Monatsarchiv: Oktober 2011

Filmszenen I …. host Du des g´seng?…in: Baching. Teil 1. Michael Fitz – Bernhard. Regie: Matthias Kiefersauer, 2009


Bildquelle und Bildrechte: movienet-Film, Tellux Film und Eurovideo Filmverleih

pics show: the parents of the killed child, arguing with each other in grief, the driver and his car, returning from Berlin three years later, the parents at the gravestone saying „Lena 2002 – 2005, close up of Benedict who drove the car, close up of the father driving his car, crying from grief with eyes closed, thus anew endangering other people.

Filmszenen I..host Du des g´seng? /Hast Du das gesehen? Michael Fitz, Bernadette Heerwagen , Stefan Murr,Thomas Unger, Marisa Burger in: Baching. Teil 1. Regie: Matthias Kiefersauer, 2009

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Vor der Szene

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Bernhard und Gaby Stemmer (Michael Fitz, Marisa Burger) sind beide Lehrer, wir treffen sie im Lehrerzimmer, wie sie sich gerade um Kleinigkeiten streiten. Fenster auf, Fenster zu.

Der Religionslehrer versucht zu schlichten.

Wir verstehen, Bernhard und Gaby sind ein getrenntes Paar, die Kleinigkeiten benutzen um damit ihren Ehekrieg zu führen. Wir fühlen, Gaby, eine hoch attraktive Frau,kommt mit der Trennung besser zurecht, als Bernhard. Gaby wird umworben, Bernhard schirmt sich ab.

Auf einer Hochzeit lernen wir Laura (Meike Droste) kennen, selbstbewußt, eigenwillig, hübsch – und trotzdem solo. Die Braut versucht, Laura zu verkuppeln. Umsonst. Laura will sich aus irgend einem Grund nicht binden.

An der Hintertür des Dorfgasthauses, klingelt Benedikt, der jüngere Bruder von Robert, dem Dorfwirt. Vor zwei Jahren hatte Robert den Betrieb von seinem verstorbenen Vater übernommen.

Benediktkehrt zufällig zur 450 Jahrfeier des Ortes Baching nach Hause zurück. Vor drei Jahren war er nach Berlin gezogen, das Heimweh treibt ihn nun endlich wieder zurück nach Baching.

Ihm öffnet Annette, seine Ex, die jetzt mit Benedikts Bruder, dem Dorfwirt, verheiratet ist. Das Paar hat ein Kind. Als Annette Benedikt hereinläßt, ist abzusehen, dass mit Benedikt Schwierigkeiten in die familiäre Idylle eindringen werden.


Die Szene

Alle Dialoge werden sowohl in bayerischem Dialekt, als auch in hochdeutscher Übersetzung zitiert.

Ende des Schultages. Ein bayerischer Marktplatz, ähnlich Lenggries oder Miesbach,

Giebelhäuser, Marktbrunnen , viel Grün. Gaby und Bernhard Stemmer gehen gerade zu ihrem Parkplatz.

Gaby´s unübersehbar gepflegtes Äußeres: schlanke Figur,dunkles Haar, Wasserwelle, hautenger Rollkragenpullover, Lippenstift, Goldperlen in den Ohren, kontrastiert auffällig mit dem Aussehen ihres Mannes:

Alte Schultasche, graues Pfeffer und Salz Jacket, nachlässig geöffnetes Hemd, vielleicht weiss, ungebügelt. Ungebügelt scheinbar auch sein Gesicht mit Dreitagebart, Strubbelfrisur und leidendem Gesichtsausdruck.

Die beiden laufen schnell nebeneinander her, Gaby hat schon ihren Autoschlüssel in Händen. Spannung. Bernhard will etwas von ihr, sie zieht in Abwehr die Schultern hoch, atmet ein. Ihre Grussgeste

Bis moang!

Bis morgen!

könnte auch : nein! Nicht! Bedeuten.

Bernhard bleibt stehen. Gaby verschwindet aus dem Bild. Er, ihr hinter her:

Kummst Du ned heid obnd?

Kommst Du nicht heute Abend?

Schnitt auf Gaby, nah. Sie dreht sich um, bleibt stehen, sieht in an, mit grünblauen Augen.

Heid obnd?

Heute Abend?

Bernhard

Ha ja.

Ja.

Gaby dreht ein wenig den Kopf, als lausche sie. Ein Fragegestus.

Bernhard wirft den Kopf nach vorne, zieht die Schultern hoch.

Mein Vortrag!

Schnitt auf Gaby. Erschrocken

Scheiss-se.

Scheisse.

Sie atmet sichtbar, stöckelt schnell auf High Heels zu Bernhard zurück. Ganz nah, sie schüttelt ein wenig den Kopf.

Bernhard- i hobs vagessen i hob wos anners ausg´macht – es – duad ma leid.

Bernhard – ich habe es vergessen. Ich habe etwas anderes verabredet. Es – tut mir leid.

Bernhard:

Mit Feller

Beide stehen jetzt voreinander, beide im Profil. Im Hintergrund sehen wir das Langschiff der Rokoko Dorfkirche, die Friedhofsmauer, ein paar Grabkreuze überragen den Mauerrand, davor eine Thujahecke.

Sie schüttelt energischen den Kopf, presst die Lippen zusammen.

I kannt´n mitbringa.

Ich könnte ihn mitbringen.

Lächelt kampfeslustig.

Bernhard umläuft sie, verläßt das Bild. Zornig:

Dea hod da nix vealoan , dea ies ned aus Baching.

Der hat da nicht zu erscheinen, der kommt nicht aus Baching.

Wir stehen hinter Gaby und blicken über ihre Schulter auf die Straße. Gemeinsam mit ihr sehen wir ein rotes Auto vorbeizischen.

Gaby dreht sich nach dem Heck des Wagens um, blickt ihm nach. Ihr Mund steht offen. Sie hat etwas Unangenehmes gesehen.

Schnitt in den Wagen.

Benedikt nah, auf dem Beifahrersitz. Er hat Gaby auch gesehen, dreht sich nach hinten um, öffnet den Mund, zieht die Brauen zusammen.

Schnitt.

Totale. Wir sehen den roten Wagen mit dem kleinen Heckspoiler auf der alten Dorfstraße Richtung Ortsausgangsschild davonsausen.

Gaby:

Hast Du des g´sehn?

Hast Du das gesehen?

Bernhard steht wieder neben ihr, Gesichtsausdruck traurig, depressiv.

Na.

Nein.

Gaby, ihr Gesicht ist starr, Mund offen, erregt.

Des wa dea Benedikt Kiachna.

Das war der Benedikt Kirchner.

Sie versucht, den Blick ihres Mannes auf sich zu ziehen. Bernhard sieht dem Wagen nach.Sie deutet ein Kopfschütteln an, um ihre Augen entsteht ein Zug von Weinen, Verzweiflung.

Jetzt steht sie am Rand der Tränen.

Dea hod unsa Kind übafoahn, Beanhad.

Der hat unser Kind überfahren, Bernhard.

Endlich reisst der Mann den Blick weg von dem Auto, hin zu seiner Frau. Erschrocken.

Schnitt. Im Wagen. Benedikt und der Fahrer: Robert, sein älterer Bruder.

Robert:

Die sin nimmer z´samm.

Die sind nicht mehr zusammen.

Sie´s auszog´n jezerstamal auf Probe.

Sie ist ausgezogen, jetzt erst einmal auf Probe.

Benedikt wirkt betroffen. Versteht nicht.

Und wieso?

Schnitt auf Robert. Der scheint zornig zu sein.

Woas ned. Frogs hoid.

Ich weiss es nicht. Frag sie doch einfach.

Benedikt starrt von seinem Beifahrersitz aus Robert noch eine Weile an. Dann sieht er wieder zur Frontscheibe hinaus. Resigniert.

Er ahnt, dass die Ehe der Stemmers den Verlust  der Tochter nicht verkraftet hat.

2009 – Michael Fitz – Bernhard Stemmer; Marisa Burger … Gabi Stemmer; Thomas Unger – Benedikt ‘Beni’ Kirchner, Stefan Murr – Robert Kirchner

Filmszenen I .. and it is my profession!.. und es IST mein Beruf!…Teil 2D in: Cinderella Man. Russell Crowe – J.J. Braddock. Regie: Ron Howard, 2005

Bildquelle und Bildrechte: Universal Pictures /Miramax /Imagine Entertainment Brian Grazer

.. and it is my profession!.. und es IST mein Beruf!…Teil 2D in: Cinderella Man. Russell Crowe – J.J. Braddock. Regie: Ron Howard, 2005

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Johnston wartet noch einen Augenblick, dann dreht er sich zu Braddock. Er fragt Jimmy direkt:

You want to think about it?

Überlegen Sie sich´s?

Braddock verlagert sein Gewicht von einem Fuss auf den anderen – ein winziges Zögern, wir denken schon, er wird ja sagen. Doch dann, überraschend:

You think you´re telling me something?

Sie glauben, Sie erzählen mir hier etwas?

Er wendet sich kurz Joe zu, dann wieder ganz zu Johnston:

What, like…boxing is dangerous – something like that?

Was?..etwa: Der Boxsport ist gefährlich? Etwas in der Art?

Schnitt auf Joe Gould, er sitzt noch immer auf einem Stuhl an der Wand. Gould erwidert Jimmy´s Blick, lächelt fast – versteckt. Er versteht genau die Ironie in Jimmy´s Worten . Wir sehen auch ein wenig Stolz auf seinen Boxer, der es jetzt wagt, contra zu geben.

Als Joe wieder zu Johnston hinüberblickt, ist die leise Ironie in Gould´s Mundwinkeln bereits wieder erloschen.

Johnston´s wuchtige Silhouette steht im Gegenlicht des Fensters. Dessen weinrote Portieren sind wieder geöffnet.

Schnitt auf Braddock, halbnah.

Wir sehen ihn da jetzt stehen, den Kopf schräg gelegt, ein Fragegestus. In seinem lichtgrauen Anzug mit dem weissen Einstecktuch wirkt er plötzlich fast elegant, dieser Mann scheint mehr zu sein als ein einfacher Dockarbeiter. Er wirkt innerlich frei.

Er spricht nicht laut, er echauffiert sich nicht auffällig. Er zwingt uns, seiner ruhigen unaufgeregten, ja geradezu friedlichen Ton zuzuhören.

You don´t think triple shifts or workin´nights on scaffolds is just as likely to kill a guy?

Lebensgefährlich ist auch eine Nachtschicht auf dem Baugerüst oder ne Dreifach-Schicht.

Sein Blick ist stechend geworden. Er presst die Lippen aufeinander.

How many guys died the other night living in cardboard shacks trying to save on rent money?

Wie viele Tote gab´s neulich unter den Männern in den Baracken aus Dachpappe – die keine Geld für die Miete hatten.

Braddock bezieht jetzt auch den Rechtsanwalt ein, er wendet sich ihm kurz zu.

Schnitt auf den Anwalt. Er sitzt ebenfalls auf einem Stuhl. Wir sehen, er ist betroffen, fast gequält. Jimmy´s Worte rauschen nicht an ihm vorbei.

Guys just trying to feed their family. Cos men like you..

Die nur ihre Familien ernähren wollten. Glücklicherweise –

Braddocks Blick ist erregt, empört, schwarz, – seine Stimme bleibt völlig unaufgebracht. Kein Aggressionsversuch durch Lautstärke. Genau deshalb wirken seine Worte umso stärker.

Er wagt jetzt sogar einen Angriff, der ihm den Rausschmiss bescheren könnte. Seine Hand fährt hoch, er hebt den Zeigefinger, kurze Gesten.

..have not yet quite figured out a way to make money out of watching that guy die.

haben Männer wie Sie noch keinen Weg gefunden, Profit aus dem Tod dieser Männer zu ziehen.

Sein Zeigefinger deutet in der Luft auf diese toten Männer.

Er dreht sich zuerst zu Johnston, dann zu dessen Rechtsanwalt, ein Zeigefinger unterstreicht jedes Wort mit einer Geste:

In my profession – and it´s MY PROFESSION –

In meinem Beruf – und ES IST MEIN BERUF –

Pause, er dreht sich wieder, jetzt mit flammendem Blick, zu Johnston. Seine Lippen spannen sich einen Augenblick wie in Wut. Dann läßt er locker. Pause. Er lächelt:

I´m a little more fortunate.

…hab ich etwas mehr Glück.

Johnston hebt kurz den Kopf. Das ist ein „Ja.“. Er hat die Hände in die Seiten gestemmt.

Hm.

Er nickt.

Auch der Rechtsanwalt nickt.

Johnston :

All righty, then.

Na gut, schön.

Schnitt auf Braddock.

Wir sehen gerade noch, dass er hoch angespannt und aufmerksam zu Johnston hinüber gesehen hat. Jetzt läßt er die Spannung zusammenfallen. Er nickt ebenfalls . Seine Stellungnahme wurde gehört.

Wir sehen im Ernst seines Blickes, in den aufeinander gepressten Lippen noch immer den Nachklang auf die Erinnerung an das, was er gesehen und erlebt hat.

Nichts zu essen für Mae und die Kinder, keine Heizung, kein Strom, Andere, die verhungern, die erfrieren – Arbeit auf den Docks bis zur Erschöpfung und trotzdem leere Hände.

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2004 – 2005 Russell Crowe (im Alter von 40) – James J. Braddock „Jimmy“ Braddock, Paul Giamatti – Jimmy´s Trainer Joe Gould, Craig Bierko – Max Baer, Bruce McGill – James Johnston, Rénee Zellweger – Mae Braddock, Jimmy´s Gattin

2007 promo American Gangster

premiere The Insider 1999

Filmszenen I .. and it is my profession!.. und es IST mein Beruf!…Teil 2C in: Cinderella Man. Russell Crowe – J.J. Braddock. Regie: Ron Howard, 2005

Bildquelle und Bildrechte: Universal Pictures /Miramax /Imagine Entertainment Brian Grazer

.. and it is my profession!.. und es IST mein Beruf!…Teil 2C in: Cinderella Man. Russell Crowe – J.J. Braddock. Regie: Ron Howard, 2005

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Braddock´s Blick bleibt aufmerksam bei den Vorgängen auf der Leinwand. Er sieht zu, wie die Helfer in den Ring springen, sich nach Campbell hinunterbeugen. Sie werden gleich erkennen, dass der Mann tot ist.

Joe will das Ganze endlich beenden. Er fürchtet, sein Boxer könnte demoralisiert werden.

Just cut it off, will you?

Schalten Sie das ab.

Joe wendet sich von der Leinwand demonstrativ weg.

Der Promoter, Johnston, schaltet den Projektor aus.

Dann wieder an.

Der Film läuft jetzt rückwärts.

Schnitt auf Joe. Er wirkt überaus besorgt. Er hört Johnston zu. Im Vorbeigehen bemerken wir, dass Braddock immer noch hoch aufmerksam auf die Leinwand blickt. Jetzt sieht er die letzten Minuten vor dem Knock Out im Rückwärtslauf.

Wir hören Johnston:

The autopsy said that his brain was knocked loose form the connecting tissue.

Laut Autopsiebericht hat sich sein Gehirn von der Hirnhaut abgelöst.

Jimmy blickt nur einen Moment zu Johnston hin, verfolgt dann sofort wieder den Film. Wir sehen ebenfalls noch einmal die letzten Sekunden vor dem tödlichen Punch.

Jim steht auf, die Geste seiner Hand zum Mundwinkel sagt uns, er hat einen Entschluss gefaßt, er möchte etwas sagen.

Joe Gould im off, gereizt:

Consider your ass fully covered, o.k.?!

Betrachten Sie sich jetzt als völlig abgesichert, o.k.?!

Jim, er steht jetzt, hebt den Kopf, öffnet den Mund. Er dreht sich zu Johnston – ein winziger Moment Pause, dann, leise, er deutet ein Nicken an:

Run it again.

Zeigen Sie´s nochmal.

Johnston und Gould tauschen überraschte Blicke. Braddock war während des Diskurses der beiden anderen Männer offenbar bei seinen eigenen Gedanken.

Johnston läßt die Passage noch einmal von Anfang an durchlaufen.

Jim sieht dem Schlagabtausch sehr aufmerksam zu, nähert sich Schritt für Schritt der Leinwand, bis sie sein ganzes Gesichtsfeld ausfüllt. Er ist in Gedanken mit im Ring. Jetzt kommt Baers verheerende Links-Rechts-Kombination, die Campbell in die Seile schleudert.

Plötzlich stehen wir direkt hinter Baer im Boxring, aus Schwarzweiss wird Farbe, Frankie vor uns. Kurz vor dem tödlichen Punch. Max holt aus. Frankie wird getroffen, sein Kopf fliegt zur Seite, ein Regen von Schweiß – und Wassertropfen gischtet im Gegenlicht auf. Frankie geht zu Boden.

Als sein Kopf am Boden aufschlägt, sind seine Augen weit offen, starr, nach oben verdreht. Die Augen eines Toten.Der Körper rollt auf den Rücken, bleibt liegen.

Wieder Schnitt auf Jim Braddock in Johnstons Büro. Er ist hoch konzentriert, angespannt, aber nicht erschrocken.

Wieder im Ring. Die Farbe entweicht dem Bild, die Textur wird körnig, die Realitätsebene wechselt zurück zurFilmvorführung .

Man kümmert sich um den Toten.

Jim sieht immer noch mit weit geöffneten Augen auf die Leinwand. Max Baer halbnah, Zeitlupe. Er scheint wie ein Raubtier nach dem Gegner zu starren, hirnleer,geladen.

Aus Film wird Realität, Farbe tritt ins Bild, die Konturen werden scharf. In Zeitlupe dreht Baer uns das Gesicht zu. Die Augen blutunterlaufen, in slow motion wirken Gesicht und Bewegung fratzenhaft, mordgierig.

Schnitt auf Jim, sein Gesicht imvery close up; der Mund leicht geöffnet, die Brauen ein wenig zusammengezogen, sehen wir doch jetzt einen Ausdruck, der erstarrt ist.

Erstarrt vor dem Blick in die Augen Baers, eines Kämpfers, der wie irr wirktim Adrenalinrausch. Baer bietet uns die Stirn, Kopf gesenkt, die Augäpfel blitzen weiss, Pupillen und Brauen verschmolzen zu einem schwarzen Drohblick, die nassen Haare wie Dornengestrüpp, der Mund geöffnet, ein schwarzes Loch.

Ein Schlaglicht wirft Schatten auf die Oberlippe, Blitzlichter über dem Schädel verzeichnen das Gesicht zur Grimasse.

In Zeitlupe macht er einen Schritt auf uns zu. Er wirkt immer gefährlicher.

Schnitt auf Jim, noch einmal ganz nah. Jetzt schließt er den Mund. Ein Wangenmuskel zuckt.

Flackern des Projektors. Schnitt auf die Leinwand, das Bild wird wieder körnig, Baers Gesicht nur noch ein weisser Fleck. SeinTrainer legt ihm dasHandtuch um. Abblende, Schwarzfilm. Ende . Dann leuchtet die Leinwand weiss.

Jim Very Close Up. Er blinzelt endlich wieder, ein paar Mal, atmet durch, er erwacht aus seiner Starre. Jetzt scheint sein kurzer Blick zu Boden doch Angst zu zeigen.

Schnitt auf Johnston. Er geht Richtung Fenster. Wir hören, wie er die Portieren wieder öffnet. Die Gardinenringe klicken. Dabei:

Remember Ernie Schaaf? Nice guy. You lost one to him in ´31.

Erinnern Sie sich an Ernie Schaaf? Netter Kerl. Sie haben 1931 gegen ihn verloren.

Blickwechsel zwischen Jim und Joe Gould. Gould lächelt. Er erinnert sich.

Ernie took one of those on the chin from Baer. He was dead and didn´t know it.

Ernie bekam eine auf´s Kinn von Baer. Er war sofort tot. Ohne es auch nur zu wissen.

Schnitt auf Jim. Er steht an der Wand, die Hände in den Jackentaschen. Er scheint „Ja“ zu sagen, lautlos.

Next fight, first little nothing jab put him to sleep forever. Detached brain, they said.

Nächster Kampf . Den hier brachte der erste Haken um. Gehirnablösung.

Jim sieht hinüber zu seinem Trainer. Besorgt.

Joe gibt einen Blick zurück. Noch keine Entscheidung.Durch sein ironisches Lächeln hindurch scheint ernste Sorge.

Wir hören Johnston.

Joe?

Joe Gould reißt seinen Blick von Braddock los, dreht sich erwachend zu Johnston hin. Johnston:

No snappy comeback?

Keine geistreiche Antwort?

Joe windet sich:

It ain´t my skull the guy´s gonna try and stove in.

Ist doch nicht mein Schädel , den Baer einschlagen will.

Joe hält sich raus. Kein Dafür, kein Dagegen.

Johnston wartet noch einen Augenblick, dann dreht er sich zu Braddock. Er fragt er Jimmy direkt:

You want to think about it?

Überlegen Sie sich´s?

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2004 – 2005 Russell Crowe (im Alter von 40) – James J. Braddock „Jimmy“ Braddock, Paul Giamatti – Jimmy´s Trainer Joe Gould, Craig Bierko – Max Baer, Bruce McGill – James Johnston, Renee Zellweger – Mae Braddock, Jimmy´s Gattin

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semi offtopic


…und wie sieht der Mann ohne Wirtschaftskrise aus? So. Mit Gattin. Im September. In Sydney, mit Schlips in bleu. Neues Bild auf Wikipedia. Fotograf: Paul Cush, Sydney, Australia www.paul_cush.com

Pic 02 25. Oktober 2011, Sydney, The Star ->

Pc 03->