Archiv der Kategorie: 2 Männer 2 Frauen 4 Probleme!?

Filmszenen I “.. Er dachte, ich hasse ihn.” in : 2 Männer 2 Frauen 4 Probleme, Heino Ferch als Nick Leonard, 1996-97

“..Er hatte Tränen in den Augen. Er dachte, ich hasse ihn.” in : 2 Männer 2 Frauen 4 Probleme, Heino Ferch als Nick Leonard. Regie Vivian Naefe, Drehbuch: Barbara Jago, Pamela Katz, Vivan Naefe, Walter Karge, 1996-97

Bildquelle und Bildrechte bei Buena Vista und Olga-Film. Higrd: Caravaggio – Madonna von Loreto

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Lebensentwürfe.

Audio.wma: (Text exkl. Dialoge und Sprecher: ignazwrobel)



Nick, Eva und die Kinder sind in einen nachts unbewohnten Palast (das kommt in Venedig häufig vor, die Venezianer verlassen abends die uralten Palazzi und fahren zu ihren neuen Wohnhäusern am Festland) eingebrochen, um dort zu nächtigen. Er ist in der verstaubten Pracht des neunzehnten Jahrhunderts eingerichtet.

Die Nacht zuvor am Strand von Jesolo war kalt und feucht gewesen.

Die aggressive Stimmung zwischen den beiden beruhigt sich. Am Tag zuvor hatten sie sich noch mit Matschbirne, Ziege, tote Hose und dumme Kuh tituliert.

Kaminstunde.

Klavier spielen.

Im mannshohen offenen Kamin flackert gemütlich ein Feuer. Nick steht davor, um sich zu wärmen. Die Kinder sind bereits im Bett in einer anderen Stanza, Nick und Eva sind allein. Eva hatte das alte Konzert-Klavier im Salon kurz angespielt, Nick stand da und hörte zu. Eva kommt heran und bleibt im Türrahmen stehen.

Nick leise und trocken Ich versteh das nicht.

Eva Was?

Sie ist guter Laune vom Klavierspiel, lächelt angeregt, milde. Sie wirkt ganz jung und sanft.

Nick Sie spielen so gut. Warum haben Sie nicht längst…

Eva ….einen Beruf daraus gemacht?

Nick bestätigt ihr Satzende mit einem Nicken. Die aggressive Kälte ist ganz und gar von ihm abgefallen, der geschniegelte Anzugträger mit Harvard-Goldrandbrille ist völlig verschwunden.

Jetzt sehen wir einen Mann, der einfach nur er selbst ist.

Der nichts beansprucht, nichts repräsentieren will. Der drängend oktroyierende Wille ist verstummt, er ist in ruhigem Fahrwasser, hört einfach zu. Seine Hände sind locker in den Hosentaschen versenkt, das heilige Statussymbol Schlips abgelegt, der oberste Knopf seines Hemdes bequem geöffnet.

Eva Die Gründe dafür sind drei und sechs Jahre alt.

Eine Zeitlang habe ich jede Nacht gearbeitet, um das Geld für die Klavierstunden zu verdienen und ziemlich viel geübt.

Nick lächelt. Freundlich. Einfach so. Er lächelt zum ersten Mal.

Eva spiegelt sein Lächeln und erzählt weiter.

Irgendwann hab´ich dann vorgespielt. Jedem Idioten in der Stadt.

Nick richtet sich auf, seine Lidschlagfrequenz erhöht sich: er hört aufmerksam zu.

Und dann hab ich meinen ersten Job bekommen. Ich hab´wirklich einen bekommen.

Im Quincy´s.

Nick hebt den Kopf. Wir hören ein leises Ja.

Eva merkt, das da was nicht stimmt, sie schaut ihn zweifelnd an. (Quincy´s – kennt er das?)

Er hält kurz ihrem bohrenden Blick stand. Dann – er zögert noch einen Augenblick, schaut nach oben – schmilzt seine Haltung in ein entschuldigendes Lächeln, er läßt den Kopf sinken und sieht hinreissend unsicher zu Boden.

Als er wieder Blickkontakt findet, zucken seine Schultern andeutungsweise entschuldigend. Er weiss zum ersten Mal in seinem verdammten Leben etwas nicht und gibt es zu:

Ja.. kenn ich nicht. Er schickt seinen Worten ein unsicheres kleines Lächeln hinterher. Seine Schläfen wirken auf einmal offen und ungedeckt. Wir schmelzen dahin. Hach, ist das …sympathisch. Wir mögen ihn plötzlich. Er zeigt Schwäche. Ein Mensch!

In diesem Augenblick erreicht die Figur Nick Leonhard in ihrer inneren Entwicklung den dialektischen Umschlagspunkt. Die Betonhülle reisst, der Eispanzer bricht.

Eva Das kennt niemand! Louis war da Stammgast. Es war eine schöne Zeit.

Nicks Lächeln verstummt, er wirkt nachdenklich.

Ich hab jede Nacht dort gespielt und konnte von dem leben, was ich am liebsten mache. – Eva ist auch ganz ernst geworden. Sie sieht ein bisschen traurig aus.

Ich will das wieder. Sagt sie und blickt in eine imaginäre Ferne.

Nick hat sich dezent aus dem Blickkontakt zurückgezogen und den Kopf gesenkt. Bevor er sich wegdreht, um zum Kaminfeuer zu gehen, wirft er ihr noch einen sichernden Blick zu, ob sie in Ordnung ist.

Der Vater.

Eva folgt ihm … und Sie? Bilderbuchkarriere?
Sie nimmt vor dem Kamin am Boden Platz. Er steht an die übermannshohe Kaminumrandung aus rotem Marmor gelehnt.

Er reisst tabellarisch seinen CV herunter:

- Abitur - Studium in Rekordzeit - Erstklassige Noten - Topkanzlei - Achtzig gewonnene Prozesse …

Eva zieht währenddessen müde ihre Jacke aus, sitzt im roten Trägershirt. Wir können ihre volle Büste und die makellosen goldbraunen Arme nicht übersehen.

Close up auf Nicks Gesicht.

….viel……… viel Arbeit…….

sagt er leise und bemerkt ebenfalls Evas Körper.

Sein Gesicht hat sich angenehm verändert. Die Spannung um die Augen ist verschwunden. Seine Mundwinkel sind zwei freundliche kleine Akzente. Die Augen mit den weitoffenen Pupillen wirken wie ruhige dunkle Räume – belebt von den milden Reflexen der Glanzlichter.

Das warme Licht mildert alle Schärfe, wir sehen auf einmal einen ganz jungen Mann.

Eva, ruhig und müde:.…Beneidenswert

Er …finden Sie….?

..manchmal auch ganz schön einsam….und langweilig. Er wirkt frustriert.

Eva ….aber Sie sind nicht langweilig
Nick Das hätte mal mein Vater hören müssen
Eva Warum?
Nick Für den zählten nur Künstler und Arbeitslose, Anwälte hat er gehasst.
Eva Was war Ihr Vater?
Nick Sänger.
Eva Und Ihre Mutter?
Nick Sängerin.

Furchtbares Leben. Ewiges Herumtingeln. Schreckliche Wohnungen. Ich hab´s so gehasst. Mit sechzehn bin ich weg. Ich wollt´ ein normales Leben, aber keiner hat´s kapiert.

Nick referiert:

Als ich ausgezogen bin, hat mein Vater mir zum Abschied die Hand gedrückt, hat sich umgedreht und ist gegangen. Ohne ein Wort.

Schnitt auf Eva: Sie schaut erschrocken, zunehmend bestürzt.

Very Close Up auf Nick. Sein Gesicht und seine Stimme sind fast unbewegt, während er erzählt:

Er hatte Tränen in den Augen. Er dachte, ich hasse ihn.

Ich wollt´ihm sagen, dass es nicht wegen ihm ist und dass ich ihn liebe. Aber er ist gegangen, hat sich nicht umgedreht, er ist gegangen.

Die letzten drei Worte betont er, als fände er die Reaktion seines Vaters unbillig hart und gnadenlos, unerklärlich, lieblos. Sein Blick ist leer, die Augen zwar weit offen, er sieht jedoch nichts in dieser Gegenwart. Er sieht bedauernd aus, fast traurig, fast resigniert – und so, als könne er nicht verzeihen.

Ich hatte so gehofft, dass er sich umdreht, das ich´s ihm sagen kann.

Er blickt zu Boden, dann in die Ferne, sehr frustriert.

Er hat´s nicht getan.

sagt er leise, sehr bedauernd, nachtragend. Da ist etwas zerbrochen, ungekittet geblieben, ein Riss, der sich nicht geschlossen hat und schmerzt.

Tja. Kurz danach ist er gestorben.

Pause. Das Kaminfeuer knistert.

Er denkt noch einige Augenblicke an seinen Vater. Die Geschichte scheint zu Ende. Aber nein. Er nimmt sie noch einmal auf:

Vielleicht, wenn wenn… …wenn er sich umgedreht hätte… wär´ich geblieben….

Eva antwortet sofort. Sie ist eine sehr kluge, herzenskluge Frau. Sie sagt:

Vielleicht hat er das gewußt.

Er wußte, dass er Sie gehen lassen muss und hat sich deswegen nicht umgedreht.

Sie hat Recht.


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1996/1997 Heino Ferch – Nick Leonhard, Eva – Aglaia Syszkowicz. Drehbuch: Barbara Jago – Trägerin Bayer. Fernsehpreis Kategorie Drehbuch 1999

Filmszenen I “..essen Sie das noch?” in: 2 Männer 2 Frauen 4 Probleme, Heino Ferch als Nick Leonard 1997-98.

“..essen Sie das noch?” in: 2 Männer 2 Frauen 4 Probleme, Heino Ferch als Nick Leonard. Regie: Vivian Naefe , Drehbuch: Barbara Jago, Pamela Katz, Vivian Naefe, 1997-98.

Bildquelle und Bildrechte bei Buena Vista und Olga-Film. Higrd: Caravaggio Madonna von Loreto

…essen Sie das noch?

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in: 2 Männer 2 Frauen 4 Probleme, Regie: Vivian Naefe, Biografie Naefe Drehbuch: Barbara Jago, Pamela Katz, Vivian Naefe, 1997-98

Vor der Szene:

Die Mutter zweier Kinder im Alter von drei und sechs, Eva, hat den Staranwalt Nick Leonhard, einen Mittdreissiger, gekidnappt.

Eva, Nick und die Kinder Florian und Rosa sind in einem uralten Ford Granada Richtung Venedig unterwegs.

Dort will sie Nicks Frau Charlotte Leonhard und ihren eigenen Mann Louis zur Rede stellen. Venedig ist für eine Woche Liebesnest für Louis und Charlotte.

Auf Nicks Frage, wozu er mit nach Venedig müsse, meint Eva:

„Die beiden müssen zur Vernunft gebracht werden. Das kann ich nicht allein, dazu brauche ich Sie (Nick). Die beiden, (Louis und Charlotte) müssen wissen, dass sie nicht allein auf der Welt sind.“

Damit Nick nicht entkommen konnte, hatte Eva seine Hände mit zwei Handschellen im Wageninneren festgekettet.

Nick reizt Eva mit seinen süffisanten und arroganten Bemerkungen so sehr, dass sie ihn nach acht Stunden Fahrt mitten in der Nacht aus dem Wagen wirft – ohne Jackett, ohne Pass, ohne Geld, nur in Hemd und Hose, bei strömendem Regen, irgendwo nach der Grenze im Gebirge.

Szene 1:

Scheune im Gebirge.

Eva hat mit den Kindern eine Scheune aufgesucht, um dort zu übernachten. In einer großen Blechpfanne hat sie ein Feuer entzündet, an dem sie sich wärmt. Die Kinder schlafen bereits. Es scheint warm und gemütlich zu sein. Reste des Abendessens, Pizza, liegen noch da.

Die Scheunentür geht auf, Nick kommt herein. Er ist völlig durchgefroren, bis auf die Knochen durchnäßt, von oben bis unten verschmutzt, sein Atem zittert vor Kälte.

Eva: Was ist, haben Sie´s ohne mich nicht ausgehalten?

Zähneklappernd, aber wütend antwortet er

Sie sind mit meinem Aktenkoffer und mit meiner Brieftasche weggefahren.

Er pirscht sich näher ans Feuer heran und streckt den Flammen seine Hände entgegen, um sich zu wärmen. Es ist dunkel in der Scheune, nur das Licht des offenen Feuers flackert über die Gesichter der beiden.

Den Koffer mit den Akten braucht Nick für seinen nächsten Prozess. Gewinnt er ihn, verlieren 200 Menschen ihren Arbeitsplatz.

Diesen Prozess zu verlieren, damit die Leute ihre Jobs behalten können, das kommt für Sie nicht in Frage, was?

Dafür werde ich nicht bezahlt.

Klar, Sie wollen den Fall gewinnen und in Ruhe Geld scheffeln.

Nick versucht, weiteren Wärmeverlust zu verhindern und verschränkt die Arme.

Ich arbeite sehr hart für meinen Erfolg, ja? - Fünfzehn Stunden am Tag. (Punktum!)

Die verschränkten Arme wirken jetzt renitent. Er ist erregt und wütend.

Eva: Fünfzehn Stunden?

Der Herr Anwalt nickt bestätigend, schaut stur vor sich hin und presst die Lippen zusammen.

Wo bleibt da noch Platz für Ihre wunderbare Charlotte?

Die arbeitet genauso viel.

Jetzt sieht er Eva an und sagt in sich selbst bestätigendem und Eva belehrendem Ton:

Ja – das ist die Bedingung, wenn man etwas erreichen möchte.

Seine Augen beginnen abzuirren. Wir sehen, dass er das unappetitliche Reststück Pizza auf der fettbefleckten Pizzaschachtel ins Auge fasst. Nick hat seit schätzungsweise zwölf Stunden nichts mehr gegessen. Er deutet mit einer unpräzisen Geste Richtung Pizza.

Sagen Sie, - essen Sie das noch?

Eva lächelt. Sie weiss, was jetzt kommt. Vor Stunden noch hatte Nick das Angebot, Pizza zu essen, überheblich abgelehnt und ihr unterstellt, dass Louis, Evas Mann, vielleicht auch deswegen fremdginge, weil ihn Evas unkultivierte und unästhetische Essensmanieren angewidert hätten.

Gier und Selbstachtung kämpfen einen kurzen Kampf in Nick, er sichert mit schwarzem Blick zu Eva, fasst dann wieder die Pizza ins Auge. Die Gier siegt.

Mit steifen Schritten geht er zum Pizzakarton, beugt sich darüber - und schlingt das Pizzastück unter Hintanlassung jedes Restes von Tischmanieren in ekelerregender Art und Weise in sich hinein. Teigstücke hängen ihm aus dem Mund, Salamireste fallen zu Boden. Wir hören schweinische Kaugeräusche. Er atmet schwer. (-Igitt!)

—-

Zwischenszene Charlotte und Louis. Die beiden haben ihren ersten Streit – über die italienische Küche.

——–

Fortsetzung der Szene in der Scheune:

Nick hat sich seines nassen Hemdes entledigt, steht da im Unterhemd – konservativer Schiesser Feinripp – und hält das nasse Oberhemd an einem langen Stock über das Feuer, um es zu trocknen.

Er sagt:

Charlotte ist nicht bei Ihrem Mann!

Sie hat auch keine Affären!

Das haben wir bei der Eheschließung festgelegt.

Wir haben einen Ehevertrag.

Was, einen Vertrag?

Nick blickt konzentriert und beleidigt ins Feuer.

Ja.

Das klingt eher nach einer Geschäftsverbindung als nach einer Ehe.

Nick belehrt Eva mit aggressivem Unterton:

Wir wären ohne einander nicht da, wo wir jetzt sind. Charlotte ist hochintelligent. Sie ist eine talentierte Geschäftsfrau. Sie ist…

Schnitt auf Eva. Die beendet den Satz für Nick….

…sexy.

Schnitt auf Nick. Der sieht Eva mit erstaunt – versteinertem Gesicht an. Er wirkt erstarrt, nur die Bewegung der flackernden Flammen belebt seine Erscheinung.

Dann, mit einer kultiviert-gewählten Kopfbewegung zu Eva hin:

…auch das. Selbstverständlich.

Die Erinnerung, dass seine Frau sexy sein könnte – auch für jemand anderen als ihn – hat ihn so unaufmerksam gemacht, dass seine Hand abgesunken ist. Das Hemd kam zu dicht an die Flammen und hat jetzt Feuer gefangen.

Mensch, passen Sie auf! schreit Eva.

Zu spät. Das Hemd brennt lichterloh.

Nick reagiert schnell, er wirft das Hemd zu Boden und tritt die Flammen aus. Trotzdem ist das Kleidungsstück jetzt eine Ruine. Diese Ruine hat der für den Rest der Reise zu tragen.

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1997 Heino Ferch (im Alter von 34 Jahren) – Nick Leonhard, Aglaia Szyzskowitz – Eva.

Kritiken von Zuschauern aus China, Canada, Australien, Niederlande

Kommentar:

2 Männer 2 Frauen 4 Probleme ist eine Beziehungskomödie, deren äusserst unterhaltsame Qualität im temporeichen und ausdrucksstark exuberanten Spiel von Heino Ferch und Aglaia Syszkowitz als stark kontrastierendem ruhigen Charakter entsteht.

Nick Leonhard ist eine facettenreiche Figur, deren Charakter sich schillernd auf  breitem emotionalen Plateau entfalten kann.

Anmaßung, Überheblichkeit, angelernte Herzenskälte auf der einen Seite und bemitleidenswerter Regieverlust in Panikattacken und Hysterien auf der anderen Seite bereiten komödiantischer Darstellung ein weites Feld.

Farbige Akzente setzen Charakterzüge wie Angst und Mut, Exuberanz und Resignation, Egomanie und Altruismus, Renitenz und Offenheit.

Am Ende seiner Entwicklung und der des Filmes durchstößt der Staranwalt Nick Leonhard die engen geistigen Grenzen seiner Yuppie-Erfolgswelt durch die Begegnung mit Eva und ihrem ganz anderen Werteraster hin zu einer persönlichen Wahrheit, die er bisher in seinem Leben verleugnet und durch Arbeitswut ersetzt hatte.

Kommentar 2:

Der Film hat zwei Schwachstellen, die den flüchtigen Beobachter zu einer Abwertung des Plots verleiten könnten. Das eine ist die Szene mit dem Schwein, das andere die Szene, in der Eva im Nobelrestaurant Klavier spielt.

Das Schwein. Eva hatte wütend ihrem kleinen Sohn das Wort „Staranwalt“ dechiffriert als „grosses fettes Schwein.“ Als die Kinder auf ihrer Reise ein grosses Schwein sehen, deutet der kleine Sohn in Gegenwart von Nick auf das Tier und sagt Schau, ein Staranwalt. Die Szene ist bleiern, bemüht und zu realitätsfern. Ein so kleines Kind kann sich das Wort Staranwalt gar nicht merken.

Das Klavierspiel Evas im Restaurant. Die Anwesenden sind hingerissen, „fascinoso, großartig“ wird das Spiel beurteilt. Auch ein musikalisch nicht Versierter kann hören, dass es nur simpelstes Richard Kleidermann – Geklimper ist. An dieser Stelle hätte man doch ein paar Mark GEMA Gebühren in ein Stück investieren können wie das Regentropfenprelude von Chopin oder etwas technisch ähnlich anspruchvolles (nicht zu phonstarkes), damit sich die Faszination von Evas Klavierkünsten auch auf uns übertragen kann.