Bildquelle und Bildrechte: Universal Pictures /Miramax / Imagine Entertainment Brian Grazer
Filmszenen I … no!… Teil 1B. in: Cinderella Man – Das Comeback. René Zellweger – Mae Braddock. Regie: Ron Howard, 2004-05
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Jim zieht seine Frau an sich. Er umarmt sie. Zu lange, um Mae nicht zu sagen, dass er völlig niedergeschlagen ist. Mae spürt wohl, dass er bei ihr Kraft zu holen sucht für die nächsten Momente.
Immer noch sieht sie die Hand nicht.
Sie fühlt, dass das keine normale Umarmung ist. Er hat seinen Kopf auf ihre Schulter gelegt, hält sich an ihr fest. Wir können ihm ins Gesicht sehen. Trotz des spärlichen Lichts im Raum, ist offenbar, wie traurig er ist. Nach einer Weile streicht Mae ihm über den Nacken.
Was ist denn passiert?
Er löst sich aus der Umarmung. Seine Linke gleitet über ihren Rücken, dann richtet er sich auf.
Ich hab´das Geld nicht gekriegt.
Mae und Jim nah.
Wir sehen im schwachen Halblicht Mae´s Profil. Sie hat ihre Hände noch auf seinen Schultern.
Sie (They) haben mich nicht ausgezahlt.
Er bewegt sich unruhig unter ihren Händen, sie blickt ihm nicht ins Gesicht. Die Nachricht ist katastrophal. Sie scheint wie in einer dumpfen Erstarrung.
Jim, er wagt es auch nicht, seiner Frau ins Gesicht zu blicken:
Sie (They) haben den Kampf für ungültig erklärt
und gesagt, es wäre blamabel gewesen.
Jetzt sucht er wieder Blickkontakt. Mae geht mit jeder Bewegung ihres Mannes mit, als wäre sie innerlich sehr nah bei ihm, ihr Gesicht zeigt keine Regung. Sie versucht offenbar, gefasst zu bleiben. Jim:
Sie (They) haben mir die Lizenz weggenommen.
Mae öffnet den Mund, als fehle ihr Luft. Sie bewegt sich noch einmal näher zu ihrem Mann hin, als ob sie sein Gesicht ganz genau sehen, oder noch etwas von ihm hören wolle. Plötzlich..
- Halbtotale. Wir sehen die Beiden jetzt im Raum stehen.-
… blickt sie nach unten, zu Jims Hand. Scheinbar hatte sie versucht, ihn bei den Händen zu nehmen und den harten Gips gefühlt.
Jimmy, was ist mit Deiner Hand passiert?
Sie hebt seinen Arm an, er läßt es geschehn. Blickt selbst nach dem Gips.
Ist wieder gebrochen. An drei Stellen.
Mae fasst nach den Fingern der eingegipsten Hand, sie scheint fast unfähig, zu glauben, was sie sieht und fühlt.
Schnitt.
Die Kinder, alle drei in einem Bett, Howard und Jay nebeneinander. Gegengleich, Fuß zu Fuß (foot to foot), die Jüngste, Rosy. Alle drei schlafen.
Jims Stimme:
Die haben gesagt, es ist aus mit mir, Mae.
Rosy wacht auf, während ihr Vater spricht.
Haben gesagt, ich darf nie wieder boxen.
Schnitt auf Mae.

Bildquelle und Bildrechte: Universal Pictures /Miramax / Imagine Entertainment Brian Grazer
Sie greift sich an die Brust (she holds her hand to the chest, she closes her eyes for a moment), schließt die Augen
Leise : Mein Gott.
Ihr Mann sieht ihre tief erschrockene Reaktion nicht, er hat sich gebückt, um nach dem Feuer im Ofen zu sehen.
Mae läßt sich auf einen Stuhl nieder. Es sieht eher so aus, als hätten ihre Knie nachgegeben. Gott sei Dank stand da ein Sessel.
Jim richtet sich wieder auf, legt das Tuch weg, mit dem er den heißen Griff der Ofentüre angefasst hatte.
Mae hält sich an der Sitzfläche des Sessels fest. Sie drückt ihre Arme steif durch, zieht die Schultern hoch, als wolle sie mit aller Kraft Haltung bewahren. Mae:
O.K. –
Jimmy setzt sich vor ihr auf einen zweiten Stuhl. Sein Mund ist geöffnet, als bekäme er nicht genug Luft oder wolle etwas sagen. Er blickt zu Boden, aber wir fühlen, er lauscht zu seiner Frau hin. ….wie sie reagieren wird.
Mae:
Jimmy, wenn Du nicht arbeiten kannst, können wir die Stromrechnung nicht bezahlen.
Erst als Mae ausspricht, wie die Konsequenzen sein werden, blickt er zu ihr hin. Jetzt presst er die Lippen zusammen, er wirkt grau und alt.
Mae nimmt seinen Blick auf, fährt fort:
Und nicht heizen.
Und….
Sie zögert.
…im Lebensmittelladen können wir nicht mehr anschreiben lassen.
..und….
Jims Blick weicht wieder ab, zu Boden. Er hört sich das alles an.
..wir…
Wir müssen die Kinder wegschicken.
Jetzt wacht er auf, sein Blick lauert nach ihr.
Sie könnten für ne Weile zu meiner Schwester, und ich…
…könnte mehr Näharbeiten annehmen.
Er unterbricht sie. Er will das nicht. Sein Sohn hatte Essen gestohlen und nach Hause gebracht, aus Angst, dass auch er wie andere Kinder aus seiner Klasse, fortgeschickt wird, wenn die Eltern nicht genug im Hause haben, um drei Mahlzeiten pro Tag zuzubereiten.
Mae!
Ich mach Doppelschichten. Dreifach. Alles.
Er schüttelt den Kopf und blickt weg. Er will nicht hören, was Mae sagt.
Wir sehen seine eingegipste Hand, der Gips reicht von den Fingern bis fast zur Elle´. Die Hand liegt weiss in seinem Schoss.
Seine Worte wird er niemals einlösen können.
Er hat noch nicht richtig begriffen, dass er seine rechte Hand nicht benutzen kann.
Nicht nur, weil sie eingegipst ist.
Die Hand ist nicht belastbar. Mit gebrochenen Handknochen kann man nicht zugreifen, der Schmerz würde einen in Ohnmacht fallen lassen.
Mae schüttelt den Kopf:
Jimmy, Du kannst nicht arbeiten.
Beide werden laut. Jim will nicht hören, was sie sagt. Er beugt sich vor. Ihr ins Gesicht:
Mae, natürlich kann ich arbeiten.
Mae ist ausser sich, sie scheint fast zu weinen. Noch einmal:
Deine Hand ist gebrochen!
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2004 – 2005 Russell Crowe (im Alter von 40) – James J. Braddock, René Zellweger – Mae Braddock.