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„….und da lagen sie: Oma und Tante Mary…..“, Teil 1B in: The Sum Of Us – Die Summe der Gefühle. Russell Crowe – Jeff Mitchell, der Sohn. Jack Thompson – Harry Mitchell, der Vater; Regie: Geoff Burton/Kevin Dowling 1993- 1994 nach einem Bühnenstück von David Stevens
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Rückblende Schwarzweiss.
Wir blicken von oben auf den Kopfteil eines alten Gästebettes, Metall.Ein Junge liegt darin. Schön zugedeckt. Das Oberbett eine Hausfrauen-Handarbeit: gesteppter Traditions-Quilt. Licht-Schattenmuster, die wohl von der Gardine vor dem Fenster herrühren, spielen über Bett und Wand. Der Junge schläft.
Im Voice Over erzählt uns die Stimme des erwachsenen Jeff die Geschichte. -Erzähltempo schnell, Erzählton rauh, Stimme fluffig wie eine Puderquaste:
Einmal waren auch meine Cousins und Cousinen da.
I was there once. Some of my cousins were staying, too.
Die Kamera fährt zurück.
..und ..
Oma hat mir das Gästebett in ihrem Schlafzimmer aufgestellt.
So I had to sleep in that spare bed in grans room.
Blick zu den Fenstern.
Ich erinnere mich noch ganz genau an diesen Morgen.
I remember, I can see it so clearly.
Die Gardinen bewegen sich leicht im Wind, die Vorhänge sind offen, draussen ist es hell. Wir sehen eine Wand des Zimmers. Eine Spiegelkommode, Erinnerungsfotos darauf, an der Wand ein Spruch, wahrscheinlich gestickt,das breite Fensterbrett ist wechselweise mit einfarbigen und mit bunten Quilt-Kissen belegt.
Die Gegenstände erzählen uns etwas.Sie erzählen von Aufmerksamkeit, von Fürsorge, von Ordnung, alle sind hundertmal berührt und vom Staub der Tage befreit worden. Wir fühlen, eine liebevoll sorgende Hand hat die Bilder und Kissen angeordnet, wir fühlen die Ruhe, die der Raum ausstrahlt.
Wir fühlen, der Raum ist ein Versprechen. Die Dinge sind ein Versprechen. Ein Versprechen auf Geborgenheit.
Ich bin aufgewacht, als es hell wurde.
Waking up that first morning.
Schnitt auf den Jungen. Er richtet sich langsam auf, sieht zur anderen Raumseite hinüber. Was ist dort?
Ich hab´rüber geguckt zu Oma´s altem Doppelbett ….
Looking across grans big old double bed.
Wir sind hinter dem Jungen, blicken jetzt mit ihm hinüber zum Bett. Ein altes, reich verziertes Messingbett im Empire Stil. Große figürliche Medaillons an Kopf und Fussteil. Zu beiden Seiten zwei Jugendstil Nachttischlampen wie Blüten neigen sich sich einander zu. Jeff Stimme aus dem Off:
… und da lagen sie. Oma und Tante Mary.
And there were gran and Mary.
Der Junge richtet sich auf, um besser sehen zu können.
Eng umschlungen lagen sie einander im Arm.
Tucked up in bed wrapped up in each other´s arms.
Jetzt bekommen auch wir zu sehen, was der Junge sieht. Die Kamera fährt langsam näher, schwebtüber das Bett, wir sehen die beiden Frauen von oben. Grandma liegt auf dem Rücken.
Sie hat ihre Freundin im Arm. Der Kopf der Freundin liegt auf Grandma´s Schulter, Mary´srechter Arm quer über dem Brustkorb ihrer Freundin. Grandma´s andere Hand auf Mary´s Arm. Die Finger zucken ein wenig im Traum.
Oma hat geschnarcht, das Weiss ich noch.
Grandma was snoring , I hear her.. Snoring.
Ich lag da und hab´mir die Beiden angesehen, ganz ganz lange.
I lay there looking at them for such a long time.
Irgendwie sah es ganz natürlich aus, ganz selbstverständlich.
Just looked natural somehow, you know.
Der Junge nah. Wir sehen seine Reaktion. Er hat den Kopf angehoben, sein Blick geht zur anderen Raumseite. Er beginnt, ein wenig zu lächeln. Ohne Scham, ohne Spott, einfach, als sähe er etwas ihm lieb Vertrautes.
Schneller Schnitt. Jeffs Gesicht von heute. Genauso nah. Im Auto. Jeff schaut uns ernst an. Aber nicht zu ernst. Nicht traurig. Er ist leise geworden, nachdenklich. Die Stimme ist sanft, weich, samten. Sie streichelt die Worte, die er spricht.
Na, ja wie….
…das Natürlichste auf der Welt.
Like the most natural thing I´d ever seen.
Pause. Licht- und Schattenwechsel. Jeff muss einen Moment von uns weg durch die Frontscheibe auf die Fahrbahn blicken,er blinzelt ein paar Mal, wie wir es tun, wenn uns etwas beschäftigt.
Kleine Pause. Noch immer blickt er nach vorne. Wir sehen, er hat Worte für das gefunden, was er spürt.
Wieder Blickkontakt zu uns.
Wir müssen genau hinhören, er tupft zwei kleine Worte in die Luft vor sich. Er sagt:
Wie…Liebe.
Like love.
Er beobachtet ein wenig unsere Reaktion.
Beginnt ganz leicht zu lächeln, wendet sich wieder seiner Fahrtätigkeit zu. Träumt zum Frontfenster hinaus. Das Lächeln in seinen Mundwinkeln bleibt noch einen Moment stehen. Nicht breit, nur ein Hauch davon.
Schnitt.
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1993 – Russell Crowe (im Alter von 30) – Jeff Mitchell, Sohn auf Bräutigam-Schau, Jack Thompson – Harry Mitchell, Vater auf Brautschau