bildquelle und Bildrechte bei d.i.e. Film GmbH für arte ZDF und

Bildquelle und Bildrechte bei SAT.1 und ndf Neue Deutsche Filmgeselschaft

c. Die Situation des eingesperrten Menschen, der ins Licht als Hoffnung blickt s.a. Der Schutzengel. Marc Bittner in der Zelle. „Licht!

- – -

offtopic Filmempfehlung Gregori Dérangère (der Aramis aus „D´ARtagnan und die drei Musketiere) siehe am Ende der Episode.

7.7.2008

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Filmszenen I …ich rette Dich!… in: Koma – lebendig begraben. Heino Ferch – Franky Esche. Teil 2. Buch und Regie: Uwe Janson 1996-97

27. Februar 2009 · Kommentar schreiben

Teaser Film Koma-lebendig begraben. Heino Ferch - Franky Esche. Regie: Uwe Janson 1996-97

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…ich rette Dich!… in: Koma – lebendig begraben. Teil 2. Heino Ferch – Franky Esche. Buch und Regie: Uwe Janson 1996-97

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Bildstrecke  Fotostills von L. Trümper Koma Heino Ferch->

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Rückblende: alles in Blautönen.

Das kleine Mädchen schaukelt im Garten auf einer Schaukel. die Schaukel ist am Ast eines großen alten Baumes befestigt.

Es springt ab, läuft den Gartenweg entlang, singt vor sich hin.

Dann blickt es in das Wohnzimmerfenster hinein.

Uns irritiert ein schwer saugendes Atemgeräusch.

Schnitt.

Zwei Menschen, n a. k t, jung, schön, geschmeidig, in einem Liebesakt auf dem weichen Teppich des Wohnzimmers.

Schnitt auf das Kind. Es steht außen vor den wandhohen Glasfenstern des Wohnzimmers, eine Hand am Glas der Scheibe und blickt auf das Liebespaar.

Die Frau, mitten im Akt, wirft einen Blick nach dem Wohnzimmerfenster, sieht das Kind.

Schnitt auf das Mädchen, es blickt immer noch auf die beiden, wir hören das schwere Atmen der Frau, erregt, sie stöhnt im Rhythmus der Stöße des Mannes über ihr.

Schnitt.

In Farben.

Lisa ohne Kleidung sitzt zu Hause in ihrem Haus auf dem WC-Sitz.

Sie bedeckt ihr Gesicht mit den Händen. Blickt vor sich hin. Wir verstehen, sie erinnert sich.

Das Mädchen ist sie selbst.

Lisa ! hören wir

Schnitt.

Alles in Blau.

Lisa!

Ein Mann Mitte dreissig, kariertes Hemd, Schiebermütze, schwarzes Bauernwestchen, wohl ein Arbeiter oder Bauer, läuft durch den Garten. Im Hintergrund am Schopf sehen wir Feuerholz aufgestapelt, Fahrräder, Mopeds: ein Haus auf dem Land.

Der Mann bückt sich.

Hopp!

Als er wieder aufsteht, ist ihm sein Töchterchen in den Arm geflogen, er hebt sie hoch, lacht vergnügt.

Augen zu!

Die beiden gehen einige Schritte am Schuppen vorbei, sind jetzt vor der Wohnzimmerfront.

Er stellt sie wieder auf den Boden.

Guck mal, was ich Dir mitgebracht hab!

Das Kind:

Komm Papa, spiel mit mir!

Plötzlich dreht sich der Mann vom Kind weg, lässt es hinter sich. Aus dem Augenwinkel hatte er im Wohnzimmer etwas wahrgenommen. Er geht von uns weg, näher an das Fenster heran. Wir sehen gerade noch seine ruckhafte Bewegung, als würde er erschrecken.

Schnitt.

Zwei Hände laden eine Flinte durch. Wir sehen sofort am karierten Hemd und der Weste, dass es die Hände von Lisas Vater sind.

Sein Gesicht nah, verhärmt, verarbeitet, Bartstoppeln, ein Mann, der offensichtlich kein leichtes Leben geführt hat. Er ist atemlos erregt, der Mund geöffnet.

Schnitt.

Die Beine des Mannes. Er geht schnell, wir sehen den Lauf des Gewehrs. Er stößt eine Tür auf. Die Terrassentür.

Wir draussen, beim Kind, es ist seinem Vater hinterher gegangen.

Ein Mann schreit:

Lass sie los!

Eine Frauenstimme kreischt, überschlägt sich:

Lass ihn in Ruhe, verschwinde!

Sie gibt einen Schrei von sich. Das Mädchen ist an der offenen Terrassentür angekommen, es hat einen Plüschdelfin in den Armen.

Wir stehen mit dem Kind an der Terrassentür, blicken hinein.

Ein Knall.

Dem Mädchen fliegt etwas ins Haar, ein Luftstoß, und: Blut.

Ein na . k ter Mann fällt direkt auf uns zu, vor unseren Füßen schlägt sein Kopf am Boden auf.

Schnitt.

Wir sehen, wie das Mädchen am Schuppen vorbei vom Haus zu Wiese und Waldrand wegrennt.

Schnitt.

Die na . kt e Frau hat sich eine Decke vor den Leib gezogen, versucht, durch die Terrassentür nach draussen zu fliehen.

Der Vater steht immer noch mit dem Gewehr im Anschlag vor seinem toten Opfer.

Schnitt.

Das Kind im Keller. Es hat sich dort hinter den Kartoffelsäcken versteckt.

Der Vater nah. Er öffnet die Tür, kommt herein, erregt, immer noch offener Mund.

Er setzt sich. Wir wissen, er hat sein Töchterchen nicht bemerkt.

Ohne zu zögern beugt er sich über den Gewehrlauf, langt nach dem Abzug und drückt ab.

Mit dem Knall kehren wir in die Gegenwart zurück. Alles wieder in Farbe.

Lisa als erwachsene Frau, heute, unter der Dusche. Sie steht mit dem Rücken zu uns unter den Wasserstrahlen, wir haben den Eindruck, sie will sich das Erlebte vom Leibe spülen lassen vom Wasser, das wärmt und reinigt.

Lisa nah. Sie dreht ihr Gesicht in den Wasserschwall. Wischt sich über die Haare, die Wangen, schließt die Augen, - öffnet sie wieder.

Rückblende. Alles in Blau.

Eine blonde Frau im Schlangendruck-Twiggy-Minikleid mit Flower-Power-Halsketten zerrt das Mädchen herunter zu uns. Die Kellertreppe herunter.

Jetzt wirst Du sehn, was Du Deinem Vater angetan hast.

Das Kind wehrt sich, versucht, sich am Handlauf festzuhalten:

Nein, Mama! Es tut mir…

..wir verstehen kaum…

…weh…

Du Miststück! schreit die Frau.

Du falsches Luder!

Sie stößt das Kind in einen Vorratsraum. Eine na c kt e Glühbirne hängt von der Decke.

Hasserfüllt:

So hat´s Dein Vater jetzt. So ist es, wenn man tot ist!

Sie starrt zu uns nach unten, packt die Kellertür, schlägt sie zu.

Schnitt. Heute.

Lisa nah. Sie hat sich zur Wand gedreht, fährt sich unter dem Rieseln, dem Wasserstrom durch das Haar. Senkt den Kopf.

Etwas Dunkles bewegt sich durchs Bild. Ein Arm. Eine Sekunde später verstellt ein zweiter Kopf und Rücken den Blick auf Lisa.

Franky ist zu ihr in die Dusche gekommen, schmiegt sich von hinten an sie und führt ihre Arme um seinen Hals.

You are my lucky star

hören wir seinen weichen Bariton.

Lisa erwacht. Küßt ihn.

Du siehst aus wie ein Engel!

sagt sie.

Du rettest mich!

Franky nimmt ihre Worte auf:

…ich rette Dich…

sagt er, verliebt, verspielt.

Beide wissen noch nicht, dass aus dem Spiel bald mehr als ernst wird. –

Ein Engagement bis an die Grenze des Erträglichen.

Schnitt.

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1996-97 Heino Ferch (im Alter von 33) – Franky Esche, Lisas Lebenspartner seit zehn Jahren, Antje Schmidt – Lisa Tannert, Franky´s Lebenspartnerin und Mutter der beiden gemeinsamen Kinder, Jochen Nickel – Lisas Vater, der Selbstmörder.

Kommentar 1:

Das Lied You are my lucky starist ein Song aus dem Film „Singin´in the rain mit Gene Kelly . Look & Listen auf youtube.de-> und führt weiter: you are my lucky charm (Glücksbringer). Dieses Lied kündigt Lisas Hoffnung während ihres kommenden Kampfes an.

Gene Kelly war eines der frühen Film-Vorbilder für HF. (Quelle: filmportal.de)

Kommentar 2:

Lisa ohne Kleidung sitzt zu Hause in ihrem Haus auf dem WC-Sitz und erinnert ihr Kindheitstrauma von Vater und Mutter. (s.a. Auf ewig und einen Tag, 2006: Na . kt auf dem WC Sitz erfährt Gregor traumatisierende Zusammenhänge über seine Eltern, seinen Vater)

Kommentar 3:

Das Kind schaukelt, Symbol für Sorglosigkeit. s.a. Es geschah am hellichten Tag (kurz zuvor, 1996-97) : Das potentielle Opfer, das kleine Mädchen Annemarie, schaukelt im Garten: ebenfalls Symbol von Sorglosigkeit und Ahnungslosigkeit.

Kommentar 4:

Die Zuflucht zum Wasser in seiner reinigenden und wärmenden Kraft nach verstörenden Erlebnissen in der visuellen Umsetzung als Dusch- oder Waschszene bleibt in HF-Filmen, m.E. ein Topos. (z.B.: Gefährliche Verbindung, Deutschlandlied, Der Tunnel, Le Lion, Das Konto, Die Mauer-Berlin 61) Was, nur Gelegenheit HF ohne Klamotten zu zeigen? …wie Sie meinen, wir sehen das anders…

- – -

Foto Franky Esche – Heino Ferch – Filmstill Koma-lebendig begraben->

offtopic in eigener Sache.

Wir sind überrascht, wie zeitsensibel unser Publikum mittlerweile, nach 3,5 Jahren online, reagiert. Wir konnten den zweiten Teil der Story schon gestern fertig- und ins Netz stellen. Die Besucherzahlen sind SOFORT, gestern Abend noch, hochgeschossen. Der Film stößt – den Zugriffszahlen nach – auf hohes Interesse…

Unserer Meinung nach wird er trotzdem nicht mehr im Fernsehen gezeigt werden, er ist – wie so viele Filme der Neunziger – zu langsam für den heutigen Geschmack geschnitten und in der Kameraführung nach heutigen Gewohnheiten (trotz Kamera Hagen Bogdanski) nicht variantenreich genug.

Die Szenen im Zwischenreich zwischen Leben und Tod würden heute mit Filmtrick veredelt werden, statt nur mit Licht.

Die sehr intensive Beschäftigung mit einem einzigen Problem überfordert die Aufmerksamkeitsspanne heutiger Zuschauer. Der Film steht in enger Beziehung zu „Das Baby der schwangeren Toten – mein Kind soll leben.

semi-offtopic

…und im August geht´s dann an´s Eingemachte:

Und alles liest, ich weiß, den Pufendorf; – Dorfrichter Adam.

Ja.

Wir haben sie.

Die DVD von „Der zerbrochne Krug, TV-Verfilmung des Stückes von Heino, quatsch, Heinrich von Kleist mit:

Heino Ferch als Ruprecht. – the missing link zu zwei frühen Filmrollen…und so weiter, zum Beispiel: Der Anwalt und sein Gast….

13.7.2008

Kategorien: Koma - lebendig begraben
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Filmszenen I …ich fühl´ Franky gar nicht mehr…in: Koma – lebendig begraben. Teil 5. Heino Ferch – Franky. Regie: Uwe Janson 1996-97

27. Februar 2009 · Kommentar schreiben

Teaser Film Koma-lebendig begraben. Heino Ferch - Franky Esche. Regie: Uwe Janson 1996-97


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Sie kennen Frau Tannert, sagt der Arzt zu Franky. Ich glaube, Sie können ihr im Moment mehr helfen, als wir.


Die Szene


Wir sind in Lisas Krankenzimmer.


Wir stehen nicht neben ihrem Bett, nein wir blicken von oben hinab auf das Krankenbett von Lisa. Es ist das einzige in dem großen leeren Zimmer und steht mit dem Kopfende zum Fenster.


Die frühe Abendsonne dringt durch die quergestellten Lamellen der Jalousie und wirft goldene Muster auf Wand und Boden.


Lisas Geburtstags-Strauss, rote Rosen, steht noch auf ihrem Nachttisch, ein Radio, ein Mobile mit ihren Lieblingstieren, Delphinen, hat Franky über ihr Bett gehängt – und die bunten Zeichnungen ihrer Töchter an die Wand geheftet.


Ein Tropf steht neben dem Bett und die enervierenden Quittungstöne des Pulszählers zerhacken den Fluss der Zeit in das Tropfen von Stille und Ton, Stille und Ton, Stille und Ton.

Franky ist bei ihr, bei ihrem Bett.


Wir sehen in Überblendungen, wie die Zeit vergeht, scheinbar Stunden und Stunden. Nichts geschieht, nur die Quittungstöne zählen ungerührt weiter.

Film Koma - lebendig begraben. Copyright Lichtbildwerk Laurent Truemper alle Bilder von Laurent Truemper unter: http://www.ltrumper.de/still/bild_koma_01.html

Film Koma - lebendig begraben. Copyright Lichtbildwerk Laurent Truemper alle Bilder von Laurent Truemper unter: http://www.ltrumper.de/still/bild_koma_01.html

Franky lehnt jetzt am Kopfende von Lisas Bett und blickt durch die halbverschattete Jalousie hinaus ins Licht.


Franky nah. Er hat schon lange aufgehört zu denken, sieht nur aus dem Fenster in die Welt draussen. Selbstvergessen pfeift er leise den Refrain:


You are my lucky star

…wherever you may are…


Überblendung ins very close up auf Lisas starr aufgerissenes Auge. Ihre Augen sind permanent ohne Lidschlag so weit geöffnet, dass die Pupille frei steht. Sie wirkt so, als wäre sie im Schreck erstarrt.


Aus dem Winkel ihres Auges rollt eine Träne langsam über die Wange und tropft aufs Kissen.


In diesem Gesicht, das starr und tot scheint, ist die Bewegung des klaren Wassers der Träne Lebenssignal und auch ein Zeichen von Traurigkeit. Als würde Lisa auf den Text des Liedes reagieren. Die Träne, – sähe Franky sie nur, – könnte bedeuten, dass Lisa ihn gehört hat.


Schnitt. Wir stehen am Kopfende des Bettes, sehen Lisas Haar auf dem Kissen ausgebreitet, am Fußende liegt Frankys Wildlederjacke über dem Bett.


Seine Hand schlüpft ins Bild, greift nach der Jacke. Dann sehen wir ihn ganz.


Er wendet uns den Rücken zu, während er seine Jacke überstreift. Er öffnet die Tür, geht hinaus, ohne sich noch einmal zu uns umzudrehen.

Er hat den Raum verlassen, Lisas Reaktion nicht mehr bemerkt.


Schnitt.


Dunkelheit, Lisa in ihrer Kleidung vom Unfalltag. Die Kleidung ist unbeschädigt. Von draussen kommt ein helles Licht, streift Lisa und Claire.

Lisa tanzt glücklich, sie dreht sich im Kreis zu Franz Schuberts „Auf dem Wasser zu singen “.


Ach, es entschwindet mit tauigem Flügel; Mir auf den wiegenden Wellen die Zeit; Morgen entschwindet mit schimmerndem Flügel; Wieder wie gestern und heute die Zeit, Bis ich auf höherem strahlendem Flügel; Selber entschwinde der wechselnden Zeit…“

Claire faßt Lisas Hände, beide bilden ein Karussell, drehen sich schnell im Kreis.


Später.


Lisa lauscht. Claire steht jetzt neben ihr. Lisa lacht nicht mehr. Sie sagt:


Irgendwas stimmt nicht. Ich fühl´ Franky gar nicht mehr.


Claire, ernst und drängend:


Du musst Abschied nehmen.

Es ist Zeit.


Lisa lächelt, umkreist Claire, bleibt in ihrem Rücken stehen:


Ich hab´ Dir schon gesagt, ich komm´ nich´ mit…


Claire, ernst und traurig:


Du quälst Dich und die anderen.

Lass´endlich los.!

Irgendwann musst Du es akzeptieren.


Lisa zögert, betrachtet Claire, will über ihren Kopf streicheln, zieht aber die Hand wie erschrocken zurück.


1996-97 Heino Ferch (im Alter von 33) – Der Falkner Franky Esche, Lisa´s Lebenspartner, Antje Schmidt – Lisa Tannert, Juliane Köhler – Lisas Freundin Claire Wischewsky, Jürgen Tarrach – Ben, Frankys Mitarbeiter und Freund der Familie, Ulrike Panse – Mika

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