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Filmszenen I Fernsehtipp: Das Wunder von Berlin. Heino Ferch – Jürgen Kaiser. Sende-Termin 27.1. 2008, ZDF, 20:15h

28. Februar 2009 · Kommentar schreiben

Bildquelle und Bildrechte bei ZDF.de / Stephan Rabold

Ausführliche Website Vorstellung des Films auf ZDF->


Das Wunder von Berlin Filmhandlung auf wikipedia->

Am 27.1.2008 erreichten die Besucherzahlen auf www.filmszenen.info ein neues Maximum: 727 Besucher sahen sich 1132 Seiten auf www.blogigo.de/ignazwrobel an.

Das Wunder von Berlin ( Sende-Termin 27.1. 2008, ZDF, 20:15h Zuschauerquote 8,01 Mio ist 21,5 % Marktanteil )

Audio Feature 1 Min O-Ton Ferch, Ferres->Quelle Presseportal.de

Das Making of des Films als Streaming Video->

Fotostrecke auf ZDF.de->

Kritik Frankfurter Rundschau->

Foto 1->

Foto2-> (Quelle: ufa)

Filmbeitrag von bild.de zur Filmpremiere 16.1.->

Porträt Jürgen Kaiser (Heino Ferch) Quelle: mittelbayerische Zeitung-> kreisch! - Ganz ruhig Mädels, no fear, Heino Ferch sieht in Wirklichkeit immer noch so-> aus. Achso. Gottseidank….

Szenenbild  Quelle: bild.t-online.de->

alle Bilder Film-Stills, Standbilder.

Foto Heino Ferch und Veronika Ferres (AP)->-> Artikel auf ngz-online.de

Foto-Bildstrecke auf www.teamworx.de->

Website zur Berliner Mauer->

Text auf cologne-conference:

D ‘07, TV-Movie, teamWorx/ZDF/ZDF Enterprises; P: Nico Hofmann, Jürgen Schuster, Benjamin Benedict; R: Roland Suso Richter; B: Thomas Kirchner; D: Kostja Ullmann, Karoline Herfurth, Veronica Ferres, Heino Ferch, Michael Gwisdek, André Hennicke, Gesine Cukrowski, Hermann Beyer, Anna Loos u.v.a. Redaktion: Heike Hempel, Alexander Bickel, ZDF-Fernsehspiel; Fachberater: Prof. Rainer Eckert, Thorsten Diedrich

Die DDR im November 1989: Ohne Blutvergießen verliert ein Regime sein Volk – und eine Bevölkerung gewinnt nach 40 Jahren das Zutrauen, ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen. Basierend auf einer wahren Geschichte erzählt der von teamWorx im Auftrag von ZDF und ZDF Enterprises produzierte Fernsehfilm-Event die Geschichte eines DDR-Punks und seiner Familie in der Wendezeit vor dem 9. November 1989. Familiengeschichte als Zeitgeschichte in einem aufwühlend authentisch erzählten Spannungsfeld von Freiheitsbedürfnis, politischen Überzeugungen und alten und neuen persönlichen Beziehungen.

Textquelle: www.cologne-conference.de

Das Wunder von Berlin Heino Ferch Veronika Ferres Quelle : www.businessportal24.com

On April 1, 2007, ZDF Cinefacts announced the start of the shooting programme for the TV-movie „The Berlin Miracle“ (working title) in and around Berlin, directed by Roland Suso Richter.

The historical background is the last 18 month prior to the collapse of the Berlin Wall in november 1989.These months are forming the framework of a highly dramatic family story, starring Kostja Ullmann, Karoline Herfurth, Heino Ferch, Veronica Ferres, Michael Gwisdek and André Hennicke.

The story follows the fate of a family in eastern Germany living under the communist DDR-regime – a family live twitched between absence of personal freedom, different political convictions, relationships from past and present and the resulting emotional conflicts.
- – -
Berlin, early summer 1988: Due to the personal influence of his father Jürgen Kaiser (Heino Ferch) punk Marco (Kostja Ullmann) does not have to appear in court after an illegal punk-concert.

In return Marco has to accept his father´s prerequisit: to become an NVA-recruit. During his hard basic training time surprisingly soon Marco finds an opportunity to get off with his probation. In the meantime Marcos girl friend Anja (Karoline Herfurth) moves in at the house of the Kaisers.

The liberation movement of the people in the Eastern Block states is gaining vigour and the situation of the family tightens up.

Jürgen Kaiser is afraid to loose his privileged position, his wife Hanna (Veronica Ferres) and his daughter Anja are starting to engage themselves in the demand-movement for more civil rights.

The conflict between Hanna and Jürgen deteriorates to an open battle.

Meanwhile Marco and his military unit are prepairing themselves for an undercover deployment.

On November 9, 1989 the opening of the border towards West Germany sets a whole country in motion – for Marco and Anja, Jürgen and Hanna and grandpa Walter (Michael Gwisdek) nothing will stay the same.

Filmvorstellung auf Homepage teamworxx Filmproduktionsgesellschaft->

Bericht Abendblatt->->

Bericht Tagesspiegel->->

Gruppenfoto Fototermin->->

Die Dreharbeiten für den ZDF-Fernsehfilm „Das Wunder von Berlin“ (Arbeitstitel) von Regisseur Roland Suso Richter haben in diesen Tagen in Berlin und Umgebung begonnen.

Auf einer wahren Geschichte basierend bilden die letzten 18 Monate vor dem Fall der Mauer im November 1989 den hochdramatischen Rahmen für ein Familiendrama mit prominenter Besetzung: Kostja Ullmann, Karoline Herfurth, Heino Ferch, Veronica Ferres, Michael Gwisdek und André Hennicke.

Das aufwändig produzierte TV-Event zeigt eine DDR-Familie im Spannungsfeld von Freiheitsbedürfnis, politischen Überzeugungen, alten und neuen persönlichen Beziehungen und den sich daraus ergebenden emotionalen Konflikten.

Berlin, im Frühsommer 1988: Dem Einfluss seines Vaters Jürgen Kaiser (Heino Ferch), hochrangiger Offizier bei der Staatssicherheit, hat es Punker Marco (Kostja Ullmann) es zu verdanken, dass er nach einem illegalen Punkkonzert nicht vor Gericht landet.

Widerwillig muss Marco die Bedingung seines Vaters akzeptieren und seinen Dienst als NVA-Rekrut antreten. Während Marco in der harten Grundausbildung unerwartet rasch Gelegenheit zur Bewährung findet, zieht seine Freundin Anja (Karoline Herfurth) bei den Kaisers ein.

Unter dem Einfluss der an Tempo gewinnenden Freiheitsbewegung in den Ostblockstaaten spitzt sich die Lage in der Familie immer mehr zu.

Jürgen Kaiser fürchtet um seine privilegierte Stellung, Hanna (Veronica Ferres) und Anja beginnen, sich im Umfeld des Neuen Forums für mehr Bürgerrechte zu engagieren. Es kommt zum offenen Streit zwischen den Eheleuten.

Unterdessen wird Marco mit seiner Einheit auf einen geheimen Einsatz vorbereitet.

Es ist der 9. November 1989, die Öffnung der Grenze wird ein ganzes Land in Bewegung setzen – und auch für Marco, Anja, Jürgen, Hanna und Großvater Walter (Michael Gwisdek) wird nichts bleiben wie es war.

Das Drehbuch für „Das Wunder von Berlin“ schrieb Thomas Kirchner („Mord am Meer“). Vor der Kamera von Holly Fink („Dresden“) spielen in weiteren Rollen neben anderen Gesine Cukrowski, Aaron Hildebrandt, Clemens Schick und Hermann Beyer. Es produziert teamWorx im Auftrag von ZDF und ZDF Enterprises, Produzenten sind Nico Hofmann (Interview mit Nico Hofmann in „Vanity Fair“ ), Benjamin Benedict und Jürgen Schuster. Die Redaktion im ZDF liegt bei Heike Hempel und Alexander Bickel. Gedreht wird voraussichtlich bis zum 30. Mai 2007, ein Sendetermin steht noch nicht fest.
Verfasser: Darius Metzner

Quelle: ZDF Cinefacts.de 11.4.2007

Heino Ferch,

Veronika Ferres, (Neger, Neger Schornsteinfeger; Kein Himmel über Afrika; Die Manns-ein Jahrundertroman; Les Misérables; Rossini; Das Superweib.)

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Filmszenen I …Du hast Verantwortung für das, was Du Dir vertraut gemacht hast…in: Das Wunder von Berlin. Teil 5A. Heino Ferch – Jürgen Kaiser. Regie: Roland Suso Richter 2007-08

28. Februar 2009 · Kommentar schreiben

ZDF Trailer Das Wunder von Berlin

Bildquelle und alle Bildrechte bei www.teamworx.de für ZDF

…Du hast Verantwortung für das, was Du Dir vertraut gemacht hast…in: Das Wunder von Berlin. Teil 5A. Heino Ferch – Jürgen Kaiser. Regie: Roland Suso Richter 2007-08

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Das junge Mädchen Anja, Krankenschwester in Ausbildung und Freundin von Marco, dem Sohn der Kaisers, hat den Großvater ohnmächtig im Garten gefunden. Herzinfarkt. Sie leistet Erste Hilfe, holt den Krankenwagen.

Die Szene

Wir kommen hinzu, als die Tragbahre mit dem Großvater gerade in den Krankenwagen geschoben wird. Der Rettungswagen parkt vor dem Haus der Kaisers am Straßenrand.

Ein dunkelblauer Lada nähert sich von rechts, hält direkt hinter dem Krankenwagen.

Kaiser entsteigt dem Lada. Staubgrauer Kurzmantel über dunklem Anzug.

Schnitt.

Wir sind im Rettungswagen bei Großvater. Wir blicken hinaus.

Draußen sehen wir Jürgens Ehefrau Hanna und Anja. Anja weint. Hanna hält Anjas Kopf, küsst und streichelt das verstörte Mädchen, damit es sich beruhigen kann.

Plötzlich schießt ein Gesicht dicht an die Glasscheibe des Krankenwagens. Das Gesicht von Jürgen Kaiser. Er blickt zu uns herein.

Zögert. Schaut. Irgendwie verstört.

Der Wagen gibt Gas, wir fahren los. Sehen durch die große flache Heckscheibe des Krankenwagens Hanna, Anja und Jürgen in der Straße stehen. Sie werden kleiner, bleiben zurück.

Schnitt.

Wir wieder auf der Straße direkt vor Jürgens Frau Hanna und dem Mädchen Anja. Der Rettungswagen verschwindet in der Bildtiefe.

Hanna drückt das Mädchen an sich.

Kaiser steht etwas weiter entfernt. Blickt dem Krankenwagen nach. Dann dreht er sich langsam uns zu.

Er scheint ratlos. Irgendwie starr. Nein, nicht besorgt. Besorgt wirkt er nicht. Nur starr.

Anja löst sich nun langsam ein wenig von Hanna, will irgend etwas sagen, schüttelt den Kopf. Das Mädchen ist so außer sich, dass es keine zusammenhängenden Sätze bilden kann.

Hanna hält das Mädchen an der Hand. Wir sehen Hannas Besorgnis, den Versuch, zu verstehen, was sie artikulieren will.

Jürgen steht jetzt vor den beiden.

Man kann nicht direkt behaupten, dass Jürgen Kaiser traurig aussieht. Nein, traurig ist er nicht. Ein wenig ratlos vielleicht. Er soll wohl jetzt etwas und weiß nicht recht was und wie.

Wir sehen, dass er schnell auf etwas hinunterblickt. Das Etwas ist wohl in seiner Hand.

Anja und Hanna fahren herum. Sie haben schon gesehen, was dieses Etwas ist.

Schnitt.

Wir hinter dem Mädchen. Das Mädchen und der Mann stehen sich gegenüber, dazwischen die Frau, Hanna.

Hanna ist sehr groß, viel größer als Anja und auch größer als Kaiser.

Sie steht nah bei Anja und sieht mit ihr zusammen nach dem Gegenstand, den Kaiser in Händen hält.

Jetzt streckt Kaiser seinen Arm aus. Er hält dem Mädchen etwas hin.

Geld.

Jürgen Kaiser hält dem Mädchen, das Jürgen´s Vater gerade geistesgegenwärtig vor einem einsamen Tod in einem menschenleeren Garten bewahrt hat, einige Geldscheine hin.

Anja löst sich ganz von Hanna und sieht Kaiser entsetzt ins Gesicht.

Kaiser nah.

Sein Ausdruck verändert sich nicht. Er wehrt nicht innerlich ab, aber er sagt auch nichts.

Er sagt nichts, weil er nicht versteht. Noch nicht.

Anja schüttelt den Kopf.

Ogott.. hören wir.

Sie geht ganz schnell zur Seite, als müsse sie sich übergeben.

Jetzt steht Kaiser frei.

Wir sehen ihn mit seiner Geldbörse, mit seinen Geldscheinen in seiner ausgestreckten Hand.

Wir sehen seine Frau neben ihm. Zuerst sieht sie zu Boden, dann ihm ins Gesicht.

Sie sagt nichts.

Dazu gibt es nichts zu sagen. Ihr Blick: Verachtung.

Auch sie verlässt die Stelle.

Wir hören sie rufen.

Anja…?

Da steht er. Mit seinem Geld.

Allein.

Der Herr.

Jetzt versteht er.

Er wirkt beschämt.

Er tut uns leid.

Er kann uns Leid tun.

Bare Münze ist eben doch nicht immer die passende Valuta

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2007-2008 Heino Ferch (im Alter von 44) – Jürgen Kaiser, Karoline Herfurth – Anja, Veronika Ferres – Hanna, Michael Gwisdek – Großvater Walter

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- – -

Kommentar 1:

So kurz diese Szene ist, sie ist großartig. Sie zeigt, wie Film erzählt.
Film erzählt durch Figuren. Figuren handeln und offenbaren uns dadurch Geschichten – ganz ohne Worte.
Diese Szene erzählt über den Charakter von Jürgen Kaiser mehr als ein hundertseitiges Exposé. Über seine Verhärtungen, seine Unfähigkeiten, seine Sicht der Dinge. Eine einzige Geste offenbart ein ganzes Weltbild.
Es heißt: mit Geld ist jede Schuld zu begleichen. (Im übrigen sehr kapitalistisch im real existierenden Sozialismus…) Und gleichzeitig erzählt uns die Szene, wie unwahr diese subjektive Realiät ist, wenn wir sie mit der Elle der Empathiefähigkeit messen… Großartig inszeniert. Regie: Roland Suso Richter Drehbuch: Thomas Kirchner .

Kommentar 2:

Magere Münze zur Bezahlung eines viel höheren Wertes: s. a. Der geheimnisvolle Schatz von Troja: Schliemann hält dem Landbesitzer 40 Francs hin, – mehr hab´ ich nicht , nehmen Sie es, es gehört Ihnen – eine Lächerlichkeit.

24.4.2008 Verdammt ! Verdammt nochmal, immer wenn wir in Google eine Info über Heino Ferchs Filme suchen, sind wir die erste und manchmal sogar einzige Referenz. – Wenn wir´s  nicht wissen, weiss es keiner.

24.4.2008 Nachtrag zu Nachts im Park Kommentar: Topos Beobachtung.

Lieber C., dieser Eintrag ist für Dich. Ich bin ein Elefant, mein Herr.

20.4.2008

Kategorien: Das Wunder von Berlin
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Filmszenen I …..´s lässt sich nich´ mehr aufhalten… in: Das Wunder von Berlin, Teil 6. Heino Ferch – Jürgen Kaiser. Regie: Roland Suso Richter 2007-08

28. Februar 2009 · Kommentar schreiben

Teaser Film Das Wunder von Berlin. Heino Ferch - Jürgen Kaiser 2007-08

Bildquelle und alle Bildrechte bei teamworx für ZDF

…..´slässt sich nich´ mehr aufhalten…… in: Das Wunder von Berlin Teil 6Heino Ferch – Jürgen Kaiser. Regie: Roland Suso Richter 2007-08

Vor der Szene.

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Impressionen:

Nachrichten imFernsehen. Wir sehen viele Menschen schnell in Richtung West laufen. DerSprecher im Voice Over:

Die Welle von DDR-Flüchtlingen die von Ungarn aus über Österreich in die Bundesrepublik Deutschland kommen, ist offenbar größer, als zunächst angenommen.

Wir hören Anjas Stimme, die Marco in sein Ausbildungslager bei der NVA einen Briefschreibt:

Lieber Marco! In letzter Zeit versuchen immer mehr, abzuhauen. Ich hab´echt Angst, dass Du an die Grenze musst und vielleicht auf die schießen….

Ein Friedensgebet in der Kirche. Die Kirche ist brechend voll. Wir sehen die Lebensgefährtin des Professors am Mikrofon, Juliana spricht, sie liest ein Schriftstück vor:

Die nächsten Wahlensollen unter UN-Kontrolle stattfinden. Um unser Land politisch zu verändern, bedarf es der Beteiligung und der Kritik aller. Wir rufen alle Bürgerinnen undBürger der DDR auf, an der Demokratischen Erneuerung mitzuwirken.

Tosender Applaus.

Juliana (Anna Loos), die Lebensgefährtin des Professors, regt Hanna an, auf der Kopiermaschine des Buchladens den Leipziger Aufruf zu kopieren. Papier besorgt der Professor. Hanna willigt ein.

Die Szene.

Wir treten hinzu, als Hanna, Juliana und Anja im Hinterzimmer des Buchladens an der Kopiermaschine arbeiten.

Nahaufnahme Kopiergerät.

Hanna:

Wieviel hamwerdenn jetzt schon?

Juliana:

Hundertzehn

Anja:

Dafür könn´se uns alle verhaften, oder?

Hanna:

Das hamse mich auch schon gefragt. M-m.

Hanna erinnert sich:

Gemäß Artikel..

Sie geht zu einem Bücherregal, holt ein Buch, schlägt esauf, liest vor:

Warte mal, ich glaubneunundzwanzig, hier ist Artikel neunundzwanzig, Die Verfassung der DDR. ÜberGründung und Tätigkeit von Vereinigungen… …ist es zulässig.

Die könn´ ja wohl schlecht ihren eigenen Gesetzen widersprechen…

Anja :

.. und wer soll des alles unterschreiben?

Juliana:

Na überall wird unterschrieben im ganzen Land.

Ja, aber nich hier.

hören wir. Am Durchgang zum Laden steht Jürgen. Sein Gesicht ist unsichtbar, im Schatten. Er tritt heran, wird sichtbar.

Stille.

Alle sehen ihn verängstigt an.

Jürgen nimmt ein Blatt von einem der kopierten Stapel.

Blick auf die Anderen, atemlose Anspannung im Raum. DieFrauen wissen, dass die Staatssicherheit den Raum betreten hat.

Halbnah Jürgen. Er setzt seine Lesebrille auf. Die Brillenbügel klicken leise. Er liest das Blatt vor

..es kommt in der jetzigen gesellschaftlichen Entwicklung darauf an, dass eine größere Anzahl von Menschen am gesellschaftlichen Reformprozess mitwirkt….

Jürgen sieht seiner Frau ins Gesicht. Nimmt die Lesebrille ab.

Juliana wirft das Buch hin, das sie in Händen hält. ZuJürgen:

Wir müssen reden. Siegeht auf ihn zu.

Jürgen zu Juliana, leise drohend:

Sie solltenverschwinden, so lange Sie noch Zeit dazu haben.

Die leise Drohung schreckt Juliana. Sie dreht ruckartig den Kopf in Kaisers Richtung.

Juliana zu Jürgen: ..s lässt sich nich mehr aufhalten…

Jürgen, leise:

Das werden wir sehn.

Juliana blickt zu Hanna. Die nickt ihr zu. Sie möchte doch bitte gehen, wie Jürgen gesagt hat.

Juliana packt die kopierten Blätter zusammen, drückt siesich an die Brust und drängt an Jürgen vorbei. Anja geht Juliana hinterher.

Jürgen und Hanna allein.

Das Ehepaar sieht sich in die Augen. Hannas Blick zeigt,dass sie zu kämpfen bereit ist.

Jürgen, dicht vor uns, geht in dem engen Raum langsam einpaar Schritte an Hanna vorbei, direkt auf uns zu. Wir fühlen, wie von Jürgen eine Aura ausgeht, die einem schnellen Druckanstieg in einem geschlossenen System gleicht. Wir ahnen, dass dieses System in wenigen Sekundenexplodieren wird.

Jürgen dreht sich um, setzt sich. Sein Gesichtausdruck wirkt eingefroren, steinern.

Er verschränkt die Arme.

Hanna, nicht laut, beim Sprechen scheint ihr Mund wie durchgroße Kälte gelähmt:

..Du machst Dir nichmamehr die Mühe, ihren Geruch abzuwaschen..

Jürgen, elektrisiert wütend:

Wassollndasjez?

Er flüstert.

Lenk doch nich´ab.

Hanna

Wie lange geht das eigentlich schon? Nachdemich Marco von der KJS genommen hab´ – oder schon vorher?

Wir treten näher an Hanna heran, sie wird wütend. Wir hören,wie sie beim Sprechen Kiefer und Zähne verbeißt:

.. und wie lange,glaubst Du, seh´ ich mir das Ganze noch mit an?

Jürgen fährt hoch, wir blicken ihn über Hannas Schulter an.

Jürgen hebt die Hand, sein ausgestreckter Zeigefinger stichtauf Hanna zu:

Du riskierst alles,ja?, was wir uns aufgebaut haben.

Schnitt. Die beiden im Profil. Explosion. Jürgen schreit. Seine kleinen abgehackten Bewegungen zeigen, dass sein Adrenlinspiegel exzessiv hoch ist. Sein Atem schnappt.

Was glaubst Du was die Genossen mit mir machen, wenn rauskommt, dass meine Frau, ja?, das Neue Forum unterstützt.

Hanna steht stumm da.

Jürgen atmet durch. Blickt weg. Dann, plötzlich: er schreit,er schreit heraus, was er immer noch dachte, wollte, hoffte:

Wir wollten eine gemeinsame Zukunft aufbauen.

Hanna immer noch unbewegt. Jürgen hebt die Arme gegen Hanna. Die Geste fragt und umrahmt Hanna.

Warum lässt Du michjez im Stich?

Hanna spuckt ihm ihre Worte hin:

Du lässt uns im Stich,- merkste das denn nich?

Getroffen. Jürgen atmet überrascht ein. Er dreht sich weg, als verstehe er nicht und als suche er gleichzeitig etwas.

Hanna

Du lebst vollkommen an der Realität vorbei.

Er fällt ihr ins Wort:

Ich habe meineBefehle.

Hanna

Die hatte Dein Vater auch.

Wir sehen gerade noch, wie Jürgens Augen weiß aufblitzen,

dann schlägt er Hanna schon mit voller Wucht ins Gesicht. Er hat sogar ausgeholt, um dem Schlag vernichtende Wucht zu geben.

Hanna strauchelt und stürzt nieder.

Sie liegt ausgestreckt seitlich am Boden vor dem Bücherregal.

Sie setzt sich langsam auf, blickt ihn an.

Er ist vorgebeugt, streckt den Zeigefinger aus, deutet aufHanna. Jedes seiner Worte begleitet ein hackender Schlag in die Luft:

Du .. s t e l l s t.. n i c h t ..W a l t e r ..u n d.. m i c h auf eine Stufe, ist das klar, NIEMALS STELLSTDU WALTER UND MICH AUF EINE STUFE!

Hanna bleibt unten. Sie hat Angst vor ihrem Mann. Wir sehen,wie sie wie erschöpft atmet, schluckt.

Schnitt.

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2007-08 Heino Ferch (im Alter von 44) – Oberstleutnant derStasi Jürgen Kaiser, Veronika Ferres – Hanna Kaiser, Jürgens Gattin, KarolineHerfurth – Anja, Marco´s Freundin, Hermann Beyer – Der Professor, Anna Loos –Juliana, die Lebenspartnerin des Professors.

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Kommentar 1: s.a. Film Deutschlandlied, 1996. Gleiche Situation am Übergang von einem alten zu einem neuen Staatssystem: Deutschlandlied: das Faschistische Nazideutschland – die neue Demokratische Staatsform. In beiden Fällen ist der Vater ein Ewiggestriger: Deutschlandlied: Hermann Sternke (Matthias Gnädinger) der Vater ist auch in der jungen Demokratie immer noch Nazi, Jürgen Kaiser ist auch in der heraufziehenden jungen Demokratie immer noch Kommunist, in beiden Fällen haben die Ehefrauen den Schritt in die neue Staatsform mit vollzogen.

In Deutschlandlied Gertrud Sternke (Suzanne von Borsody) in Wunder von Berlin Hanna (Veronika Ferres ). In beiden Fällen eine laute Auseinandersetzung, in beiden Fällen schreit der Vater, er wollte etwas aufbauen für die Familie und hat der alte Staat nicht immer gut für uns gesorgt?…

Kommentar 2: Rollenfachtechnisch gesehen hat sich das Rad jetzt einmal komplett um seine Achse gedreht. In Beziehung zu Deutschlandlied wird deutlich, dass aus dem jungen Mann, dem Sohn, dem jüngeren Bruder, dem Freund, Liebhaber und jungen Ehemann jetzt erstmals der Vater (eines erwachsenen Sohnes, jungen Mannes, jungen Liebhabers) geworden ist, der wiederum seinen Sohn nicht versteht. Symptomatisch auch ein kleines Detail: Dies hier ist der erste Film mit HF, bei dem seine Filmfigur aufgrund beginnender Alters-Stabsichtigkeit eine Lesebrille benötigt.

Kommentar 3

We proudly – yes yes yes proudly – present unsere neuen Geistesergüsse auf wikipedia:

Artikel: Die Mauer – Berlin ´61

Artikel: Die Luftbrücke – Nur der Himmel war frei

Artikel: Meine schöne Bescherung

Kommentar 4: ..und wie hat sich die Akzeptanz unseres Podcast www.filmszenen.podspot.de entwickelt?:

Besucherzahlen filmszenen.podspot.de 5.April bis 5. Mai 2008

News: Unsere kleine Publikation ist aus der Google-Trefferliste websuche Stichwort Heino Ferch nach 3 Jahren online hinauszensiert worden. Wir erscheinen nur noch in der Google Suchliste Bilder…ach, wir sehen gerade, wir sind in den wikio-Treffer auf Seite zwei Heino Ferch Schauspieler Kultur Nachrichten hineingerutscht. Das erhöht natürlich die Seriosität unserer kleinen Publikation als Quelle und versöhnt uns mit der Löschung des blogigo-Treffers.

4.5.2008

Kategorien: Das Wunder von Berlin
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