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Filmszenen I …und was wird mit meinen Leuten? in: Gefährliche Verbindung. Teil 2. Heino Ferch – Andy Fischer. Regie: Uwe Janson 1993

Teaser Film Gefährliche Verbindung. Heino Ferch - Andy Fischer. Regie: Uwe Janson 1991

Bildquelle und Bildrechte bei arte/ZDF.

Filmszenen I …und was wird mit meinen Leuten? …in: Gefährliche Verbindung. Teil 2. Heino Ferch – Andy Fischer. Regie: Uwe Janson 1993

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Vor der Szene.

Für den verstorbenen Uli Fenske wird Andy Fischer (Heino Ferch) für seine Schicht übergangsweise zum Vertrauensmanndes Betriebsrates gewählt.

Andy ist zwar nur Chemiearbeiter in Wechselschicht, – aber er hat einen hellen Kopf. Einige Jahre war er auf dem Gymnasium. Daher hat er auch den Spitznamen Professor. Warum er vomGymmi geflogen ist, erfahren wir nicht genau. Klar ist, dass es wohl nicht anden Noten lag.

Auf dem Gymmi war auch RegineKiefer, die Tochter des Betriebsratsvorsitzenden der KOMEC AG. Die Jungs nannten sie damals Prinzessin.

Du warst unsere schönePrinzessin.. sagt Andy.

Inzwischen hat Regine Chemie studiert, war ein Jahr in Amerika und macht jetzt ein Praktikum in den Labors der KOMEC AG.

Regine weiß, was sie will. Beruflich – und auch privat.Karriere in Stanford und einen ordentlichen Freund. Ihre alte Bekanntschaft mit Andy frischt sie schnell und zielbewusst auf. Sie will den jungen sympathischen Mann und bekommt ihn auch.

Gefährliche Verbindung Andy und Regine schwimmen (Heino Ferch Jennifer Nitsch)

Bildquelle und Bildrechte bei arte/ZDF

Man geht eine Kleinigkeit essen, fährt zusammen Motorrad, geht tanzen und nachts noch zum Schwimmen.

Anderntags muss Regine an der Seite ihres Vaters Repräsentationsaufgaben erfüllen.

Der Empfang der der neugewählten Betriebsräte plus Kiefer als wiedergewähltem Vorstand stehtan. Regine fürchtet Tod durch Langeweile mit Deutschem Markensekt und bittet Andy, sie abends aus der Veranstaltung loszueisen.

Das lässt sich machen! meint Andy.

Gefährliche Verbindung Regine Kiefer, ihr Vater, Mitte Dr. Schwarz, der Konzernchef, hinten Andy (Heino Ferch)

Bildquelle und Bildrechte bei arte/ZDF

Zufällig steht Andyneben Regine, als diese von ihrem Vater dem Konzernvorstand Dr. Schwarz vorgestellt wird. Die Situation ist so geartet, dass es eine Notwendigkeit höflichen Benehmens ist, Andy ebenfalls Dr.Schwarz und Kiefer sen. vorzustellen.

Regine kann sich mit Andys Unterstützung aus der Veranstaltung absentieren und lädt ihn in dieser Nacht zum ersten Mal zu sich nach Hause ein.Regine geht, Andy soll nachkommen.

Als Andy wenige Minuten später in die Waschräume geht, um ineiner WC-Kabine seine Kleidung von offiziell auf privat zu wechseln – wird er ungewollt Zeuge eines unglaublichen Gesprächs zwischen Dr. Schwarz und Kiefer.

Die Szene.

Wir sehen Andy von oben in der Kabine. Er hat einePlastiktüte mitgebracht, der er die Wechselkleidung entnimmt. Er knöpft sein Oberhemd auf, zieht es aus. Wir hören, dass die Tür zu den Waschräumen geöffnet wird. Musik dringt aus dem Saal herein.

Schnitt. Wir vor den Waschbecken.

Wir sehen, wer hereingekommen ist. Dr. Schwarz und Betriebsratsvorsitzender Kiefer.

Dr. Schwarz ist gut gelaunt, hält Kiefer seine Zigarettenpackung hin.

Kiefer Ne, Danke.

Schwarz nimmt sichselbst eine Zigarette, Kiefer gibt  Feuer.

Dr. Schwarz zieht Glut an, nimmt einen tiefen Zug aus derZigarette und atmet den Rauch genießend aus.

Dr. Schwarz Danke!

Kiefer wartet. Dann:

…und?

…was is?

Dr. Schwarz

Herr Kiefer, – Schwarz wirkt, als hätte eretwas Unangenehmes mitzuteilen – nächste Woche kommt es ganz auf Sie an.

Kiefer begreift nicht. Lächelt ein wenig verständnislos.

Kiefer

Wieso auf mich?

Dr. Schwarz, sehr ernst:

Weil wir nur einstimmig über die Hexachlorphenolproduktion beschließen können.

Kiefers Lächeln erstarrt.

Kiefer

Sie wollen also ohne Katalysatoren weiter machen?

Schnitt

Wir sehen Andy. Er ist mit den Armen in ein weißes T-Shirt geschlüpft, will sich das Shirt gerade über den Kopf ziehen, hält aber inne. Wir verstehen, er hört jedes Wort, das da draussen vor den Spiegeln der Waschbeckenreihe gewechselt wird.

Wir lauschen mit ihm. Im off:

Dr. Schwarz

.. von Wollen kann  keine Rede sein. Wir müssen.

Andy taucht mit dem Kopf in den Halsausschnitt, das Shirt gleitet über seine Schultern. Andy hält wieder inne. Er lauscht.

Dr. Schwarz:

..uns fehlen die Netze.

Kiefer ..aber es war doch von einer zweimonatigen Lieferfrist die Rede.

Schnitt. Wir wieder vor Kiefer.

Aus der Zigarette von Dr. Schwarz steigt weißer Rauchnebel vor Kiefer auf.

Kiefer zu Dr. Schwarz:

Die Zeit istabgelaufen.

Dr. Schwarz:

Zwei Monate für denFall, dass unsere Bestellung auch wirklich bearbeitet wird.

Sie wissen – Schwarzhebt die Hand, deutet auf Kiefer – nurdie Japaner können Molybdännetze herstellen – und die wissen das auch.

Kiefer zieht die Brauen zusammen, presst die Lippenaufeinander. Er ahnt, was wohl kommt.

Dr. Schwarz

… ich habe nämlich heute erfahren, das Makachito Industries die gesamte Jahresproduktion geordert hat. Die ham nich geschlafen. ….und die steigen gerade in unsern Markt ein.

Tür geht auf, laute Musik schwallt herein. Kiefers Blicklauert zur Tür. Er wendet sich schnell ab. Dieses Gespräch zwischen Betriebsratund Konzernvorstand existiert nicht.

Wir im Kabinenraum, sehen einen Mann auf uns zu zu den Kabinen gehen.

Andy kommt ihm entgegen, jetzt im weissen T-Shirt, Schal,Jacke.

Er presst sich an die Wandzunge zwischen Kabinen- und Waschbeckenraum. Lauscht. Nah. Er dreht sich vorsichtig nach hinten und wagt einen schnellen Blick auf die beiden Belauschten.

Dr. Schwarz duzt Kiefer jetzt. Beschwörend:

Heinz. Der Konzern verliert jeden Tag eine halbe Million, wenn wir nicht im alten Stil weiterproduzieren. Wir müssen handeln.

Wir sehen die Beiden im Spiegel.

Kiefer

…was heißt das?Handeln?

Dr. Schwarz leise, nur für Kiefer:

Wir werden für eine begrenzte Zeit – bis wir neue Netze bekommen – das Nicht-Katalytische Verfahren weiter benutzen.

Kiefer scheint nicht glauben zu können, was er hört. Dann,pseudofreundlich – eigentlich ironisch:

Sag mal.. und was wirdmit meinen Leuten?

Dr. Schwarz atmet genervt aus, springt innerlich zurück in Distanz, verschanzt sich hinter der Anrede in Sie-Form:

Für Ärger sind SIE zuständig.

Er stupst Kiefer mit der Zigarettenhand an. Wieder steigt Rauch auf.

Dr. Schwarz

Bis Mittwoch.

Schon ist er weg.

Kiefer

Moment Mal, ich…

Schwarz dreht sich zurück.

Schnitt auf Andy. Er lauscht hoch aufmerksam.

Dr. Schwarz wieder dicht vor Kiefer:

Die Geschichte von dem Jungen Mann eben, ich meine das mit den Schutzanzügen.

Beschwörend:

Das macht doch die Leute nur nervös…!!!.

Kalt:

Bringen Sie das wieder in Ordnung.

Schwarz öffnet die Tür und geht. Kiefer folgt.

Schnitt auf Andy.

Er denkt, begreift Zusammenhänge. Wirkt ziemlich bestürzt.

Wir erinnern uns: Hexachlorphenol erzeugt beim Erhitzen das in winzigsten Dosen tödliche Gift Dioxin.

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1992 – 1993 Heino Ferch (im Alter von 29) – ChemieschichtarbeiterAndy Fischer, Günter Lamprecht – Betriebsratsvorsitzender der KOMEC AG, PeterSattmann – Vorstandsmitglied der KOMEC AG Dr. Schwarz, Jennifer Nitsch (+2004)– Regine Kiefer.

Kommentar 1:

s.a.Die nächtliche Schwimmszene, die das Paar erotischzusammenführt, wiederholt sich in abgekürzter Form (indoor statt outdoor) in Winterschläfer (1997).

s.a. Wechsel des Vorgesetzten mit einem Abhängigen zwischen Du und Sie – wie er´s gerade braucht – in : Wer Kollegen hat, braucht keine Feinde: Mark Heller (Hans-Werner Meyer) im Gespräch mit Georg Meier (Heino Ferch)

s.a. Wichtige Dinge, die lebensentscheidende Konsequenzen haben, werden im Waschraum eines öffentlichen Gebäudes “ausgeredet”: s.a. Auf ewig und einen Tag: schicksals-entscheidendes Gespräch zwischen Vater und Sohn (Henry Hübchen und Fritz Karl) im Waschraum des Waldorf – Astoria.

Kommentar 2: Ob der Film noch einmal gesendet wird? Unseres Erachtens auf gar keinen Fall. Erstens wird ausführlich gesetzwidriges Motorradfahren, nämlich ohne Helm, gezeigt, zweitens ist der Schnitt-Rhythmus aus vor-VIVA-Zeiten, also sehr langsam, man müßte schneller nachschneiden, dann allerdings wird der Film zu kurz. Zu seiner Zeit allerdings bekam der Film eine Adolph-Grimme-Preis-Nominierung (1994) .

Kommentar 3:

(………?)

Wie, was, ..Fragen zu Filminhalten oder Filmfiguren?

(…!)

Die Figur erzählt alles über sich, was wir wissen müssen. Was sie nicht erzählt, müssen wir nicht wissen.

..ich frage Picasso ja auch nicht, was er sich bei den Demoiselles D´Avignon gedacht hat. Das Bild spricht doch. Man muss nur lesen. Bild – Bildsprache. Film – Filmsprache.

Was hat Picasso noch gleich geantwortet, als er doch die berühmte wie blöde Frage gestellt bekam: ..und was hat sich der Künstler dabei gedacht? Er sagte:

Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose.


(………….Rose)

Genau.

- – -

offtopic

Season´s Opening Polo Heino Ferch Marie-Jeanette Ferch Polo

Polo in Timmendorfer Strand->

Zwei Spieler pro Team – TV-Star Heino Ferch spielt zusammen mit Ehefrau Marie Jeanette –demonstrieren hohes Können, Fairness, Teamgeist und Einigkeit zwischenMensch und Pferd.

Beach-Polo am Timmendorfer Strand erstes Maiwochenende:

www.beachpolo-timmendorfer-strand.de

C Homepage Beachpolo Timmendorfer Strand

Die Teams->

5.5.2008 Spielergebnisse:

Siegerfoto Polo Timmendorfer Strand

Bildquelle und Bildrechte pace-magazin.com

Fotostrecke Spiel ->

Foto Heino Ferch auf stern.de->

und offtopic

Season´s Opening Slackline bei uns gegenüber am Kinderspielplatz->

25.4.2008

Filmszenen I …fass´ ihn nicht an!!! in: Gefährliche Verbindung Teil 3. Heino Ferch – Andy Fischer. Regie: Uwe Janson, 1990-91

Teaser Film Gefährliche Verbindung. Heino Ferch - Andy Fischer. Regie: Uwe Janson 1991

Bildquelle und Bildrechte bei arte/ZDF

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Vor der Szene

In der Produktion.

Wir erinnern uns. Das Nicht-Katalytische Verfahren wird weiter benutzt. Nicht katalytisch bedeutet: die chemische Reaktion kann nur unter Zufuhr hoher Temperaturen ablaufen. Hohe Temperatur entsteht nur unter hohem Druck. Hohe Temperaturen erzeugen tödliches Dioxin.

Die elektronischen Temperaturanzeiger an den Druckkesseln wurden zurückgetauscht gegen – ungenauere – mechanische.

In der Nachtschicht zuvor war improvisiert worden. Die Materialausgabe hatte Bolzen mit Linksgewinde geschickt. Unbrauchbar. Die Schicht muss produzieren. Also waren die Druckkessel mit Bolzen verschlossen worden, deren Rechts-Gewinde provisorisch in Handarbeit geschnitten worden waren.

Die Szene

In der Produktion. Kessel, ein Gewirr aus Rohren, Steigleitungen, Anzeigeuhren, Lärm, eine halboffene Galerie, Boden aus Metallgittern.

Ein Arbeiter überprüft den Druck an den Kesseln.

Wir sehen: 5 bar.

Andy ist in der Nähe, er bringt gerade Material.

Insert auf ein Druckventil. Es platzt. Giftgelbe Flüssigkeit spritzt massenhaft heraus.

Wir hören einen mörderischen Schrei. Dann Halbnah.

Der Arbeiter, der die Druckanzeige abgelesen hatte, steht genau unter dem Ventil. Die giftgelbe Flut, kochendheiss, überschüttet ihn wie der Strahl eines Wasserwerfers. Der Mann schreit und schreit.

Andy nah. Panik. Hölle Hölle.

Thomas!

Schreit er.

Blick zu Thomas. Die giftgelbe Flut schwallt weiter über den Mann.

Andy rennt zum Steuerbord und dreht den Durchlaufdruck herunter.

Wir sehen Thomas, wie er sich unter der kochenden Flut windet, schreit und schreit. Immer noch überflutet die giftgelbe Brühe Gesicht und Körper.

Jetzt liegt er am Boden. Verliert das Bewusstsein.

Die Alarmsirene gellt schrill.

Andy rennt heran, zieht Thomas am Arm aus dem kochendheissen Giftwasserfall.

Er packt ihn unter den Achseln und schleift ihn zur Notwaschstelle. Der Vorarbeiter und ein zweiter sind herbeigerannt. Wir hören Warnungen. Andy soll irgendwas.

Jetzt ist er unter der Notdusche angekommen, zieht an der Kette. Kühles Frischwasser duscht auf Andy und den Bewusstlosen herab.

Wir hören von Andy:

Lass mich!

Stephan ist herbeigerannt, der Vorarbeiter Storck ruft über Funkgerät Hilfe herbei. Stephan starrt entsetzt auf Andy und den schwer Verletzten, will sich herunterbeugen, helfen.

Der Vorarbeiter reisst ihn zurück, brüllt:

Neiin – fass sie nicht an!

Fass sie nicht an!!!

Er reisst Stephan hinter sich zurück und starrt entsetzt und atemlos auf die grausige Pietá vor ihm.

Andy – das Wasser schwallt in dickem Strahl auf ihn herab – fährt hoch:

Warum soll ich ihn nich´ anfassen?

Keine Antwort.

Nochmal:

Warum nich´??

Der Vorarbeiter, er brüllt:

Mensch, das weißt Du doch ganz genau!!

Andy:

Was ist überhaupt mit euch los? - - Machs Maul auf, Du feiges A…ch!

Storck steht versteinert, die Augen weit aufgerissen.

Er starrt auf Andy ´s Hand. Andy folgt dem Blick, hebt die Hand. Er sieht etwas, das ihn erschreckt. Wir fühlen dass er etwas ahnt, das furchtbar ist, lebensbedrohlich.

Der Wasserschwall von oben nimmt ihm beinahe die Luft, er muss um Atem kämpfen.

Er blickt zum Vorarbeiter. Sein Blick fragt, ängstlich.

Gelborange Lichtblitze der Alarmanlage zischen über Storcks Gesicht. Starr aufgerissene Augen. Entsetzen. Keine Antwort.

Schnitt.

1992-93 Heino Ferch (im Alter von 29) – Chemiearbeiter Andy Fischer, Joachim R. Iffland – Thomas, Tayfun Bademsoy – Stephan Heinz-Werner Kraehkamp - Storck, der Vorarbeiter.

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weiter zu Teil 4->

Kommentar:

Das Thema Chemieunfall nimmt HF jetzt, in 2008, sechzehn Jahre später, zusammen mit Julie Delpy wieder auf in
“Bhopal- a Prayer for Rain.”

- -

semi offtopic 1

Aus den Wikipedia-Besucherzählern (Artikel Marlene Dietrich, Marlene (Film), Heino Ferch am 2.5.) ist zu entnehmen, dass die erneute Sendung des Films Marlene großes Publikumsinteresse erzeugt hat. Gerade haben wir den Film “gezogen” und sind bei der Qualitätsprobe in die kleine Szene des Walzers von Carl von Seidlitz und Marlene gestoßen. Die beiden tanzen gemeinsam, eng, zusammen, wir hören im Hintergrund jedoch das Lied “ich weiss nicht zu wem ich gehöre – ich glaub´ich gehöre nur mir allein…” – Subtext für Marlene.


Himmel, Himmel, dieser Vilsmaier, wie zärtich der inszenieren kann. Es ist immer eine ganz besondere Stimmung, die Vilsmaier jenseits von Text und Handlung erzeugen kann, eine Stimmung, die den Film überglänzt und ihn schön und zärtlich macht, den X-Faktor erzeugt. Wie – altmodisch? Ja, auch altmodisch, aber altmodisch wie ein schönes altmodisches Schmuckstück aus Aquarinen, Markasiten und Altsilber von Tiffany. Also nächste Woche eine Szene aus Marlene “Ich glaub, ich gehöre nur mir allein.

semi offtopic 2

Die Dreharbeiten für “Entführt” (Regie: Matti Geschonneck) haben begonnen->

18.5.2008

Filmszenen I ..was willst Du denn hier? in: Gefährliche Verbindung. Teil 4. Heino Ferch – Andy Fischer. Regie: Uwe Janson, 1992 – 93

Teaser Film Gefährliche Verbindung. Heino Ferch - Andy Fischer. Regie: Uwe Janson 1991

Bildquelle und Bildrechte bei arte/ZDF

..was willst Du denn hier? in: Gefährliche Verbindung. Teil 4. Heino Ferch – Andy Fischer. Regie: Uwe Janson, 1992 – 93

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Vor der Szene

Nach diesem Unfall will Andy wissen, welche Substanzen in der Brühe sind, die ihn und seinen Kollegen übergischtet hat.

Regine macht heimlich nachts eine Substanzanalyse. Ergebnis: der Anteil an kanzerogenen Furanen und Dioxinen ist viel zu hoch. Andy und Regine wollen damit an die Presse. Eine Besprechung bei einem Journalisten der dpa scheitert. Zwei junge Leute gegen einen Konzern – zu gefährlich: für den Arbeitsplatz des Journalisten.

Andy zeigt die Analyse seinen Kollegen. Die plötzliche Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen, Atemmasken, Schutzanzüge, war also doch nicht einfach nur ein kleiner logistischer Fehler. Ulli Fenske hatte Krebs – Nierenkrebs – gehabt und vor ihm Kerssbeek.

Andy ruft die Leute seiner Gruppe zum Streik auf. Der Vorarbeiter bringt sofort Ersatzleute, die Streiker bekommen eine Abmahnung und werden kurz darauf entlassen.

Hausverbot für Andy und auch für Regine, die die unerlaubte Analyse angefertigt hatte.

Die aussichtslose Situation treibt zwischen Andy und Regine einen Keil. Ein Wort gibt das andere, man geht frustriert auseinander.

Natürlich hat Andy sehr schnell Sehnsucht nach Regine. Die ist nicht auffindbar. Nicht in ihrer Wohnung. Vielleicht ist sie bei ihrem Vater. Andy fährt auf seinem Motorrad zur Villa des Betriebsratsvorsitzenden Kiefer.

Die Szene

Andy stellt sein Motorrad neben Kiefers BMW ab, klingelt an der Fronttür der Villa. Keine Antwort. Ein Blick durch die gläserene Haustür, ein langer Blick nach oben. Nichts rührt sich. Andy zieht den Zündschlüssel von seiner Yamaha und umrundet die Hausecke. Hinten die Terrassentür ist offen. Wir im Wohnzimmer, sehen, wie Andy zuerst hereinlugt, dann eintritt.

In der Raumtiefe steht ein Mahagony-Tisch, darüber ein klassizistischer Kronleuchter, an der Rückwand zwei große Originalhandzeichnungen, wir sehen den Durchgang in die Küche. Zuckergefäß aus Silber auf dem Tisch. An der Stirnseite des Tisches sitzt Kiefer ,- er hat für sich allein nicht groß aufgedeckt, – und löffelt einen Teller Suppe.

Kiefer schaut von seiner Suppe auf. Erkennt Andy.

Kiefer:

Andreas Fischer. –

Was willst Du denn hier?

Andy in seiner arme Leute Kleidung, Jeans, Turnschuhe, T-Shirt und Motorradjacke, bleibt bei der Terrassentür stehen. Er wirkt in dieser Umgebung bürgerlicher Situiertheit wie eine Fehlfarbe. Zuerst unsicher, dann verwurzelt er sich breitbeinig an seinem Platz. Mutig:

Wo is´ Regine?

Wir nähern uns Kiefer.

Kiefer:

Ich weiß es nicht.

Kiefer löffelt weiter von seiner Suppe.

Kiefer:

Ich hab´ nichts von ihr gehört.

Andy duzt Kiefer plötzlich, jetzt ist eh schon alles egal, Andy ist kein Mitarbeiter der Komec AG mehr.

Andy:

Das soll ich Dir glauben.

Kommt näher.

Kiefer wendet sich ab, bringt seinen leeren Teller in die Küche.

Andy, folgt ihm. Provokant:

Wer glaubt denn Dir überhaupt noch was..

Kiefer kommt zurück mit einer viktorianischen Sterling-Silver caffettiera in der Hand. Nach dem Essen noch ´n Schluck.

Kiefer:

Ich hab´ jedenfalls damals versucht, Dich aus dieser Abteilung rauszuholen.

Andy:

Da hab´ ich nich ´ viel von gemerkt.

Kiefer geht zur anderen Seite hinüber. Dort sehen wir ein wandfüllendes Bücherregal vom Boden bis zur Decke. Kiefers sind belesen. Der Betriebsratsvorsitzende greift nach Pfeife und Tabak und beginnt, sich eine Pfeife zu stopfen.

Andy:

Wir sind Dir doch scheißegal. Du hast immer Bescheid gewusst.

Kiefer:

Nu tu doch nich` so naiv ihr habt´s doch auch gewusst - oder habt ihr geglaubt, die Atemschutzmasken sind nur für´s besssere Aussehen da?

Andy:

Eure Arbeitsschutzbestimmungen sind ne Riesensauerei. Die Männer krepieren in der Giftbrühe und Du spielst mit. Das geht auf Deine Kappe!

Kiefer:

Mit Arbeitsschutz durfte man Euch doch nich´ kommen, ihr habt Euch doch nur für die Prämien interessiert.

Andy:

Ja und warum bin ich dann rausgeflogen. – Nach Deiner Logik müsstest Du mir doch dankbar dafür sein, dass ich ´s Maul aufgemacht hab.

Kiefer:

Frag doch mal Deine Kollegen, ob die Dir dankbar sind.

Dankbar ist Dir die Werksleitung. Die ham´ doch nur auf so ein´ gewartet wie Dich.

Den hast Du doch die allerletzten Argumente geliefert, die Arbeitsplätze Euch unter´m Arsch wegzuziehen. (Die Pflanzenschutzproduktion wurde nach dem Stör-/Unfall nach Mexiko verlegt.)

Gratulation, mein Freundchen!

Andy:

Ich bin immer noch lieber arbeitslos als tot.

Kiefer:

Menschenskind – wir ham´ in den letzten Jahren nu wirklich ne Menge verbessert.

Wenn Du wüsstest, wie´s im Pflanzenschutz ausgesehn hat, als Dein Vater noch leb..

Andy fährt zornig hoch: … mein Vater???

Die Beiden dicht voreinander. Andy muss zu Kiefer hochblicken, Er starrt ihn an.

Andy:

..na..der geht sicherlich auch auf Euer Konto. Ha? Na ja, aber einer mehr oder weniger, darauf kommts ja nich an, Hauptsache die Kasse stimmt.

Kiefer:

Jez is genug, jez reichts . Kiefer drängt sich an Andy vorbei, will weggehen.

Andy, ihm hinterher:

Erlaubt is was reich macht.

Plötzlich sind die beiden im Handgemenge.

Kiefer:

…hau ab sonst..

Andy packt Kiefer vorne am Hemd, hält ihn so fest, dass er sich nicht bewegen kann.

Andy:

Ha? Sonst?

Kiefer:

… sonst…

Andy packt den Betriebsratsvorsitzenden dichter, schüttelt ihn leicht. Beider Gesichter so dicht voreinander, dass keine Faust dazwischen passt:

Andy:

– was sonst?

Kiefer starrt in seiner gefangenen Position auf Andy herunter, ängstlich. Er unternimmt nichts. Andy wirkt in seiner Wut zu bedrohlich. Er hätte keine Chance gegen den jungen Boxer.

Andy leise:

Du Kantinenwitz. — Weißt Du was Du bist?

Wir erwarten den dummen Verbal-Angriff. Nein. Falsch. Andy ist klug. Leise zu dem alten Mann:

Leer!!

Er lässt Kiefer los und wirft ihn in einen Sessel.

Geht.

Kiefer ist so erschüttert, dass wir fürchten, er steht ganz kurz vor einem Herzanfall.

Schnitt.

1992 – 93 Heino Ferch (im Alter von 29) – Chemiearbeiter Andy Fischer, Jennifer Nitsch – Regine Kiefer, Andy´s Freundin und Tochter der Betriebsratsvorsitzenden Kiefer, Günter Lamprecht - Betriebsratsvorsitzender der Komec AG Kiefer

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Filmempfehlung (thematisch ähnlicher Konflikt):

Buchcover von Strajk - Die Heldin von Danzig. Regie: Volker Schlöndorff 2007

Volker Schlöndorff: Strajk – Die Heldin von Danzig (2007)

Trailer von H2O Part II ” The Trojan Horse”-> Heino Ferch ab Min 1:58.

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offtopic in eigener Sache.

Wo sind eigentlich unsere Leser? Wir hatten doch schon die 350 pro Tag erreicht. Diese Leser sind unserer Beobachtung nach zum Podcast abgewandert. Der Podcast hat pro Tag um die 180 Hörer. 350 – 180 ist nach Adam Riese und Eva Zwerg: genau die Anzahl Leser, die der anormal-tracker jetzt durchschnittlich angibt…

15.6.2008