Archiv der Kategorie: Das Geheimnis in der Wüste / La Tour Secréte / I Guardini Del Cielo / Tower of the First Born

Filmszenen I “…ich will!” in: La Tour Secréte / Das Geheimnis in der Wüste. Teil 2. Heino Ferch – León. Regie: Alberto Negrin 1997-98

Teaser Film Das Geheimnis in der Wüste. 1997-98 Heino Ferch - Hauptmann León Venardjus

Bildquelle und Bildrechte bei Lions Gate Films Home Entertainment (2007) (USA) (DVD), Radiotelevisione Italiana (Italy), Totem

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“…ich will!” in: La Tour Secréte / Das Geheimnis in der Wüste, Teil 2. Heino Ferch – León. Musik: Ennio Morricone, Regie: Alberto Negrin, 1997-98

La Tour Secréte - Das Geheimnis in der Wüste. Die Wüste von Sallall

Bildquelle und Bildrechte bei Lions Gate Films Home Entertainment (2007)
(USA) (DVD), Radiotelevisione Italiana (Italy), Totem

Blick über eine Balustrade hinweg in ein unendliches Meer aus Sandwellenbergen und -tälern, in der Ferne die glatte Linie eines endlosen Horizonts.

Von rechts kommt, ganz in Weiß, eine verschleierte Frau ins Bild. Ihre Stirn unter dem transparenten Schleier ist mit einem vierreihigen Perlenband geschmückt, ein Diadem aus weissen Blüten steckt in ihrem schwarzen Haar. In der Hand trägt sie einen Strauß aus weissen Blüten, von dem schmale weisse Seidenbänder, Zeichen der Verbundenheit, herabfließen.

Das prachtvolle Gewand ist ein Brautkleid. Die junge Frau ist geschmückt zur Hochzeit.

La Tour Secréte Das Geheimnis in der Wüste

Bildquelle und Bildrechte bei Lions Gate Films Home
2007) (USA) (DVD),
Radiotelevisione Italiana
(Italy), Totem

Die Braut schreitet die Balustrade entlang und blickt in die Ferne. Die Horizontlinie füllt unseren ganzen Gesichtskreis ringsum, als stünden wir auf dem erhöhten Deck eines Schiffes, als wäre das ganze Fort ein Schiff auf hoher See.

Niemand anderes als Arielle ist die Braut, das Mädchen aus einer unbekannten Welt, das Hauptmann León Venardius vor zwei Jahren in der Wüste von Sallall, diesem Meer aus Sand, gefunden hatte.

La Tour Secréte Das Geheimnis in der Wüste - Arielle auf dem Weg zur Trauung

Bildquelle und Bildrechte bei Lions Gate Films Home
2007) (USA) (DVD),
Radiotelevisione Italiana
(Italy), Totem

Jetzt schreitet sie die Treppe, die an die steilen Stufen einer Gangway erinnert, hinunter in den Innenhof des französischen Forts.

Dort hat die gesamte Besatzung des Forts im Karreé Aufstellung genommen. In der Mitte erwarten der Kommandant und León die junge Braut.

Fanfarenstöße ertönen.

Schnitt Totale.

La Tour Secréte Das Geheimnis in der Wüste Raschid wohnt der Trauungszeremonie bei

Bildquelle und Bildrechte bei Lions Gate Films Home
2007) (USA) (DVD),
Radiotelevisione Italiana
(Italy), Totem

Wir stehen auf der Umfassungs-Mauer und blicken über die Schulter des arabischen Prinzen Raschid, des Beschützers und Freundes von Arielle und von León, hinunter in den Hof auf die zeremonielle Szene.

Arielle scheint sich nicht zu freuen. Sie drückt sich an León und weint.

León versucht, sie zu beruhigen. Es dauert eine Zeitlang.

Er: Warum denn Tränen? Das ist der schönste Tag unseres Lebens

Er löst Arielle von seiner Schulter:

Du siehst einfach….bezaubernd aus.

Arielle schüttelt den Kopf:

Ich habe keine Familie, mit der ich ihn feiern kann. Ich erinnere mich nicht mal an ihre Gesichter oder ihre Namen.

León:

Schau!

Als wir Dich in der Wüste fanden, trugst Du das bei Dir. Er hat das goldene Amulett hervorgeholt, legt es in ihre Hand.

Es ist Deins.

Ich möchte es Dir nun zurückgeben, als Hochzeitsgeschenk Deiner Familie.

Arielle nimmt das Amulett, betrachtet es. Es blitzt in der Sonne auf.

Sowohl Leóns und Arielles Beschützer Raschid, als auch der Gefangene Sadik, der durch Gitterstäbe hindurch die Zeremonie beobachtet, erkennen das Amulett. Beide wissen um die Kraft des goldenen Schlüssels, dass er das gigantische Tor des Geheimen Turmes öffnen kann.

Arielle, deren Erinnerung an die Zeit vor dem Unfall noch immer ausgelöscht ist, weiss nicht, was sie da in der Hand hält. Ihre Erinnerung gibt nur für einen Moment das Bild eines Mannes in Raschids roter Kleidung frei. Er liegt tot im Sand, das Amulett neben seiner Hand.

León führt Arielle vor den Kommandanten des Forts, der, ähnlich einem Bürgermeister oder Kapitän, das Recht hat, die Beiden zu trauen.

Der Hauptmann stellt die zeremonielle Frage:

Hauptmann León Venardius! Wollen Sie nach Recht und Gesetz der französischen Republik Arielle zur Ihnen angetrauten Ehefrau nehmen?

La Tour Secréte Das Geheimnis in der Wüste Das Brautpaar vor dem Kommandanten

Bildquelle und Bildrechte bei Lions Gate Films Home
2007) (USA) (DVD),
Radiotelevisione Italiana
(Italy), Totem

Wir stehen hinter dem Kommandanten und sehen León und Arielle ins Gesicht. Neben den Beiden auf einem Samtkissen hält ein Soldat die goldenen Ringe bereit.

León blickt Arielle an.

Ich will.

Sagt er klar und entschieden.

Der Kommandant wiederholt auch gegen Arielle dieselbe Frage.

Arielle wendet sich León zu, sieht ihn an, sagt:

Ich will.

Der Kommandant überreicht León und Arielle die Ringe.

Insert auf die Hände der beiden.

León verbindet sich mit Arielle, Arielle mit León durch das Anstecken des goldenen Eherings an den Ringfinger der rechten Hand.

Der Kommandant, erfreut, fast berührt:

Nun reicht einander die Hände.

Hiermit erkläre ich Euch zu Mann und Frau.

Der Schwur auf die Nation Vive la France!

Vive la Republique!

in Ruf und Widerruf der anwesenden Soldaten schallt über den Hof.

Jetzt entschleiert León seine ihm angetraute Frau.

Der Brautkuss beendet die Zeremonie.

Arielle darf auch weiterhin im Fort bei ihrem Mann bleiben.

Als León den Gefangenen Michael Shannon, genannt Sadik, in die Stadt zur Verurteilung überführen soll, erwacht endlich Arielles Erinnerung. Plötzlich, beim Sadiks Anblick, weiß sie, dass Sadik es war, der ihren Vater damals getötet hat. Sie will León warnen, läuft ihm nach. Zu spät, Leóns Schwadron ist schon zu weit weg.

Raschid versucht Arielle zu beruhigen. León sei Soldat und käme zurecht.

Leider soll er Unrecht behalten.

Sadiks Leute haben das Trinkwasser vergiftet. León und seine Schwadron, die alle während der Überführung des gefangenen Sadik von diesem Wasser getrunken haben, sind dem Tod geweiht.

Schnitt.

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1997 – 98 Heino Ferch (im Alter von 34) – Hauptmann León Venardius, Romina Mondello – Adriel (Arielle )

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(Kommentar:

Wir glauben, in vielen Details ein Deja-vu zu haben:

die Anmutung eines Achterdecks, eines Castells, samt Flagge (hatten wir nicht irgendwann gesehen, wie dieser Mann damals mit dem hölzernen Kompass-Kästchen in der Hand die Flagge am Heck des Schiffes grüßte…?),

La Tour Secréte Das Geheimnis in der Wüste Das Kastell
die Anmutung eines weiten Meeres, die steilen Stufen hinab (oder auch hinauf), wie eine Gangway, die glutäugige dunkelhaarige Braut, der Brautstrauß mit weißen Blüten, die schmalen Seidenbänder als Zeichen der Verbundenheit –hatten wir sie nicht an den Handgelenken eines Brautpaares gesehen? – ,
die Hochzeit „an Bord“ des Forts, die goldenen Ringe, die versammelte Mannschaft
und die weissen Lilien (endlich haben wir auch kapiert, warum Lilien: – hören wir doch, was Hans Christian Andersen in seinem Märchen “Die kleine Seejungfer” sagt: Die Großmutter (…) setzte ihr (Arielle) einen Kranz von weissen Lilien ins Haar..
…ein Dreimaster mit bunten Wimpeln über die Toppen geflaggt ( Andersen, Kleine Seejungfer: “…und es sah aus, als ob die Flaggen aller Nationen in der Luft wehten…”) ,
und dann, später, ein Schiff auf einem See, ein Feuerwerk…(Andersen: “Niemals hatte sie solche Feuerkünste gesehen. Große Sonnen drehten sich sprühend herum, Feuerfische schwangen sich in die blaue Luft, und alles spiegelte sich in der klaren, stillen See. “
- an was erinnert uns das bloß…äh..em…aba..öh… wir könnten schwören, wie ham´das schon mal in echt gesehen, – ja, genau – auf irgendeinem Windjammer – Treffen, – war das in Rostock auf der Hanse –Sail..? oder…?..aber das war fast ein Jahrzehnt später, also kann es nur ein Irrtum…
<!–

>

…verflucht immer dieser verdammte Gedächtnisverlust…wären wir bloß nicht so oft vom Pferd gefallen…)

Adriel – Arielle: Vom Suchen und Finden (der Liebe) des Goldschatzes

14.10.2007

Filmszenen I “..jetzt bist Du in Sicherheit…”in: Das Geheimnis in der Wüste / La Tour Secréte. Teil 1. Heino Ferch – Hauptmann León. Regie: Alberto Negrin. 1997-98

Teaser Film Das Geheimnis in der Wüste - La Tour Secréte. Heino Ferch - Hauptmann León.

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“..jetzt bist Du in Sicherheit…”in: Das Geheimnis in der Wüste / La Tour Secréte. Teil 1 Heino Ferch – Hauptmann León. Buch: George Eastman nach einer Novelle von Valerio Manfredi. Regie: Alberto Negrin. 1997-98

Vor der Szene.

Krieg. Afrika.

Die Sandwüste von Sallall.

In einer Militärstation foltern Soldaten einen alten weisen Mann zu Tode. Sie wollten von ihm die Auskunft erpressen, wo sich der Turm der Erstgeborenen befindet. Die Soldaten vermuten ungeheure Goldschätze in diesem Turm.

Der Alte besaß ein Goldamulett, das wie ein Codewort das Goldene Riesenportal des Geheimen Turms öffnen konnte.

Er hatte seine vielleicht sechzehnjährige Tochter dabei.
Sie kann nach dem Tod ihres Vaters auf einem Pferd im allgemeinen Tumult entfliehen.

Die Szene.

Auf uns zu galoppiert das Mädchen, sie ist wie eine Nomadin gekleidet, langes hellblaues Gewand. Ihr fliederfarbenes Kopftuch lässt, in der Art der Nomaden, ihr langes schwarzes lockiges Haar sichtbar. Sie scheint südwärts zu fliehen.

Direkt vor uns hält sie an, blickt sich um. Wir sehen, sie ist ratlos, weiß nicht, wohin sie sich wenden soll. Um sie herum eine traurig zerstörte Oase, verbrannte Palmen und ausgebrannte Autowracks, alles von weissem Wüstensand überstäubt.

Wir hören einen Schuß, Pferdegetrappel.

Zwei französische Soldaten kommen von Westen herangaloppiert. Sie erreichen das Mädchen. Aus Süd und Ost kommen noch mehr Soldaten heran. Das Mächen ist eingekreist.

Schnitt.

Die Nomadin nah. Sie hat Angst; sieht, dass ihr der Ausweg abgeschnitten ist. Sie reisst am Zügel, das Pferd erschrickt und steigt. Es wirft sie ab. Sie stürzt vom Tier, rollt über den Boden und schlägt mit dem Kopf gegen eines der Autowracks.

Jemand schreit:

Hauptmann León (Heino Ferch)

Bildquelle und Bildrechte bei Lions Gate Films Home Entertainment (2007) (USA) (DVD), Radiotelevisione Italiana (Italy), Totem

Nicht schießen, verdammt!

Einer der Soldaten, es ist der Hauptmann der Schwadron, León, springt vom Pferd und eilt zu der Bewusstlosen.

Wasser!

befiehlt er einem seiner Leute. Er hebt den Oberkörper des Mädchens an, um ihr Wasser einzuflößen. Die Nomadin ist ohne Lebenszeichen.

Der zweite Soldat:

Sie ist noch ein Kind!

Nach dem, was sie anhat, ist sie Türkin.

Das Wasser auf ihrem Gesicht weckt sie auf. Sie erschrickt, als sie versteht, dass sie sich im Arm eines fremden Mannes, eines französischen Soldaten, befindet und versucht, wegzustreben.

Er wirkt beruhigend auf sie ein, wie auf ein scheuendes Pferd.

Alles ist gut…alles in Ordnung.

Sie hat nicht die Kraft sich aufzurichten. Wir sehen, dass sie bis zur Schockgrenze verängstigt ist.

Der Hauptmann:

Keiner will Dir was tun…

Er blickt sie konzentriert an. Friedlich, in beruhigendem Ton:

Wie ist Dein Name?

Sie will antworten. Blickt weg. Ihr fällt ihr Name nicht ein.

…mein Name…

Sie sieht den Hauptmann an, als könne er ihr bei der Namensnennung helfen.

Er: Ja!..

Das Mädchen:

Ich… ich.. weiß nicht.

Verärgert, erstaunt.

Ich..ich hab´ihn vergessen.

Der französische Hauptmann:

Jetzt bist Du in Sicherheit.

Vor wem warst Du auf der Flucht?

Das Mädchen denkt nach. Sieht den Hauptmann an, als könne er eine Erinnerung auslösen. Sie strengt sich an, einen Erinnerungspunkt zu finden.

Der Schlag gegen den Kopf zeigt Nachwirkung. Sie wird wieder bewusstlos.

Der Hauptmann sieht, dass hier keine Information mehr zu erwarten ist. Sein Blick geht über die Kleidung der Bewusstlosen. Er sucht nach einem Anhaltspunkt.

Hauptmann León entdeckt bei der bewußtlosen Arielle das Goldene Amulett

Bildquelle und Bildrechte bei Lions Gate Films Home Entertainment (2007) (USA) (DVD), Radiotelevisione Italiana (Italy), Totem

Er sieht das goldene Amulett, nimmt es in die Hand. Es ist groß, schwer verziert, sieht aus wie der Teil eines größeren Ganzen, das wohl, wenn komplett, kreisrunde Form hat.

Er nimmt das Amulett an sich. Nachdenklich.

Schnitt.

Blick in ein unendliches Meer aus Sandwellenbergen und Sandwellentälern das bis zur Horizontlinie reicht.

Die Geschichte macht nach dem Fund der Nomadin und ihres Amulettes einen Zeitsprung von zwei Jahren. Das Mädchen ist nun volljährig.

1997-1998 Heino Ferch (im Alter von 34) – León, Hauptmann einer französischen Fremdenlegionärs-Schwadron, Romina Mondello – Adriel (Arielle ) - – -

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( s.a. “Jetzt bist Du in Sicherheit” s.a. SchvT Szene Tanz: Sch zu Sophia: Paris und Helena.. Nach ihrer Flucht mussten sie geglaubt haben, sie seien in Sicherheit…”
s.a. SchvT: Sch ist auf der Flucht, ihm wird der Weg von allen Seiten abgeschnitten, sein Pferd steigt, er stürzt vom Tier.


Thema Szenenstrukturen. – News about “The Kid” mit Bruce Willis siehe dort Mord am Meer Teil 5c im Kommentarteil->-> )

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Filmszenen I Marginalien 1 Das Geheimnis in der Wüste / I Guardini del Cielo / La Tour Secréte / Tower of the Firstborn 1997/98

Bildquelle: www.amazon.co.uk

1. Marginalien… so daherg´schwätzt:
Der Film-Titel: „La Tour Secréte“ (im Folgenden TourS) , Englisch: „Tower of the First Born“ heißt in der Deutschen Version „Das Geheimnis in der Wüste“.

La Tour Secréte ist m.E. ein Steinbruch für einige Figuren, einige Handlungsmotive und viele Bildmotive im „Geheimnisvollen Schatz von Troja“ (im Folgenden SchvT genannt): Der Vergleich mit einem Steinbruch ist in diesem Fall besonders passend, da in beiden Filmen Archäeologen „Steine (aus-)brechen, um zu finden, was sie suchen.

2. Der Filmtitel „Das Geheimnis in der Wüste“ kombiniert mit dem Handlungsfaden der Schatzsuche, wird m.E Der geheimnisvolle Schatz (ergänzt: von Troja) (m. E. heißt meines Erachtens. Alle Ausführungen im Folgenden sind keine Tatsachenbehauptungen, nein, sie vertreten ausschließlich unsere subjektive Meinung, sind also Theoreme, Luftgitarrenspiel)

3. Beispiele:

Haupthandlungsfaden Zwo in TourS ist die Suche nach einem Goldschatz. Die „Bösen“ im Film erhoffen im Tower of the Firstborn im Geheimen Turm, dem „Tour Secréte“ einen unermeßlichen Goldschatz vorzufinden.
Die Anderen, die „Guten“ im Film suchen so etwas wie eine „Große Wahrheit.“, die der Turm birgt.

In „Der geheimnisvolle Schatz von Troja“,:Szene Der Archäologe Sch, auf der Suche nach einer geheimnisvoll verborgenen archäologischen Stätte, besucht erstmalig Sophias Familie:
Frage an ihn: Sie suchen also nach Gold und Silber? ( TourS.: Die „Bösen“ suchen nach Gold und Silber, das im geheimnisvollen Turm verborgen sein soll)
Antwort: Ich suche die Wahrheit! (TourS: die „Guten“im TourS suchen eine „Große Wahrheit“, die im TourS verborgen sein soll.

TourS: Die zwei angloirischen Hauptfiguren, eine junge Archäologin: Diane Shannon und ihr archäologisch hochaktiver Schatzsuchbegleiter, der junge Astrophysiker Dr. Neil Hogan haben eine ganz ähnlich witzig frotzelnde Beziehung zu einander wie Schliemann (im Folgenden Sch) und Sophia in SchvT.

Auf den ersten Blick erkennbar ist m.E. die Ähnlichkeit des jungen Fachmannes Dr. Neil Hogan (TourS) mit der Figur des jungen Stratografen Theo Glauser in SchvT. – inklusive Drahtgestellbrille und sommerlichem Borsalino.

Wer zusieht, wie Diane Shannon in der Kennenlernszene am Seil aus dem Licht in das Dunkel der unterirdischen Halle herabgelassen wird, erkennt sofort das SAT.1 Marketingmaterial wieder, das Sch auf einem unterirdischen Felsen stehen läßt- in einer Lichtaureole, die von oben kommt. Dieses Bild verstärkt sich am Ende von TourS im Schlußbild des Tour Secréte-Films, in dem sich ein “Fahrstuhl in hypäthrale Sphären” öffnet, der die Figuren in ähnlichem Licht von oben zeigt, wie Sch im SchvT-Teaser.

Ähnlich auch die Geologische Beschaffenheit des Ortes, in dem der Tour Secrete (TourS) liegt mit dem Ausgrabungslager in SchvT, eine die schluchtartige, von Wänden eingekesselte langgestreckte Ortlichkeit. An beiden Orten wird jeweils der Schatz vermutet und gefunden.

Besonders schön finden wir die, wie wir glauben, Reminiszenz der Bazar – Szene in SchvT, Sch und Sophia durchschreiten einen farbenfrohen Bazar – mit der Bazar-Szene in TourS. Diane und Dr. Hogan durchschreiten einen lebendigen Bazar. In beiden Fällen wird in diesen Bazaren etwas erworben. Einmal in TourS Kamele, in SchvT ein Medikament, beides Dinge, die die Hauptakteure weiter bringen.

Beide Filme zeigen uns auch eine Szene in einem Harem mit verschleierten Schönen, in beiden Fällen sind es die Paläste von Gegnern der Protagonisten.


Wir ahnen, was für u.E. eine ungeheur riesige Phantasieleistung erbracht wurde, um für eine Story Line brauchbare Bilder zu finden, die Geschehen in dramaturgisch wirksame Bildergeschichten umsetzt. Wir finden die Phantasie- und Analogieleistung ungeheuerlich, die erahnte, erkannte, welche Bilder im TourS Film schön und dramaturgisch nutzbar sind, um eine ähnliche Kausalitätskette von Filmhandlung in eigenem Zusammenhang zu erzählerischer Wirkung zu bringen. Chapeau. Hut ab.

Völlig subjektive Filmkritik des Filmes La Tour Secréte :

1. Als Steinbruch für Figuren-, Bild- und Handlungsmotive ist La Tour Secréte sicherlich geeignet, damit ist m.E. sein Wert als Film allerdings bereits völlig erschöpft.
Die Dramaturgie, die Spannungskurven sind gut vergleichbar mit einer Strickmühle.

Siehe Abbildung.->->

Links der orangene Knäuel ist der Filmstoff, eine amorphe Masse, daraus wird ein Handlungsfaden gezogen, der an der Produktionsstätte, dem Drehort (siehe die kleine Plastikglaskuppel mit den zwei Stricknadeln) in immer gleicher Weise verarbeitet wird. Unten kommt eine Art Schlauch heraus, der unendlich lang sein kann und bei dem alle Maschen in derselben –monotonen – Weise verstrickt sind (siehe unten links der orangene Strickschlauch.)

Wenn Sie sich im Stande fühlen, einhundertachtzig Minuten lang beim Entstehen eines solchen Szenen-Strickschlauches zuzusehen, dann ist der Film etwas für Sie. Alternativ kann man die unendliche Reihung von gleichartig gestrickten Szenen ertragen, indem man immer nur die nächsten fünfzehn Minuten des Films ansieht und dann einen Tag wartet.

2. Personal. Der Film braucht ungefähr die Hälfte des ersten Teiles allein dazu, um uns die ungeheuren Massen von Figurenpersonal vorzustellen, deren Schicksalsfäden dann im Anschluß per Strickmühle verarbeitet werden sollen. Nehmen Sie Papier und Bleistift zur Hand und schreiben Sie alle Namen mit. Sie werden sie brauchen.

Um das Ganze noch weiter zu verkomplizieren, haben mehrere Personen zwei Identitäten mit bis zu vier verschiedenen Attributen. Eine Person hat, je nachdem , wer von ihr spricht bis zu vier Namensbezeichungen. Das vervielfacht scheinbar das Personal noch weiter.

Mancher Name wird eine halbe Stunde lang nicht mehr genannt, wenn er dann wieder genannt wird, sollten Sie tunlichst sofort wissen, wer gemeint ist und zu welcher Gruppe er gehört, sprich: zu welchen Guten oder welchen Bösen, sonst verlaufen Sie sich high and dry im Gestrüpp des komplizierten Handlungsgeflechts, bzw. der Schnitzeljagd, die sehr dem Strickmuster von PC-Games ähnelt: Der Held muss B suchen, dafür aber erst A finden/erkämpfen/erobern, um anschließend damit C zu vollbringen/erhalten/erobern.

3. Sie können sich die Sache auch vereinfachen, gar nichts zu verstehen versuchen und nur das makellose Gebiß der weiblichen Hauptdarstellerin, der Archäologin, bewundern. Sie erkennen sie daran, dass fast alle ihrer zweiunddreissig Perlen-Zähne bereits auf Kilometerdistanz schneeweiss aus ihrem Gesicht leuchten. Aber Achtung! Sie beißt!

4. Kamera. Der Director of Photography ist in der imdb.de nicht genannt. Wahrscheinlich Selbstschutz, damit er nicht gesteinigt wird.

Unglaublich. Die Kameraperspektiven und die Beleuchtung entsprechen m.E. in ihrer Qualität etwa dem Kameradesaster von „Widows“.

Beispiel: Als León dem Tode nah (durch Vergiftung) von seinem Widersacher zu Boden geworfen wird, blickt die Kamera zwischen seinen gespreizten Beinen hindurch (wir blicken in Leóns Schritt) von unten in seine Nasenlöcher. Bei einer derartigen Kameraführung geht m.E. schlicht und einfach die Würde verloren. Ergebnis: unfreiwillige Komik. Schon seit Caravaggio wissen wir, dass ein Bildwinkel, der die Fußsohlen eines Menschen zeigt und uns erlaubt, in seine Nasenlöcher zu blicken, den Abgebildeten die Würde nimmt….

5. Licht. Ebenfalls unfassbar… hatten die kein Geld für Scheinwerfer? Streikte der Oberbeleuchter, war kein Stromanschluß da, ist der Generator verreckt? In vielen Aufnahmen laufen in den Close Ups den Darstellern Schattenkanten mitten durchs Gesicht. .- ungewollte Schattenkanten ohne dramaturgische Bedeutung. —no comment…

6. Synchronisation. Schön Gesprochenes kann, ebenso wie gute Filmmusik, noch viel retten – oder darstellerisch schlecht Gesprochenes alles in den Orkus reissen… Gleich zu Anfang zählt eine Schwadron den Gleichschritt …eins zwo drei vier, eins zwo drei vier… unverkennbar mit Bayerischem Akzent. Francobavarier, also, diese Legionäre… sozusagen. usw. usw. ….möge der Ruf des Muhezzin mein Gefasel bedecken und die samtenen Schwingen gnädigen Schweigens weiteres harsches Unbill verdunkeln. Assalam… habibi, assalam.

4.10.2007