Bildquelle und Bildrechte: Universal Pictures /Miramax /Imagine Entertainment Brian Grazer
.. and it is my profession!.. und es IST mein Beruf!…Teil 2C in: Cinderella Man. Russell Crowe – J.J. Braddock. Regie: Ron Howard, 2005
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Braddock´s Blick bleibt aufmerksam bei den Vorgängen auf der Leinwand. Er sieht zu, wie die Helfer in den Ring springen, sich nach Campbell hinunterbeugen. Sie werden gleich erkennen, dass der Mann tot ist.
Joe will das Ganze endlich beenden. Er fürchtet, sein Boxer könnte demoralisiert werden.
Just cut it off, will you?
Schalten Sie das ab.
Joe wendet sich von der Leinwand demonstrativ weg.
Der Promoter, Johnston, schaltet den Projektor aus.
Dann wieder an.
Der Film läuft jetzt rückwärts.
Schnitt auf Joe. Er wirkt überaus besorgt. Er hört Johnston zu. Im Vorbeigehen bemerken wir, dass Braddock immer noch hoch aufmerksam auf die Leinwand blickt. Jetzt sieht er die letzten Minuten vor dem Knock Out im Rückwärtslauf.
Wir hören Johnston:
The autopsy said that his brain was knocked loose form the connecting tissue.
Laut Autopsiebericht hat sich sein Gehirn von der Hirnhaut abgelöst.
Jimmy blickt nur einen Moment zu Johnston hin, verfolgt dann sofort wieder den Film. Wir sehen ebenfalls noch einmal die letzten Sekunden vor dem tödlichen Punch.
Jim steht auf, die Geste seiner Hand zum Mundwinkel sagt uns, er hat einen Entschluss gefaßt, er möchte etwas sagen.
Joe Gould im off, gereizt:
Consider your ass fully covered, o.k.?!
Betrachten Sie sich jetzt als völlig abgesichert, o.k.?!
Jim, er steht jetzt, hebt den Kopf, öffnet den Mund. Er dreht sich zu Johnston – ein winziger Moment Pause, dann, leise, er deutet ein Nicken an:
Run it again.
Zeigen Sie´s nochmal.
Johnston und Gould tauschen überraschte Blicke. Braddock war während des Diskurses der beiden anderen Männer offenbar bei seinen eigenen Gedanken.
Johnston läßt die Passage noch einmal von Anfang an durchlaufen.
Jim sieht dem Schlagabtausch sehr aufmerksam zu, nähert sich Schritt für Schritt der Leinwand, bis sie sein ganzes Gesichtsfeld ausfüllt. Er ist in Gedanken mit im Ring. Jetzt kommt Baers verheerende Links-Rechts-Kombination, die Campbell in die Seile schleudert.
Plötzlich stehen wir direkt hinter Baer im Boxring, aus Schwarzweiss wird Farbe, Frankie vor uns. Kurz vor dem tödlichen Punch. Max holt aus. Frankie wird getroffen, sein Kopf fliegt zur Seite, ein Regen von Schweiß – und Wassertropfen gischtet im Gegenlicht auf. Frankie geht zu Boden.
Als sein Kopf am Boden aufschlägt, sind seine Augen weit offen, starr, nach oben verdreht. Die Augen eines Toten.Der Körper rollt auf den Rücken, bleibt liegen.
Wieder Schnitt auf Jim Braddock in Johnstons Büro. Er ist hoch konzentriert, angespannt, aber nicht erschrocken.
Wieder im Ring. Die Farbe entweicht dem Bild, die Textur wird körnig, die Realitätsebene wechselt zurück zurFilmvorführung .
Man kümmert sich um den Toten.
Jim sieht immer noch mit weit geöffneten Augen auf die Leinwand. Max Baer halbnah, Zeitlupe. Er scheint wie ein Raubtier nach dem Gegner zu starren, hirnleer,geladen.
Aus Film wird Realität, Farbe tritt ins Bild, die Konturen werden scharf. In Zeitlupe dreht Baer uns das Gesicht zu. Die Augen blutunterlaufen, in slow motion wirken Gesicht und Bewegung fratzenhaft, mordgierig.
Schnitt auf Jim, sein Gesicht imvery close up; der Mund leicht geöffnet, die Brauen ein wenig zusammengezogen, sehen wir doch jetzt einen Ausdruck, der erstarrt ist.
Erstarrt vor dem Blick in die Augen Baers, eines Kämpfers, der wie irr wirktim Adrenalinrausch. Baer bietet uns die Stirn, Kopf gesenkt, die Augäpfel blitzen weiss, Pupillen und Brauen verschmolzen zu einem schwarzen Drohblick, die nassen Haare wie Dornengestrüpp, der Mund geöffnet, ein schwarzes Loch.
Ein Schlaglicht wirft Schatten auf die Oberlippe, Blitzlichter über dem Schädel verzeichnen das Gesicht zur Grimasse.
In Zeitlupe macht er einen Schritt auf uns zu. Er wirkt immer gefährlicher.
Schnitt auf Jim, noch einmal ganz nah. Jetzt schließt er den Mund. Ein Wangenmuskel zuckt.
Flackern des Projektors. Schnitt auf die Leinwand, das Bild wird wieder körnig, Baers Gesicht nur noch ein weisser Fleck. SeinTrainer legt ihm dasHandtuch um. Abblende, Schwarzfilm. Ende . Dann leuchtet die Leinwand weiss.
Jim Very Close Up. Er blinzelt endlich wieder, ein paar Mal, atmet durch, er erwacht aus seiner Starre. Jetzt scheint sein kurzer Blick zu Boden doch Angst zu zeigen.
Schnitt auf Johnston. Er geht Richtung Fenster. Wir hören, wie er die Portieren wieder öffnet. Die Gardinenringe klicken. Dabei:
Remember Ernie Schaaf? Nice guy. You lost one to him in ´31.
Erinnern Sie sich an Ernie Schaaf? Netter Kerl. Sie haben 1931 gegen ihn verloren.
Blickwechsel zwischen Jim und Joe Gould. Gould lächelt. Er erinnert sich.
Ernie took one of those on the chin from Baer. He was dead and didn´t know it.
Ernie bekam eine auf´s Kinn von Baer. Er war sofort tot. Ohne es auch nur zu wissen.
Schnitt auf Jim. Er steht an der Wand, die Hände in den Jackentaschen. Er scheint „Ja“ zu sagen, lautlos.
Next fight, first little nothing jab put him to sleep forever. Detached brain, they said.
Nächster Kampf . Den hier brachte der erste Haken um. Gehirnablösung.
Jim sieht hinüber zu seinem Trainer. Besorgt.
Joe gibt einen Blick zurück. Noch keine Entscheidung.Durch sein ironisches Lächeln hindurch scheint ernste Sorge.
Wir hören Johnston.
Joe?
Joe Gould reißt seinen Blick von Braddock los, dreht sich erwachend zu Johnston hin. Johnston:
No snappy comeback?
Keine geistreiche Antwort?
Joe windet sich:
It ain´t my skull the guy´s gonna try and stove in.
Ist doch nicht mein Schädel , den Baer einschlagen will.
Joe hält sich raus. Kein Dafür, kein Dagegen.
Johnston wartet noch einen Augenblick, dann dreht er sich zu Braddock. Er fragt er Jimmy direkt:
You want to think about it?
Überlegen Sie sich´s?
2004 – 2005 Russell Crowe (im Alter von 40) – James J. Braddock „Jimmy“ Braddock, Paul Giamatti – Jimmy´s Trainer Joe Gould, Craig Bierko – Max Baer, Bruce McGill – James Johnston, Renee Zellweger – Mae Braddock, Jimmy´s Gattin
semi offtopic
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…und wie sieht der Mann ohne Wirtschaftskrise aus? So. Mit Gattin. Im September. In Sydney, mit Schlips in bleu. Neues Bild auf Wikipedia. Fotograf: Paul Cush, Sydney, Australia www.paul_cush.com

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