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Filmszenen I …Bruder macht viel Arbeit!…in: Der Tunnel. Heino Ferch – Harry Melchior. Buch: Johannes W. Betz, Regie: Roland S. Richter, 2000-2001

4. März 2009 · Kommentar schreiben

Fritzi (traurig): „..ich hab´kein´Bruder…“

-Pause- „
Harry (tröstend):..Bruder macht viel Arbeit!“

in: Der Tunnel.
Heino Ferch – Harry Melchior. Buch: Johannes W. Betz,
Regie: Roland S. Richter, 2000-2001

Bildquelle und Bildrechte bei teamworx Filmproduktionsgesellschaft für SAT.1

Hören statt Lesen – Kino für die Ohren->-> Audio.mp3 zum Soforthören->->

Vor der Szene.

Abend. Die alte Etagenwohnung von Mutter und Tochter Scholz in Berlin West. Fritzi Scholz, die als einzige Frau unter den Männern beim Tunnelbau unter der Berliner Mauer hindurch nach Berlin Ost mitgräbt – sie will ihren Verlobten, Heiner, zu sich in den Westen holen – kommt nach anstrengender Tagschicht nach Hause.

Küche. Fritzi kommt herein. Die Beleuchtung ist eigenartig. Das Deckenlicht ist ausgeschaltet, aber der Wasserkessel steht bei voller Gasflamme auf dem Herd.

Fritzi: Mama?

Fritzi will den Kessel vom Feuer nehmen, verbrennt sich fast die Finger am Bügelgriff. Der Kessel ist überhitzt, alles Wasser längst verdampft. Fritzi dreht das Gas ab.

Sie spürt, dass sie hier etwas erwartet, was sie nicht wahr haben will.

Leiser, noch einmal:

Mama?

Sie macht ein paar Schritte auf uns zu, zum Durchgang ins Wohnzimmer. Sie erblickt etwas, bleibt ruckartig stehen. Wir ahnen, – wir wissen, was passiert ist. Frau Scholz kann nicht antworten.

Sie wird nie wieder antworten.

Das Herz. Ihr Herz hat aufgehört, zu schlagen. Frau Scholz war krank gewesen. Fritzi und sie hatten gewusst, dass dieser Moment zu erwarten war. Jetzt ist er da.

Fritzi erstarrt, weicht einen Schritt zurück. Sie bleibt stehen, atemlos.

Schnitt.

Ein hohes Bogenfenster, einen Moment glauben wir, ein Kirchenfenster zu sehen, weisses Licht strömt herein. Alte dicke Fensterlaibung, die anstoßende Wand holzverschalt. Alle Falllinien diagonal, wir sehen den Raum, als würden wir liegen. Vor dem silberweissen Licht des Kirchenfensters ragt schwarz hoch und schlank die Silhouette einer jungen Frau auf. Sie wirkt wie eine Erscheinung.

Die Perspektive dreht, so, als würden wir uns langsam aufsetzen, die Falllinien rücken immer weiter in die Vertikale.

Schnitt. Gegenschuß auf eine Liege. Wir sind in Melchiors Wohnung. Unter grüner Filzdecke liegt – im Unterhemd – Harry. Er schläft. Seine Gesicht glänzt, das Hemd ist bis auf Magenhöhe durchgeschwitzt, er wälzt sich unruhig.

Vor seinem Bett steht ein Mensch im Mantel und sieht auf ihn hinunter. Wir sehen durch Harrys Augen nur die Hand einer jungen Frau, die schüchtern ihren eigenen Arm festhält.

Close up Harry.
Wir begreifen: er hört eine Stimme. Eine junge Frauenstimme sagt fragend:

Harry?

Es ist die Stimme von Lotte, Harrys Schwester, und es ist die zarte Silhouette von Lotte.

Lotte, die ihn damals in der DDR aus dem Staatsgefängnis geholt hatte, die er mit allen Fasern seines Seins vermisst, für deren Rückkunft er seit Monaten bis zur Erschöpfung Tag und Nacht arbeitet, gräbt, einen hundertfünfundvierzig Meter langen Tunnel gräbt, für deren Rückkunft in seine Nähe er am Existenzminimum lebt, steht plötzlich hier in der alten Küche neben seinem Lager – und ruft ihn.

Das ist unmöglich.

Lotte kann nicht hier sein, sie ist doch im Osten.

Harry´s Bewusstsein hat das begriffen. Trotzdem steht sie hier.

Sein Oberkörper schnellt hoch, er stößt einen Schreckenslaut aus. Wieder sehen wir durch seine Augen.
Die Silhouette hat sich ein wenig verändert. Lottes Locken sind nicht mehr zu sehen, statt dessen eine Kurzhaarfrisur.

Licht von vorn erhellt das Gesicht.
Es ist Fritzi mit ihren schwarzen Augen und ihrem alten Pfeffer-und Salz-Tweedmantel.

Schnitt auf Harry. Er atmet schwer, ist total schweissdurchnäßt, wie nach einem Alptraum. Fritzi blickt er an, ängstlich, wie eine völlig Fremde, einen Eindringling. Fritzi wirkt ein bisschen erschrocken.

Jetzt ist Harry wach. Ort und Zeit. Die Zeit, der Zeitpunkt, abends, ist in sein Bewusstsein zurückgekehrt. Er reißt den linken Arm vor seine Augen und liest die Uhrzeit von seiner Armbanduhr ab. Er weiss wieder wo er steht.

Der Griff an seinen Kopf ist noch ein wenig ungesteuert, er beginnt, die ganze Situation zu begreifen, stammelt:

Entschuldigung.

In atemlosen Flüsterton:

Ich dacht´… Du bist….. … meine Schwester.

Fritzi setzt sich ohne Umstände auf die Liege, mit dem Rücken zu Harry. Harry atmet immer noch schwer, Schweißperlen stehen auf seinen Wangen. Er muss innerlich sehr weit weg gewesen sein.

Ein leicht verunsicherter Blick geht von ihm zu Fritzis Hinterkopf. Sie sitzt dicht vor ihm.

Er lässt sich mit einem großen Aufatmen auf die Liege zurückfallen.

Wischt sich mit den hohlen Händen den Schweiß vom Gesicht. Fritzi sieht ihm zu. Close up Fritzi.

Leise, fast stimmlos.

Ich hab´nie ´n Bruder gehabt…

..wollt´immer gerne wissen, wie des is…

Fritzi´s Kraft scheint ganz verebbt, wie die Bewegung eines Pendels zum Stillstand kommt, wenn er alle Energie ausgeschwungen hat.

Wir können ihre Stimme fast nicht mehr hören…

…so´n Bruder…..

Harry reibt sich noch einmal über´s Gesicht, als wolle er den Blutfluss in seine Haut zurückholen.

…Bruder…

sagt er..

leise..

..Bruder macht viel Arbeit….

Fritzi lässt sich umkippen, mit dem Rücken zu Harry, nimmt sie sich ein Stückchen seines Kopfkissens und sinkt im Mantel auf die Liege. Zusammengekrümmt, wie ein Embryo im Mutterleib.

Harry macht ihr ein bisschen Platz.

Er lauscht.

Keine Bewegung. Fritzi liegt still da, Harry wartet, lauscht.

Dann ein Blick von ihm nach ihr. Er merkt, dass bei ihr etwas nicht in Ordnung ist. Close up Fritzis Gesicht.

Nichts geschieht.

Nichts Auffälliges.

Nur eine Träne.

Sie ist plötzlich auf dem Kissen unter Fritzi´s Gesicht.

Harry, leise:

Sehnsucht nach Heiner?

Fritzi reagiert nicht unmittelbar. Pause. Wir warten. Dann.

Leise, verweint:

Meine Mama ist tot.

Harry versteht.

Zwielicht. Der Bildausschnitt sieht aus, als läge Harry in einem engen Raum, wie in einem Sarg. Sein Gesicht im Halbdunkel, das Hemd leuchtet weiss.

Fritzi flüstert:

Hat sich nen Kaffee gemacht…….. und is einfach umgekippt. …

Pause.

Dunkelheit.

Was kann er tun? Zumindest kann er seine Hand ein bisschen auf ihren Rücken legen. Die Wärme, der kleine Kontakt, – tröstet.

–vielleicht.

Schnitt.

Ende der Szene.

-

2000 – 2001 Heino Ferch (im Alter von 37) – Der Fluchthelfer Harry Melchior (fiktive Figur nach dem Leben des Fluchthelfers Hasso Herschel), Nicolette Krebitz – Fritzi Scholz, Alexandra Maria Lara – Lotte Lohmann, Harry Melchior´s Schwester.

-

- -

PPS.: Was sagt Harry Melchior nicht noch gleich am Anfang seiner Geschichte“ Ich war Deutscher Meister.“…….da paßt doch wirklich wunderbar die Pressemeldung 12. Sept 2007 des PC Landsberg: „2008 werden wir Deutscher Meister!“

- – -

offofftopic. ganz was anderes: bei uns als Hinweis:

Topschauspieler Ulrich Tukur endlich mal in einem langen Interview-Divertimento mit SWR1 Leute anläßlich der Premiere von „Ein fliehendes Pferd “ nach Martin Walser und von „Die Seerose im Speisesaal “ Geschichten aus Venedig.->->

Warum bei uns immer wieder nur Ferch Ferch Ferch, warum nicht auch mal Tukur? Tukur ist ein Beschenkter, der mit federleichtem Schritt, ein Sohn der Lüfte, einen Funken Selbstironie an der Schläfe mit glänzender Sprachkraft alles Nötige an sich heranzieht, ein Schauspiel-Midas, der in Gold verwandelt, was er berührt.
Ferch ist dagegen ein Berserker, der aus der Tiefe emporbrodelt, ein Gestalter who is rolling around in the mud, bis der Schlamm Gestalt annimmt, Tukur berührt ab und an mit unangestrengter Geste den tiefen Grund, Ferch gestaltet aus der Tiefe dunkler Gefühle heraus nach oben ins Licht. Wenn Tukur ein Leonardo ist, ist Ferch ein Michelangelo.

Kommentar: Namensbezüge: Roland Suso Richter gibt Fritzi den Namen Scholz. Leicht läßt sich , auch zusammen mit der Motiv der Berliner Kneipe „The Boxer“ erkennen, dass Richter den Namen Scholz hier als Cameo-Anspielung auf seinen Film „Die Bubi-Scholz-Story“ verwendet.

Eine ähnliche Bezugnahme legt der Name Lotte für Harry´s Schwester nahe, der – spinnen wir fort und fort – evtl. von HF angeregt sein könnte. Harry Melchior war Deutscher Meister im Schwimmen. HF, – Bremerhavener- , persönlich kannte laut Interviewaussage Jacques Cousteau und Hans Hass von Kindheit an. Mit Schwimmen hatten Harry Melchior und Hans Hass natürlich in ihrem Beruf, ihrer Berufung, zu tun.

Auch die Ehefrau von Hans Hass war immer aktiv mit dabei, es gibt sensationelle Unterwasseraufnahmen von ihr, wie sie die Schwanzflosse eines Pottwals berührt oder auf einem Stachelrochen reitet.

Der Name der Lebens-Gefährtin von Hans Hass…Na?… Genau:

Lotte. Lotte Hass

.

Lotte und Hans Hass

Click auf das Bild, um zur Originalbildquelle Historical Divers zu gelangen.
Ausserdem wird der Name Lotte verwendet in „Marlene“(1999-2000, also ein Jahr vorher) . Dort ist ebenfalls Lotte (Suzanne von Borsody) die Schwester der Figur, die HF spielt (Carl von Seidlitz).
offoffoff topic und dann doch immer wieder die Frage warum? warum das Projekt „filmszenen“? – Neugier! gelernt von Professor Dr. Hermann Bauer meinem Prof. – höchste Intellektualität und tiefe Menschlichkeit. – Sie dürfen das Zitat das Sie unter dem Link finden, gerne auf das Projekt Filmszenen übertragen….
21.9.2007

Kategorien: Der Tunnel
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Filmszenen I ….det is Dein Sohn!… aus: Der Tunnel. Heino Ferch – Harry Melchior. Regie: Roland Suso Richter 2000-01

26. Februar 2009 · Kommentar schreiben

Teaser Film: Der Tunnel. Regie: Roland Suso Richter. Heino Ferch  - Harry Melchior

Bildquelle und alle Bildrechte bei teamworxx Filmproduktionsgesellschaft für SAT.1

Filmszenen I ….det is Dein Sohn!… aus: Der Tunnel. Heino Ferch – Harry Melchior. Regie: Roland Suso Richter 2000-01

Hören statt Lesen: Audio.mp3->

Verfolgt von Oberst Krüger und den DDR-Grenzsoldaten, flüchten Harry und seine Leute gebückt durch den Tunnel in Richtung Tunnelausgang im Westen.

Die Szene

Wir stehen oben auf der Galerie in der verlassenen Fabrik und blicken hinunter auf das Tunnel-Loch im Boden, das auf allen Seiten mit Holzverschalungen gesichert ist. Hier stehen die Helfer und ziehen einen Flüchtling nach dem anderen hoch.

Schnitt

Im Tunnel. Vic kommt auf uns zu, er läuft gebückt, trägt dabei ein Bündel in den Armen. Er passiert das Schild

Sie betreten den französischen Sektor!!

Wieder in der Fabrik. Ein Kameramann des amerikanischen Fernsehens filmt mit Handkamera die Ankunft der Flüchtlinge. Er kniet vor dem Tunnelausgang.

Halbnah.

Hände ziehen Vic empor. Jetzt sehen wir, dass er ein winzig kleines Baby im Arm trägt.

Wir blicken hierhin, dorthin. Immer mehr Menschen füllen die Halle. Wir hören Babygeschrei. Jetzt, als Letzter, helfen die Leute Harry Melchior hoch. Harry stützt sich am Gestell des Flaschenzuges ab, blickt in das Tunnelloch. Sein Gesicht ist schweissnass, er atmet noch heftig, wirkt erschöpft, aber glücklich.

Das dort unten ist vorbei. Vergangenheit.

Die Zukunft wartet.

Er macht eine Finalgeste: Schluß! Die Leute im Raum beginnen zu jubeln, Freude breitet sich aus, fast jeder umarmt reihum jeden. Immer noch hören wir das Babygeschrei im Hintergrund.

Der Tunnel Schluss-Szene Heino Ferch - Harry Melchior

Bildquelle und alle Bildrechte bei teamworxx Filmproduktionsgesellschaft für SAT.1

Kurz danach hat Harry seine Schwester Lotte und auch Fritzi gefunden. Er macht beide miteinander bekannt. Auch die zwei Frauen umarmen sich.

Wir sehen Vic und Theo. Theo nimmt Vic das Kind aus dem Arm. Wir hören, wie es vor sich hinquäkt.

Zwischen all den erregten und frohen Leuten hindurch durchquert Theo mit dem Zwerg den Raum. Er bleibt vor jemandem stehen und sieht ihn an. Dann sagt er:

Matthis….

Schnitt.

Wir stehen hinter Theo und dem Kind und können jetzt Matthis sehen. Matthis ist noch nicht ganz wiederhergestellt, er wirkt erschöpft und ein bisschen desorientiert. Er scheint aus einem Traum aufzuwachen, als er seinen Namen hört.

Schnitt auf Theo und das Baby. Theo hebt den Zwerg hoch, blickt ihn an, dann Matthis. Er lächelt:

..det is Dein Sohn!

sagt er.

Mattis bleibt ganz starr stehen, der Mund wie atemlos geöffnet. Er begreift nach all der langen Zeit des Wartens und Hoffens, all der langen Zeit der Entbehrung nicht, was Theo gesagt hat:

Det is Dein Sohn!

Sein Kind hat ihn erreicht.

Theo: Er heißt ooch Matthis.

Theo kommt vorsichtig näher. Matthis löst sich aus der Starre,  – Tränen.

Er fragt:

Det ist mein Sohn?

Wir sehen das Baby, friedlich, entzückend, rund, ganz wach. Es weint nicht mehr.

Theo gibt ihm das Kind in den Arm, klopft ihm auf die Schulter und geht weg.

Matthis weint. Tränen der Erleichterung, der Freude.

Der Tunnel. Schluss-Szene. Heino Ferch - Harry Melchior. Sebastian Koch - Matthis Hiller

Bildquelle und alle Bildrechte bei teamworxx Filmproduktionsgesellschaft für SAT.1

Momente später. Matthis hebt das Kind vorsichtig an seine Schulter, streichelt über seinen Kopf. Nur kurz danach sind die Tränen vergessen und wir sehen wir die zwei schon im Dialog.

Schnitt.

Anfang.

Der Tunnel Szene im Westen Sebastian Koch, Heino Ferch

Hören statt Lesen: Audio.mp3->

Bildquelle und alle Bildrechte bei teamworxx Filmproduktionsgesellschaft für SAT.1

2000 – 2001 Heino Ferch (im Alter von 37) – Harry Melchior, Sebastian Koch – Matthis Hiller, Heinrich Schmieder – Theo Lohmann, Alexandra Maria Lara – Lotte Lohmann, Nicolette Krebitz – Fritzi Scholz, Mehment Kurtulus – Vic Costanza.

- -

offtopic

offtopic 1

Nachtrag am Samstag, den 15.11.2008. Frau Ignaz behauptet steif und fest, sie habe es im Gefühl: Heute, wirft sich die ganze Family, Kinder, Onkel, Cousins, Schwäger und -innen, Ommi, Opi, Mama und Papa in ihren Sonntagsstaat und und eilen um 11 oder um 14 in die

..na, die Ignaz wieder, zückt schon wieder gerührt ihr Taschentuch. Die Kitschsuse.

Die Drei Musketiere - Täufling


1. auf imdb.de jetzt: der zweite Trailer zu The Trojan Horse->

DVD Cover The Trojan Horse 2008 Heino Ferch - Christian Kruse.

Click auf das Bild, um es im Originalzusammenhang auf amazon.ca zu betrachten

Semi Offtopic

Erste Szenenbilder von „Entführt“ Heino Ferch – Thomas Danner->

Semi-Offtopic:

Theorie:

Hier findet ihr das Inhaltsverzeichnis zu unserem Theorie-Essay, theoretischen Aufsatz („..gähn! gähn!“ – ja, muss auch mal sein, theoretische Fixierung des Praktizierten…) :

Der Podcastfilmszenen-Kino für die Ohren: Szenarische Coverversion oder innovative Erzählform?

Das Inhaltsverzeichnis, eine .pdf-Datei ,  wird sukzessive - wie alles hier – immer mehr zu einem kompletten Essay ausformuliert.

Dazu wird die Datei einfach immer wieder gegen eine Datei gleichen Namens mit aktuellem Status ausgetauscht.

Wenn der Essay fertig ist, dann gibt´s hier nochmal eine Nachricht.

3.11.2008

Kategorien: Der Tunnel
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Filmszenen I „…Sie betreten den Französischen Sektor!“ Die Flucht Teil 4. in: Der Tunnel. (Harry Melchior – Heino Ferch) 2000-2001

16. Februar 2009 · Kommentar schreiben

Teaser Film Der Tunnel Heino Ferch - Harry Melchior

Bildquelle und Bildrechte bei teamworx Filmproduktionsgesellschaft


„…Sie betreten den Französischen Sektor!“ Die Flucht Teil 4. in: Der Tunnel. ( Harry Melchior – Heino Ferch ) Regie: Roland Suso Richter, teamworxx 2000-2001

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Foto des Tunnels

„… Sie  betreten den Französischen Sektor!“

Ihre Antwort lenkt Harry einen Moment ab, er sieht hochalarmiert, die Augen weit aufgerissen, zu Fritzi hinüber.

Sofort nutzt der Oberst seine Chance. Seine Hand hebt sich langsam zu Harrys ausgestrecktem Arm mit der Waffe.

Harry hat es bemerkt. –

Er befiehlt dem Oberst, seine Leute wegzuschicken.

Die ziehen sich draussen tatsächlich zurück. Harry stößt die Tür endlich mit dem Fuss zu.

Nach ein Paar Sekunden, in denen der Oberst durch Reden Zeit zu gewinnen versucht, tut Harry das Einzige, was jetzt möglich ist.
Er schlägt den Oberst mit der Waffe nieder, so dass dieser einen Moment halb bewußtlos ist.

Wir sehen Fritzi jetzt im Loch verschwinden – mit dem weinenden Baby auf dem Arm.

Nun endlich springt auch Harry in den Tunneleingang. Unten warten immer noch Fred, Vic, Matthis, dazu jetzt Harry, Fritzi und das Baby.

Harry schreit im Stakkato:

Raus los weg schnell haut ab, alles weg, Matthis!!

Matthis kommt nicht. Er kommt nicht.

Sie haben nur noch Sekundenbruchteile, bis der Oberst nachkommt und Matthis sitzt einfach da. Er hat Carola, seine Frau, noch erwartet.

Er starrt ungläubig zum Tunnelausgang. Harry läuft schon ein paar Schritte, merkt, dass Matthis nicht kommt.. Matthis! schreit er.

Matthis: Wo ist Carola?

Sie kommt nicht. …. Matthis……los komm!!!

Matthis bewegt sich nicht.

Harry versucht, ihn zu aktivieren, schreit

los komm,… komm..!!!

Oberst Krüger ist aufgewacht, ruft seine Leute. Die stürmen in den Kellerraum, die ersten sind am Loch, unten sitzt immer noch Matthis unbeweglich.

Harry rennt zurück, packt Matthis an beiden Armen, schüttelt ihn.

Eindringlichst, direkt in Matthis Gesicht: Sie wird nicht kommen! Flüstert:

es tut mir leid,

alarmierter Blick Richtung Geräusche der Verfolger, Matthis immer noch wie gelähmt.

Jetzt packt Harry seinen besten Freund unter den Armen und zerrt ihn rückwärts den Tunnel entlang. Matthis tut nichts, er blickt immer noch hirnleer unter Schock zum Tunnelausgang, während er von Harry weggezogen wird.

Endlich beginnt er selber zu laufen, Harry ist jetzt der Letzte der Fliehenden. Der Oberst und seine Leute sind nun im Tunnel,

Matthis und Harry rennen schnell, ihre Muskeln sind das gebückte Laufen gewöhnt, der Oberst hinterher, er hat deutliche Probleme, gebückt zu laufen. Das bringt unseren Leuten Sekunden.

Der Tunnelverlauf ist versetzt gebaut, damit kein durchgängiges Schußfeld von hinten nach vorne möglich ist. Der Oberst muss um Ecken biegen und sieht die Fliehenden also erst kurz, bevor er hinter ihnen ist.

Vorne rennen die letzten Flüchtenden, Zwischenschnitte auf den Tunneleingang, wo helfende Hände die Ankommenden hochziehen, in der Mitte des Tunnels Matthis und Harry, verfolgt von Oberst Krüger.

Jetzt biegt Krüger um die Ecke, er ist er so nah, dass Blickkontakt möglich ist.

Schnitt.

Wir sehen eine handgemalte Tafel:

Sie betreten den französischen Sektor!

steht quer unter dem Tunnelplafond.

Matthis und Harry rennen unter dem Schild durch, schauen sich nach ihren Verfolgern um.

Der Oberst holt auf, er ist wenige Schritte vor dem Schild. Wir in des Obersts Rücken.

Das völlig Unfassliche, geradzu Unglaubliche, passiert. Wir können nicht glauben, was wir da sehen und hören.

Aus dem Off ruft eine Stimme:

Stopstopstopstop…

Stop.stop.

Der Oberst hält tatsächlich vor dem Schild an.

Schnitt auf Harry. Der hatte, erst wenige Meter auf dem Französichen Sektor stehend, angehalten, sich herumgedreht.

Kategorien: Der Tunnel
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