Monatsarchiv: Januar 2011

Filmszenen I Fernsehtipp: Master and Commander – The Far Side of The World. Samstag, 29. Januar 2011, 20:10 h, VOX. Russell Crowe – Captain Jack Aubrey

Bildquelle russellove.altervista.org


Fernsehtipp Russell Crowe: VOX, Samstag, 29. Janaur 2011, 20:10h und
Sonntag 30. Januar 2011, 23:13 h

Master und Commander - Bis ans Ende der Welt.

Russell Crowe – Captain Jack Aubrey. (2003) Regie: Peter Weir.

Ein Film wie ein Juwel.

…Das Meer. Unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 1798.

Dies sind die Abenteuer des königlichen Schiffes Surprise, das mit seiner 197 Mann starken Besatzung at The Far Side Of The World unterwegs ist,

um neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. …

Anschauen!!

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..wer das Bild haben will: jetzt kopieren, der Beitrag wird in 14 Tagen gelöscht…
Der Bordarzt Dr. Stephen Maturin bei der Arbeit (Paul Bettany)

 

 

 

 

Filmszenen I…No! … Teil 1C in: Cinderella Man – Das Comeback. René Zellweger – Mae Braddock. R.: Ron Howard 2004-05

 


Bildquelle und Bildrechte: Universal Pictures /Miramax / Imagine Entertainment Brian Grazer

…No! … Teil 1C in: Cinderella Man – Das Comeback. René Zellweger – Mae Braddock. R.: R. Howard 2004-05

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Mae ist ausser sich, sie scheint fast zu weinen. Noch einmal:

Du kannst nicht arbeiten!

Deine Hand ist gebrochen!

Jim steht auf und geht zur Wand. Dort steht ein Regal.

Jim:

Wenn sie mich mit dem Gips sehen, dann nimmt mich keiner, da hast Du Recht. Am Hafen nicht und auch sonst nirgends.

Er greift den Schuhputzkasten mit der Linken von seinem Regalbrett und hält ihn hoch.

Wir machen ihn schwarz.

Mit Schuhcreme.

OK?

Er trägt den Kasten am Henkel zu Mae und setzt sich wieder auf den alten Polsterstuhl seiner Frau gegenüber.

Insert. Seine Hand greift nach dem Polierlappen und der flachen Dose mit der Schuhcreme.

Die kleine Rosy ist aufgewacht, geht leise zum Durchlass. Sie beobachtet die Szene zwischen Jim und Mae. Wir sehen, das Kind, allein und still hinter einem Pfosten verborgen, hat Angst. Es erlebt seine Eltern in Verzweiflung und in größter Sorge, finanziell nicht zu überleben.

Rosy wird diesen Moment für den Rest ihres Lebens nicht vergessen.

Jim öffnet die Dose und gibt sie Mae. Wir hören seinen Atem, wir fühlen, er ist unter Druck. Er ist aufgeregt. Auf einmal hält er inne.

Mae sieht ihn an. Ihr Blick hat seine beflissene Geschäftigkeit ganz plötzlich zum Stillstand gebracht.

Mae stehen Tränen in den Augen. Wir sehen, sie will ihrem Mann etwas sagen. Noch mehr Worte über die Situation, dass er das mit der Farbe nicht machen soll, dass es keinen Sinn hat, dass er…

Sie sagt nichts.

Insert auf die Hände, auf Maes Hände und Jims eingegipste Rechte.

Mae greift nach Jims Zeigefinger, der nicht vom Gips bedeckt ist. Wir sehen an ihrer Bewegung: sie macht einen letzten Versuch, Jims Wunsch nicht zu entsprechen. Gleichzeitig scheint sie ihren Mann trösten zu wollen.

Schnitt auf Jims Gesicht.

Das war zu viel.

Jetzt weint er. Nein, er bricht nicht zusammen, er hat nicht einmal Tränen, wir sehen nur die Hilflosigkeit, den Schmerz, dass er seiner Frau das antun muss.

Es wirkt, als wäre er sich nicht nur völlig im Klaren über die extreme Aussichtslosigkeit der Situation. Darüber, dass dieser letzte Versuch, Arbeitsfähigkeit zu simulieren, nur eine geringe Chance hat, – er wirkt auch, als fühle er sich schuldig.

Schnitt auf Mae.

Mae weint nicht mehr. Sie senkt den Kopf, blickt ihn an. Sie wirkt plötzlich willensstark, entschlossen.

Noch einmal blicken wir Jim ins Gesicht. Er scheint etwas sagen zu wollen. Es geht nicht. Sein Mund steht offen, er bewegt die Lippen, aber wir hören kein Wort.

Wir warten.

Endlich.

Er schüttelt den Kopf. Jim:

Es tut mir so leid.

Mae, sie fühlt für ihren Mann, aber sie sagt.

Nein.

Nicht.

Nicht, er soll nicht. Er soll nicht denken, er ist Schuld.

Er ist immer noch ganz ohne Halt. Er weint.

Mae – Wir sehen, wie ihr Gesicht sich schließt. Sie drängt das Mitleiden weg, ihre Entschlossenheit springt nach vorne, ihrem Mann entgegen.

Aus dem leisen, zarten Nein des mit-Leidens

wird ein klares Wort, fast ein Befehl:

Nein!

Jims Blick bemerkt, dass sich etwas ändert. Er fühlt einen Moment nach ihrem Widerstand hin,

senkt dann den Kopf.

Er atmet tiefe angstvolle Atemzüge.

Mae beobachtet ihn, sie fühlt mit ihm, aber sie bleibt bei ihrem:

Nein!

Sie schüttelt entschlossen den Kopf,

Nein.

Sie legt ihre Stirn an seine und küßt ihn.

Schnitt auf Rosy, die kleine Tochter. Immer noch sieht sie mit großen Augen auf ihre Eltern. Gerade hat sie die Stärke ihrer Mutter kennengelernt.

Mae setzt sich auf Jims Schoß, wie sie es immer getan hat. Sie legt ihre Hand an seinen Hinterkopf, wie sie es immer getan hat. Sie lächelt ihn an, wie früher.

Ein zweiter Kuss.

Jim versteht, dass es hier keine Schuld gibt.

Dass es nichts zu Verzeihen gibt.

Dass es einfach passiert ist.

Schicksal.

Things happen.

 

Jim wacht auf. Ganz schnell geht das, da lächelt er wieder.

Irgendwie wird es weiter gehen. Morgen, nächste Woche und nächstes Jahr. Mit ihm, mit Mae und mit den Kindern.

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2004 – 2005 Russell Crowe (im Alter von 40) – James J. Braddock, René Zellweger – Mae Braddock, Ariel Waller – Rosy „rosy cheek“ Braddock.

 

RC über seine Frau in der Jonathan Ross Show Mai 2010:

„that´s why I married the girl“.

Filmszenen I … no!… Teil 1B. in: Cinderella Man – Das Comeback. René Zellweger – Mae Braddock. Regie: Ron Howard, 2004-05


Bildquelle und Bildrechte: Universal Pictures /Miramax / Imagine Entertainment Brian Grazer

Filmszenen I … no!… Teil 1B. in: Cinderella Man – Das Comeback. René Zellweger – Mae Braddock. Regie: Ron Howard, 2004-05

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Jim zieht seine Frau an sich. Er umarmt sie. Zu lange, um Mae nicht zu sagen, dass er völlig niedergeschlagen ist. Mae spürt wohl, dass er bei ihr Kraft zu holen sucht für die nächsten Momente.

Immer noch sieht sie die Hand nicht.

Sie fühlt, dass das keine normale Umarmung ist. Er hat seinen Kopf auf ihre Schulter gelegt, hält sich an ihr fest. Wir können ihm ins Gesicht sehen. Trotz des spärlichen Lichts im Raum, ist offenbar, wie traurig er ist. Nach einer Weile streicht Mae ihm über den Nacken.

Was ist denn passiert?

Er löst sich aus der Umarmung. Seine Linke gleitet über ihren Rücken, dann richtet er sich auf.

Ich hab´das Geld nicht gekriegt.

Mae und Jim nah.

Wir sehen im schwachen Halblicht Mae´s Profil. Sie hat ihre Hände noch auf seinen Schultern.

Sie (They) haben mich nicht ausgezahlt.

Er bewegt sich unruhig unter ihren Händen, sie blickt ihm nicht ins Gesicht. Die Nachricht ist katastrophal. Sie scheint wie in einer dumpfen Erstarrung.

Jim, er wagt es auch nicht, seiner Frau ins Gesicht zu blicken:

Sie (They) haben den Kampf für ungültig erklärt

und gesagt, es wäre blamabel gewesen.

Jetzt sucht er wieder Blickkontakt. Mae geht mit jeder Bewegung ihres Mannes mit, als wäre sie innerlich sehr nah bei ihm, ihr Gesicht zeigt keine Regung. Sie versucht offenbar, gefasst zu bleiben. Jim:

Sie (They) haben mir die Lizenz weggenommen.

Mae öffnet den Mund, als fehle ihr Luft. Sie bewegt sich noch einmal näher zu ihrem Mann hin, als ob sie sein Gesicht ganz genau sehen, oder noch etwas von ihm hören wolle. Plötzlich..

- Halbtotale. Wir sehen die Beiden jetzt im Raum stehen.-

… blickt sie nach unten, zu Jims Hand. Scheinbar hatte sie versucht, ihn bei den Händen zu nehmen und den harten Gips gefühlt.

Jimmy, was ist mit Deiner Hand passiert?

Sie hebt seinen Arm an, er läßt es geschehn. Blickt selbst nach dem Gips.

Ist wieder gebrochen. An drei Stellen.

Mae fasst nach den Fingern der eingegipsten Hand, sie scheint fast unfähig, zu glauben, was sie sieht und fühlt.

Schnitt.

Die Kinder, alle drei in einem Bett, Howard und Jay nebeneinander. Gegengleich, Fuß zu Fuß (foot to foot), die Jüngste, Rosy. Alle drei schlafen.

Jims Stimme:

Die haben gesagt, es ist aus mit mir, Mae.

Rosy wacht auf, während ihr Vater spricht.

Haben gesagt, ich darf nie wieder boxen.

Schnitt auf Mae.

Bildquelle und Bildrechte: Universal Pictures /Miramax / Imagine Entertainment Brian Grazer

Sie greift sich an die Brust (she holds her hand to the chest, she closes her eyes for a moment), schließt die Augen

Leise : Mein Gott.

Ihr Mann sieht ihre tief erschrockene Reaktion nicht, er hat sich gebückt, um nach dem Feuer im Ofen zu sehen.

Mae läßt sich auf einen Stuhl nieder. Es sieht eher so aus, als hätten ihre Knie nachgegeben. Gott sei Dank stand da ein Sessel.

 

 

Jim richtet sich wieder auf, legt das Tuch weg, mit dem er den heißen Griff der Ofentüre angefasst hatte.

Mae hält sich an der Sitzfläche des Sessels fest. Sie drückt ihre Arme steif durch, zieht die Schultern hoch, als wolle sie mit aller Kraft Haltung bewahren. Mae:

O.K. –

Jimmy setzt sich vor ihr auf einen zweiten Stuhl. Sein Mund ist geöffnet, als bekäme er nicht genug Luft oder wolle etwas sagen. Er blickt zu Boden, aber wir fühlen, er lauscht zu seiner Frau hin. ….wie sie reagieren wird.

Mae:

Jimmy, wenn Du nicht arbeiten kannst, können wir die Stromrechnung nicht bezahlen.

Erst als Mae ausspricht, wie die Konsequenzen sein werden, blickt er zu ihr hin. Jetzt presst er die Lippen zusammen, er wirkt grau und alt.

Mae nimmt seinen Blick auf, fährt fort:

Und nicht heizen.

Und….

Sie zögert.

…im Lebensmittelladen können wir nicht mehr anschreiben lassen.

..und….

Jims Blick weicht wieder ab, zu Boden. Er hört sich das alles an.

..wir…

Wir müssen die Kinder wegschicken.

Jetzt wacht er auf, sein Blick lauert nach ihr.

Sie könnten für ne Weile zu meiner Schwester, und ich…

…könnte mehr Näharbeiten annehmen.

Er unterbricht sie. Er will das nicht. Sein Sohn hatte Essen gestohlen und nach Hause gebracht, aus Angst, dass auch er wie andere Kinder aus seiner Klasse, fortgeschickt wird, wenn die Eltern nicht genug im Hause haben, um drei Mahlzeiten pro Tag zuzubereiten.

Mae!

Ich mach Doppelschichten. Dreifach. Alles.

Er schüttelt den Kopf und blickt weg. Er will nicht hören, was Mae sagt.

Wir sehen seine eingegipste Hand, der Gips reicht von den Fingern bis fast zur Elle´. Die Hand liegt weiss in seinem Schoss.

Seine Worte wird er niemals einlösen können.

Er hat noch nicht richtig begriffen, dass er seine rechte Hand nicht benutzen kann.

Nicht nur, weil sie eingegipst ist.

Die Hand ist nicht belastbar. Mit gebrochenen Handknochen kann man nicht zugreifen, der Schmerz würde einen in Ohnmacht fallen lassen.

Mae schüttelt den Kopf:

Jimmy, Du kannst nicht arbeiten.

Beide werden laut. Jim will nicht hören, was sie sagt. Er beugt sich vor. Ihr ins Gesicht:

Mae, natürlich kann ich arbeiten.

Mae ist ausser sich, sie scheint fast zu weinen. Noch einmal:

Deine Hand ist gebrochen!

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2004 – 2005 Russell Crowe (im Alter von 40) – James J. Braddock, René Zellweger – Mae Braddock.