Monatsarchiv: September 2011

Filmszenen I Fernsehtipp Russell Crowe: The Quick and The Dead. Schneller als der Tod. 7. Okt. Kabel eins, 00:30h Comic-Western, Regie: Sam Raimi 1995


Bildquelle http://denim-blues.com
Bildrechte: Columbia TriStar Home Video

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Fernsehtipp Russell Crowe: The Quick and The Dead. – Schneller als der Tod.

Der wilde Westen.

Im kleinen Städtchen Redemption ordnet der despotische Herod (Gene Hackman) einen Duellkampf auf Leben und Tod an.

Mit dabei sind Herods Sohn „The Kid“, (Leo DiCaprio) Cort (Russell Crowe) und die mysteriöse Revolverheldin Ellen (Sharon Stone), die mit Herod noch eine Rechnung zu begleichen hat.
Textquelle: tvtv.de – alles andere ist nur Fernsehen

Der Prediger Gottes, Cort (Russell Crowe im Alter von 31), ein ehemaliges Bandenmitglied von Herod, hat seine Konversion von bad guy zu good guy teuer zu bezahlen. Herod kettet ihn wie einen Hund an den Dorfbrunnen an.  Tagelang muss er in sengender Sonne und strömendem Regen stehen und auf seine Bestrafung im Duell-Marathon warten.

Herod unterbewaffnet den Priester mit einem alten rostigen Revolver, sicher, dass Cort dadurch sterben wird. Aber – dann kommt alles GANZ anders, als Herod denkt…emotionale Intelligenz siegt über stumpfsinnig rohe Gewalt…





Mehr zum Film: Russell Crowe – The Films Resource

Comic-Strip-Typenkomödie-artiger Sam Raimi Western, der mit Genretypisierungen spielt:“…Dabei pflastern nicht nur Leichen, sondern auch Genreklischees die giftige Parodie, die zugleich eine im Detail hingebungsvolle Hommage an das Genre des Spaghetti-Westerns ist.“ Quelle: kino.de


Pic 2

Story line und Bildergalerie auf Kino.de->

…und eineinhalb Jahrzehnte später bei einem Überraschungsauftritt im Keith Urban Concert in Vancouver am 26. September 2011, wo gerade die Dreharbeiten zu Man of Steel – Superman stattfinden:

http://www.youtube.com/watch?v=fd9BLCnUZUw  Lied beginnt bei Min 0:55

Bildquelle youtube

eine Spitzen-Interpretation von Johnny Cash´s Folsom Prison Blues!!

Filmszenen I .. and it is my profession!.. und es IST mein Beruf!…Teil 2B in: Cinderella Man. Russell Crowe – J.J. Braddock. Regie: Ron Howard, 2005

Bildquelle und Bildrechte: Universal Pictures /Miramax /Imagine Entertainment Brian Grazer

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Hören statt Lesen: Audio.mp3 ->

Jimmy, er leitet ins Thema ein:

You know, I´ve seen the Carnera fight.

Ich hab den Carnera-Kampf gesehen.

Johnston winkt ab. Er geht zum Fenster und schließt die schweren roten Brokatvorhänge.

Carnera´s height saved him.

Carnera´s Rettung war, dass er so groß ist.

Totale. Das ganze Büro. Wir sehen Joe auf einem Stuhl an der Längswand sitzen. Im Raumhintergrund zieht der herbeigerufene Attorney gerade die Dia-Leinwand hoch.

He was knocked out twelve times.

Er ist genau zwölf Mal zu Boden gegangen.

Joe

Exactly.

So ist es.

Johnston

It would have been worse if he was shorter.

Zum Glück war er nicht kleiner.

Er schlägt nach schräg oben in die Luft:

Baer had to punch up to hit him.

Baer musste nach oben schlagen.

Took a little something off.

Drum waren die Schläge nicht so hart.

Schwenk auf eine große Filmspule und die Linse des Projektors, der Film beginnt zu laufen.

Fokuswechsel von vorne nach hinten.

Joe Goulds Gesicht wird sichtbar, er blickt ärgerlich überrascht nach der Projektionswand. Dort sehen wir einen Boxkampf, schwarzweiss, ohne Ton. Der Rundengong muss gerade eine Runde eingeläutet haben, die Kämpfer bewegen sich aufeinander zu. Erster Schlagabtausch.

Johnston

That´s Frankie Campbell.

Das ist Frankie Campbell.

Stand-up fighter, knows how to take a punch.

Ein Steher, steckt viel ein.

Wir sehen gerade noch dass der Boxer links im Bild den Angriff des Gegners mit einer extrem harten Links Rechts Kombination zurückdrängt.

Schnitt auf Johnston

His style familiar, Jim?

Kommt Ihnen der Stil bekannt vor?

Braddock, er sitzt noch immer zurückgelehnt in seinem Fauteuil, sieht noch einen Moment auf die Leinwand, das Projektorlicht flackert über sein Gesicht. Dann wirft er einen scharfen, sehr ernsten Blick zu seinem Trainer.

Der Boxpromoter aus dem off

Like looking in a mirror, huh?

Als würden Sie in einen Spiegel sehen, hm?

Schnitt auf Joe Gould. Er ist aufgebracht. Mit Nachdruck:

Hey. He don´t need to see this.

Also, das muss er sich nicht ansehen.

Schnitt auf Johnston im Halblicht.

Hinter ihm glüht orange der Lampenschirm. Johnston dreht sich vom Licht weg, hin zu Joe Gould, sein Gesicht ist völlig verschattet. Wir sehen nicht, ob er wütend ist. Schnell:

He´ll see it or I´ll call off the fight.

Er sieht sich das an oder ich sage den Kampf ab.

Joe starrt noch einen Moment den Promoter an, blickt zur Leinwand, dann flackern seine Augenlider. Er muss klein beigeben. Gould und Braddock brauchen diesen Kampf.

Schnitt auf die Leinwand, wir sehen den weiteren Kampfverlauf.

Der linke Kämpfer, offenbar ein Pressure Fighter,treibt Campbell mit einer Reihe schneller Treffer in eine Ringecke. Der Film springt. Wieder sieht man den größeren der beiden, Max Baer, mit pausenlosen Kombinationen im Angriff. Die Kampfrichtung hat gewechselt. Er scheint Frankie durch den Ring zu treiben.

Schnitt auf Braddock. Er sieht sich diesen ungleichen Kampf nicht unbesorgt, aber offenbar auch nicht ängstlich an. Eine leise Kopfbewegung scheint uns sogar anzudeuten, dass er gerade etwas beobachtet, das er lernend nutzt.

Eine dritte Film-Sequenz. Baer kämpft jetzt nach links. Er versetzt Frankie einen linken Aufwärtshaken, bricht dessen Deckung damit völlig auf und platziert einen rechten Schwinger. Campbell wird gegen die Seile geschleudert.

Johnston

Jo hohohoho!

Do you see that combination?

Haben Sie die Kombination gesehen?

Wir sehen, wie Campbell sich an den Seilen entlang halb bewußtlos von Baer wegzubewegen versucht.

Johnston, sein bulliges Gesicht mit der runden Drahtbrille wird von einem Streifen Tageslicht getroffen, das seinen Weg durch die Vorhänge gefunden hat.

Campbell didn´t go down on the first punch.

Campbell steckte den ersten Treffer weg.

He was a tough guy.

Er war ein harter Kerl.

Wieder der Film.

Baer hat Campbell in der vorderen linken Ringecke gestellt. Gerade noch sehen wir, wie Baer erneut zu einem rechten Schwinger weit ausholt. Campbell steht Baer nicht in Kampfposition gegenüber. Er ist noch nicht wieder kampffähig. Trotzdem hat der Ringrichter nicht unterbrochen.

Campbells Kopf ist nach links zu seiner linken Schulter hin gedreht. Aus dieser Position wirft Baers Schwinger Campbells Kopf mit voller Wucht nach rechts. Campbell bricht blitzartig zusammen. Der Ringrichter bricht erst jetzt ab. Er drückt Baer mit der Hand aus der Ecke weg.

Schnitt auf Johnston:

Second one killed him. On the spot.

Der zweite Schlag hat ihn getötet. Augenblicklich.

Schnitt auf Braddock. Er sieht immer noch auf die Leinwand.

Seine Augen sind weit geöffnet, man könnte meinen, vor Angst.

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2004 – 2005 Russell Crowe (im Alter von 40) – James J. Braddock „Jimmy“ Braddock, Paul Giamatti – Jimmy´s Trainer Joe Gould, Craig Bierko – Max Baer, Bruce McGill – James Johnston, Renee Zellweger – Mae Braddock, Jimmy´s Gattin


Kommentar: Braddock, der auf dem Tiefpunkt der Familie während der Wirtschaftskrise Sozialgeld bezog, gab den Betrag später an den Staat zurück. Der Schuldschein vom 26. Maerz 1935 über 367 Dollars und 24 Cent -> RC hatte ihn in einer Auktion gefunden.Oben im Bild: eine Original-Eintrittskarte zum Weltmeisterschaftskampf Max Baer vs. James J. Braddock.