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Filmszenen I „…wie alt ist sie?“ in: Der geheimnisvolle Schatz von Troja. Teil 10 Heinrich Schliemann – Heino Ferch. Regie: Dror Zahavi. 2005 -07

2. März 2009 · Kommentar schreiben

Teaser Film Der geheimnisvolle Schatz von Troja. Thema Hilfe Heino Ferch - Heinrich Schliemann.
C Lichtbildwerke Stephan Rabold für SAT.1

„…wie alt ist sie?“ in: Der geheimnisvolle Schatz von Troja. Teil 10. Heinrich Schliemann – Heino Ferch. Buch: Don Bohlinger und Martin Rauhaus nach Irving Stone. Regie: Dror Zahavi. 2005 -07

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Nach dem großen Regen kommen die Malariamücken. Im Ausgrabungslager bricht unter den vielen Arbeitern eine Malaria-Epidemie aus. Die Lage ist ernst.

Menschen sind schon am Fieber gestorben. Auch Schliemann war krank.

Kaum genesen, reagiert er auf Sophias Drängen und kauft am Markt uneingedenk des horrenden Preises das Gegenmittel Chinin für seine Leute.

Aber im Moment, heute, ist die Lage noch kritisch.

Vor der Szene

Einheimische Frauen und Männer nähern sich Schliemann´s Zelt, eine Frau trägt ein größeres Kind auf den Armen.

Yannakis stellt sich den Frauen in den Weg: Halt!

Schliemann tritt aus seinem Zelt und sieht die Szene. Sophia ebenfalls.

Wir stehen am Zelteingang und blicken hinüber zu der Gruppe um Yannakis. Wir sehen Schliemann zu der Gruppe hinübergehen.

Yannakis zu den Leuten: Es reicht kaum für uns selber.

Schliemann hat die Gruppe erreicht. Sanft: Was gibt es denn?

Schliemann und Yannakis nah. Yannakis dreht sich nach Schliemann um:

Sie sind krank.

Blick auf die Frauen der Gruppe. Ihre Gesichter sind ungewöhnlich bleich. Manche haben Geschwüre im Gesicht. Wir sehen auch die Frau, die ihr Kind trägt. Das Mädchen hat die Arme um den Hals der Frau geschlungen. Sein Kopf liegt auf ihrer Schulter.

Yannakis

..und sie haben gehört, dass es hier Medikamente gibt. Es spricht sich eben herum, wenn ein reicher Deutscher alles Chinin vom Markt wegkauft.

Die erste Frau, so hager, dass sie unterernährt wirkt, fällt Schliemann plötzlich zu Füßen und küsst seine Schuhe. Schliemann und Yannakis blicken entsetzt auf das, was sie gerade erleben.

Schliemann ist einem Moment wie gelähmt. Wir sehen, dass Sophia die Szene verfolgt. Es scheint, ihr Blick erwartet etwas von ihrem Mann.

Schnitt

Totale.

Wir sehen die ganze Gruppe, sehen, dass Schliemann sich niederbückt und die Frau mit einer raschen Bewegung aufzuheben versucht. Die Frau kommt seiner Bemühung entgegen. Schliemann hält sie noch an den Ellenbogen, als sie sofort ihre Bitte äußert:

Bitte! Können Sie uns helfen.

Yannakis versucht, die Leute wegzuschicken.

Geht weg! Er reicht kaum für uns selber.

Schliemann ist von dem, was er gerade erlebt, nicht unberührt geblieben. Die Frau hat sein Mitgefühl aktivieren können.

Er zügelt seinen Vorarbeiter:

Yannakis!

Sophia beobachtet die Szene noch immer. Wir sehen Schliemann von hinten. Die magere Frau blickt ihm immer noch direkt ins Gesicht.

Schliemann wendet sich zu Yannakis:

Bring sie ins Krankenzelt!

Als Yannakis zögert, nickt Schliemann ihm noch einmal zu, bestärkt seinen Entschluss.

Yannakis bedeutet den Frauen, ihm zu folgen, die Gruppe geht weg.

Sophia, die die Szene mit Besorgtheit verfolgt hatte, wirkt jetzt erleichtert. Ihr Mann hat so entschieden, wie sie selbst gehandelt hätte.

Die Szene

Die Versorgung der Kranken scheint schon eine Weile im Gang zu sein. Wie das immer auf Expeditionen so ist, wird jeder Expeditionsleiter, der einen Doktortitel trägt, zum Arzt vor Ort, egal ob sein Doktortitel der Medizin, der Philosophie oder der Archäologie gilt.

Die Mutter mit dem Mädchen sitzt auf dem Behandlungsplatz, Sophia assistiert. Sie unterrichtet Schliemann von dem, was sie schon über den Fall erfahren hat.

Sophia: Ihre Mutter sagt, der Priester hätte sie letzte Woche sieben Mal zur Ader gelassen.

Schliemann blickt von Sophia zur Mutter des Kindes, schüttelt missbilligend den Kopf.

Schnitt auf das Kind. Es ist ein etwa zwölfjähriges Mädchen. Die Kleine wirkt völlig apathisch, hat Geschwüre im Gesicht, die Lippen sind aufgeplatzt.

Schliemann weiß offensichtlich, wie Blutarmut erkennbar ist. Er prüft sie in der inneren Augenlidfalte. Wir sehen ihn von hinten. Er fragt, leise, mit belegter Stimme:

Wie alt ist sie?

Die Mutter, in deren Schoß das Mädchen lehnt: Zwölf.

Gegenschuß in Schliemanns Gesicht.

Er scheint konzentriert.

Das Licht streift ihn von links, die Hälfte seines Gesichts im Licht zeigt Besorgtheit, Konzentration, intensive Beschäftigung mit dem, was der Mann hier vor sich sieht.

Die andere Seite des Gesichts ist fast völlig im Schatten.

Dort bemerken wir etwas anderes.

Wir sehen nur wenige zarte Lichtränder. Sie schweben entlang der Braue. Verweilen zwischen den Augen. Begleiten die tiefe Sorgenfalte, die seine Stirn emporsteigt. Streichen über Wange und Oberlippe, berühren den Mundwinkel.

Im schwarzen Schatten der Augenhöhle, in dieser tiefschwarzen Stelle, ergänzen wir den Blick des Mannes auf dieses Kind – und können nicht anders – wir lesen überrascht in der Anonymität dieser Schattenseite:

Trauer, tiefen Schmerz, Untröstbarkeit..

So konzentriert die eine, helle, Seite des Gesichts wirkt, so überraschend ist die tiefe, alte und harte Ungetröstetheit der dunklen Seite, versteckt im heimlichen Zwielicht des Schattens.

Hier, im fast privaten Halbdunkel, ruht die Trauer eines Mannes um sein Kind.

Eingebrannt. Unbeweglich. Ein Teil von ihm.

Natalia. Seine Tochter. Sie war vor zwölf Jahren zu ihm gekommen. Jetzt ist sie gegangen. Tuberkulose.

Sein Kind sollte leben.

Natalia ist tot.

Zwölf Jahre alt ist auch das Mädchen, das hier vor ihm liegt, das ihm hier anvertraut ist.

Er kann helfen, dass sie gesund wird, jetzt, hier, bei ihr, kann er dafür sorgen, dass sie am Leben bleibt.

Sophia reicht Schliemann Medizin zu. Schliemann verabreicht dem Kind einen Löffel davon. Er weist die Mutter an:

Gib´ ihr saubere Kleider, bade sie dreimal täglich in Salzwasser, ich geb´ ihr nachher eine Salbe. Wir werden die Geschwüre heilen.

Ihre Tochter wird hier bleiben, bis sie gesund und wieder bei Kräften ist.

Er lächelt dem Mädchen aufmunternd zu. Die Mutter bedankt sich

Danke! Vielen vielen Dank!

Schliemann steht auf und geht weg, Sophia übernimmt die weitere Versorgung der Beiden.

2005-07 Heino Ferch (im Alter von 43) – Heinrich Schliemann, Merab Ninidze – Yannakis, Mélanie Doutey – Sophia Schliemann-Engastromenos

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Zwölf Jahre war Natalia. Dreimal im Verlauf des Filmes hören wir Natalias Alter. Zwölf. Belegt ist, dass die historische Natalia, Heinrich Schliemanns Tochter, im Alter von zehn Jahren gestorben ist.
Rechnen wir nun in unserer Zeit vom Produktionzeitpunkt des Schliemann-Films zwölf Jahre zurück, erreichen wir den Produktionszeitpunkt von „Deutschlandlied“ mit Hanno Schmidbauer und seinem Schicksal.

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Nicht unerwähnt bleiben soll die kleine Szene, in der Schliemann, vom Fieber genesen, nach einer Ruhephase auf seinem Lager wieder zu sich kommt.
Er hebt – noch deutlich geschwächt – den Kopf. Wir folgen seinem Blick durch die geöffneten Zeltplanen nach draussen.
Zusammen mit Schliemanns erster neuer Wahrnehmung der Welt schwebt ein Schmetterling aus dem dämmrigen Zeltinneren hier bei uns nach draussen ins Licht.
Eine hübsche kleine Symbolik für Schliemanns Geist, seine Aufmerksamkeit, ja, sogar für den Ort seiner Seele. Er ist aus dieser anderen todesnahen Welt zurückgekehrt und wendet sich wieder der Welt seines Jetzt und Hier zu. (Ja, ja, altmodisch. Eichendorff ist auch altmodisch. ...Und meine Seele spannte weit… ihre Flügel ..)

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Amazon Rezension des Films

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Podcasting: in eigener Sache. Erfreulicherweise hat sich die kleine Szene „Im Atelier“ aus „Auf ewig und einen Tag“ zu einem „Longseller“ entwickelt.
Erfreulicherweise, denn ich mag die Szene sehr.
Erzähltechnisch ist sie mein „Meisterwerk“ mit Einführen einer zweiten Realitätsebene (Sie und ich) und dem unmerklichen Gleiten der auktorialen in die subjektive Erzählweise. Auf einmal, ohne, daß wir den genauen Zeitpunkt des Perspektivwechsels bemerken, blicken wir nicht mehr auf Jan, sondern durch Jans Augen mit Jans Gefühlen auf Paula.

enthusiastisch

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In eigener Sache zwo: Auf Blogigo, unserem Host, sind wir heute Nacht in den Blogigo-Charts auf PLATZ 2 aufgerückt. Unglaublich. Wir haben Sharuk Khan und Kajol ÜBERHOLT!

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in eigener Sache drei. Zu unserer großen Freude, Froide, Froide, haben wir entdeckt, dass die Google Suchanfrage „Vercingetorix “ in der Kategorie Google Bilder unsere zugegebenermassen herrlichen Vercingetorix-Zeichnungen auf Treffer Platz 1 und 2 von über 6200 Treffern zeigt. Dito Caulaincourt. Ehre, wem Ehre gebührt! Ha.

30.7.2007

Kategorien: Der geheimnisvolle Schatz von Troja

Filmszenen I Nachricht vom 25.7.2007: Ulrich Mühe ist gegangen.

2. März 2009 · Kommentar schreiben

Ulrich Mühe, fotografier von seinem Sohn Andreas Mühe
Ulrich Mühe, fotografiert von seinem Sohn Andreas Mühe
Ulrich Mühe 2007

Ulrich Mühe (rechts) mit Deutschem Filmpreis LOLA

(Kameramann Hagen Bogdanski und Ulrich Mühe)

Ulrich Mühe in
„Sie sind ein guter Mensch.“

Christa-Maria Sieland (Martina Gedeck) zu Hauptmann Gerd Wiesler (Ulrich Mühe)

in „Das Leben der Anderen.“

Schauspielerin Martina Gedeck, die mit Ulrich Mühe in diesem Film (Das Leben der Anderen) spielte, reagierte mit Bestürzung auf die Todesnachricht.

„Ich habe wahnsinnig gern mit ihm gespielt, sein Spiel war von ungeheurer Klarheit und Eleganz, es war einzigartig“,

sagte Gedeck.

„Und er war ein wunderbarer Partner. Ich vermisse ihn sehr. Sein Tod ist ein schwerer Verlust für uns alle.“

Quelle: Welt online.


Presseberichte zum Tod von Ulrich Mühe.

Mit Ulrich Mühe ist „einer der größten und eindringlichsten Schauspieler Deutschlands“ gestorben, sagte ZDF- Intendant Markus Schächter.

Ulrich Mühes besondere menschliche Ausstrahlung und seine Sensibilität hätten die Rollen, die er gespielt habe, immer in etwas Unverwechselbares verwandelt.

Ganz besonders habe Mühes Herz an der Rolle des Dr. Kolmaar in der ZDF-Krimiserie „Der letzte Zeuge“ gehangen.

„Mit hintergründigem, fast melancholischem Humor und warmherziger Philosophie hat Ulrich Mühe in dieser Figur Millionen Menschen fasziniert“,

sagte Schächter.

Quelle Spiegel Online

Die Zeit

Spiegel

Netzeitung

Deutsche Welle

PR-Inside

Schwäbisches Tagblatt

großes Interview mit Ulrich Mühe von 2006 Audio – Streaming zum Soforthören->

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Mit Heino Ferch spielte Ulrich Mühe in „Neues Deutschland“ (1993) und in „Straight Shooter“ (1999) (als Staatssekretär Markus Paufler).

Ulrich Mühe als Darsteller:
  1. Nemesis (2007) (post-production) …. Robert
  2. „Letzte Zeuge, Der“ …. Dr. Robert Kolmaar (73 Folgen, 1998-2007)
    - Botschaft des Mörders (2007) TV Episode …. Dr. Robert Kolmaar
    - Das Gift des Schweigens (2007) TV Episode …. Dr. Robert Kolmaar
    - Tödliche Schönheit (2007) TV Episode …. Dr. Robert Kolmaar
    - Den Sieg im Blut (2007) TV Episode …. Dr. Robert Kolmaar
    - Unter Schwestern (2007) TV Episode …. Dr. Robert Kolmaar
    (68 more)
  3. Verwehte (2007) …. Mann
  4. Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler (2007) …. Prof. Adolf Israel Grünbaum
    … alternativ: Mein Führer: The Truly Truest Truth About Adolf Hitler (International: English title)
  5. Peer Gynt (2006) (TV) …. Der Knopfgiesser
  6. Leben der Anderen, Das (2006) …. Hauptmann Gerd Wiesler
    … alternativ: The Lives of Others (USA)
  7. Geheimnis von St. Ambrose, Das (2006) (TV) …. Professor Nicolas Cramer
  8. Schneeland (2005) …. Knövel
    … alternativ: Snowland (USA)
  9. Hunger auf Leben (2004) (TV) …. Jochen Hensel
  10. Alles Samba (2003) (TV) …. Gerd
  11. Im Schatten der Macht (2003) (TV) …. Günther Gaus
    … alternativ: Im Schatten der Macht – Die Falle (Germany: first part title)
    … alternativ: Im Schatten der Macht – Vier Tage im Mai (Germany: second part title)
  12. Hamlet_X (2003) …. Claudius Müller
  13. Spy Sorge (2003)
  14. Amen. (2002) …. Doctor
    … alternativ: Amen (France)
    … alternativ: Eyewitness
    … alternativ: Stellvertreter, Der (Germany)
  15. Goebbels und Geduldig (2001) …. Harry Geduldig/Joseph Goebbels
  16. Dreimal Leben (2001) (TV) …. Henri
  17. „Tatort“ …. Friedel Hebbel / … (2 Folgen, 1996-1999)
    - Traumhaus (1999) TV Episode …. Friedel Hebbel
    - Die Abrechnung (1996) TV Episode …. Peter Fuchs
  18. Straight Shooter (1999) …. Markus Paufler
  19. Todesengel (1999) (TV) …. Dr. Leon Stein
    … alternativ: Todesengel – Erotic Cut (Germany)
  20. „Siska“ (1 Folge, 1998)
    - Tod einer Würfelspielerin (1998) TV Episode
  21. Feuerreiter (1998) …. Jacob Gontard
    … alternativ: Fire Rider
    … alternativ: Hölderlin, le cavalier de feu (France)
    … alternativ: Ognisty jezdziec (Poland)
    … alternativ: Rider of the Flames (Hong Kong: English title)
  22. 36 Stunden Angst (1998) (TV) …. Rudolph
    … alternativ: 36 Hours (International: English title)
  23. Sieben Monde (1998) …. Eschbach
    … alternativ: Nachts
    … alternativ: Night Time (Canada: English title)
  24. Schloß, Das (1997) …. K.
    … alternativ: The Castle (Canada: English title)
  25. Funny Games (1997) …. Georg
  26. Sterben ist gesünder (1997) …. Hugo Wallner
  27. Engelchen (1996)
    … alternativ: Little Angel
  28. Peanuts – Die Bank zahlt alles (1996) …. Dr. Jochen Schuster
  29. „Tödliche Auge, Das“ (1996) (mini) TV Series …. Stefan
  30. Tödliches Schweigen (1996) (TV) …. Christian Plache
  31. „Rosa Roth“ (1 Folge, 1995)
    - Lügen (1995) TV Episode
  32. Nikolaikirche (1995) (TV) …. Ohlbaum
  33. Geschäfte (1995) (TV) …. Sturm
  34. Rennschwein Rudi Rüssel (1995) …. Dr. Heinrich Gützkow
    … alternativ: Rudy, the Racing Pig (USA)
  35. Nadja – Heimkehr in die Fremde (1995) (TV) …. Sergej
  36. …nächste Woche ist Frieden (1995) (TV)
  37. Blaue, Der (1994) …. Karl
    … alternativ: The Blue One
  38. Neues Deutschland (1993) (TV) …. (segment Heilige Kühe)
  39. Wehner – Die unerzählte Geschichte (1993) (TV) …. Selbstmörder
  40. Letzte U-Boot, Das (1993) (TV) …. Lt. Cmdr. Gerber
    … alternativ: The Last U-Boat
  41. Extralarge: Diamonds (1993) (TV) …. Father Enrique
    … alternativ: Extralarge: Pioggia di diamanti (Italy)
  42. Benny’s Video (1992) …. Father
  43. Schtonk! (1992) …. Dr. Wieland
  44. Ende der Unschuld (1991) (TV)
  45. Jugend ohne Gott (1991) (TV) …. Lehrer
  46. Kleine Herr Friedemann, Der (1990) (TV) …. Johannes Friedemann
  47. Rönnes Reise (1990) …. Gottfried Benn
  48. Sehnsucht (1990) …. Sieghart
  49. Spinnennetz, Das (1989) …. Theodor Lohse
    … alternativ: Spider’s Web
  50. Hard Days, Hard Nights (1989) …. Flimmer
  51. „Gläserne Fackel, Die“ (1989) (mini) TV Series …. Maxi Steinhüter
  52. „Polizeiruf 110″ …. Kegel (1 Folge, 1988)
    - Flüssige Waffe (1988) TV Episode …. Kegel
  53. Nadine, meine Liebe (1988) (TV) …. Oberleutnant Stein
  54. Sansibar oder Der letzte Grund (1987) …. Dr.Grote
  55. Erste Reihe, Die (1987) (TV) …. Rudolf Schwarz
    … alternativ: Erste Reihe – Bilder vom Berliner Widerstand, Die (East Germany)
  56. Buschgespenst, Das (1986) (TV) …. Kaufmann Strauch
  57. Hälfte des Lebens (1985) …. Johann Friedrich Hölderlin
  58. Poggenpuhls, Die (1984) (TV) …. Leo
  59. Olle Henry (1983)
  60. Mann und sein Name, Der (1983) (TV)
Regisseur:

Auftrag, Der (2004) (TV)

Quelle: imdb.de

Kategorien: Editorial

Filmszenen I …We can´t call the cops!…in: The Unscarred – Menteurs – Everybody Dies. Teil 1. Heino Ferch – Johann. Regie: Buddy Giovinazzo. 1998 -1999

2. März 2009 · Kommentar schreiben

Teaser Film The Unscarred - Die Makellosen - Menteurs - Die Lügner - Heino Ferch

Bildquelle und Bildrechte Mercent Entertainment für Arclight Films

Distributor EVA.

Filmtrailer: Trailer von The Unscarred ->->

..We can´t call the cops! in: Menteurs – The Unscarred – Everybody Dies – Unter Brüdern. Teil 1. Heino Ferch – Johann, Regie: Buddy Giovinazzo . Drehbuch: Karl Junghans. Genre: Thriller, Film Noir, Kammerstück. 1998-1999

Vor der Szene.

Stanford University 1979.

Eine Studentenparty. Später Abend. Man spielt Kampfsaufen. Johann ist Schiedsrichter. Travis Moore, blond, langhaarig, weichlich und und Mickey Vernon dunkel, hart, kurzes Haar, trinken um Rafaella.

Johann feuert die Kampftrinker an. Rafaella geht. Ihr ist das zu blöd. Die beiden hatten vor Stunden versprochen, sie heimzubringen.

Travis und Mickey saufen weiter, Johann triggert die beiden weiter an. Saufen, Satz und Sieg.

Mickey meint, Travis hat betrogen, nur darum hätte er das Kampftrinken gewonnen. Die beiden ringen noch einmal um den Sieg, jetzt körperlich.

Menteurs - The Unscarred. Johann jung (Maximilian von Pufendorf)

Johann (Foto: Maximilian von Pufendorf) ist offensichtlich von diesem Duell fasziniert, er ist dauernd dabei, belauert den Kampf der beiden. Ihm gefällt die Schiedsrichterposition.

Travis und der Mickey sind völlig zu. Und ringen, angefeuert von den Partygästen. Travis, unser blonder Milchbart, wird ausgezählt. Er hat verloren nach einem Schlag von Mickey. Travis springt auf und schubst Mickey. Zu hart. Der fällt über die Balustrade im Gang zwei Stockwerke in die Tiefe.

Wir sehen ihn unten. Blutverschmiert, scheinbar tot.

Zwanzig Jahre Später.

Mickey hat überlebt. Eine riesige Narbe an der Schulter erinnert an den Unfall.

Menteurs. Mickeys Wohnort in USA

Heute finden wir ihn im Unterhemd in einer höchst desolaten Umgebung. Er ist Gelegenheitsarbeiter mit erheblichen Spielschulden. Ein einzelner Pokal zeigt, dass er mal Sportler war, Fotos und alte Presseclippings beweisen seine Teilnahme im Baseball-Team der Uni.

Jetzt arbeitet er als Schweißer in einer infernalisch lauten Werkstatt.

Baseball-Wetten. Er soll Spielschulden bezahlen. Der Geldeintreiber bedroht Mickey mit einer blutigen Leiche in Zellophan – nur mal so zum Angucken- im Kofferraum des Geldeintreiber-Autos.

Mickey hat bis Dienstag Zeit, seine Spielschulden zu bezahlen. Unmöglich. Tuesday is end game.

Mickey versucht, das Geld zusammenzutelefonieren. Vergeblich.

Travis, immer noch blond, aber kurzhaarig und heute gut fünfzehn Kilo schwerer, lädt Mickey per Telefon nach Berlin zu ihm und Johann ein. Reunion. Gute alte Zeiten feiern.

Close the circle – come on over! Rafaella is here, too.

Mickey denkt an die Leiche im Kofferraum und nimmt die Einladung an. Ankunft in Tempelhof. Man fährt im schicken Jeep durch Berlin. Brandenburger Tor.

Johann: Last time you saw it, there was a wall in front of it.

Johann hat Rafaella geheiratet. Die beiden haben einen Sohn, der jetzt auch schon in Stanford studiert, wie damals er selbst. Thema der Ex-Schoolmates: Gattinnen, Kinder. Travis ist geschieden, sieht seine Kinder nicht oft genug.

Johann (Heino Ferch), er hat sich äußerlich sehr zu seinem Vorteil verändert, sieht eklatant gut aus, cool, gesund. Aus dem Strich in der Landschaft mit dem alternativen Lama-Andenpulli und dem Schnittlauchpony ist ein katzenhaft schöner schlanker Mann in dezent lässigem Understatement-Dress, goldglänzender Haut und seidiger Gelfrisur geworden.

Sorgfältig manikürte und gepflegte Hände, anders als Mickeys Arbeiterschwielen. Johann ist Architekt, hat einen großen Auftrag für den Staat. Redesign der Staatsbibliothek. Er ist finanziell gesettled.

Man erreicht ein verlassenes Fabrikgelände im Osten der Stadt. Johann wohnt dort.

Johann: Berlin ´s gonna be the New York of Europe!

Einfahrt in eine verlassene Fabrikgarage. Ein Lastenaufzug bringt die drei aus dem Untergeschoss, das Johann als Weinkeller nutzt, in die bewohnten Stockwerke des Loft.

Die dreckigen Türen des Lastenaufzugs öffnen sich, wir stehen in einer atemberaubend hypermodernen (auch heute 2007 wieder hypermodernen) minimalistisch eingerichteten Wohnhalle, wohl gut zehn Meter hoch.

Johanns und Rafaella´s Loft in einer verlassenen Fabrik in Berlin Ost

Rechter Winkel dominiert, leuchtende Milchglasflächen kühlen die Lichttemperatur, riesige Wände in eiskaltem Ultramarinblau und Hookergrün.

Eine Treppe führt auf eine Galerie, Geländer Vierkantträger mit Glasinlays. Eindruck eines Aquariums, hermetisch geschlossen. Betonwände. Kein Tageslicht, kein Blick nach Draussen möglich. Der Lofteingang ist eine Stahltür.

Johann: From the outside no one knows that we ´re here. I might say it´s our own secret hide away.

Sieben Jahre lang hat Johann die Fabrik schwarz in dieses „Secret hide away“ umgebaut. Da der Umbau ohne Baugenehmigung vonstatten ging, ist das Loft nicht nur ein frei gewähltes secret hide away, sondern auch eine in sich geschlossene unentrinnbare Welt, a la Jean Paul Sartre in „Geschlossene Gesellschaft“. („Die Hölle – das sind die Anderen.“)

Die Schlafräume befinden sich oben in den Räumen, die hinter der Galerie liegen.

Ohne Rafaella, sie besucht ihre Schwester, knallen sich die Männer abends in einer Nobel-Disco mit Alkohol und Aufputschmitteln zu.

Travis nimmt ein Mädchen mit nach Hause zu Johann. Mickey, unser Besuch, geht ins Bett und auch Johann sieht sich als Gastgeber in der Situation ungebraucht. Murmelt angesichts des heftigen Pettings zwischen Travis und dem Mädchen amüsiert vor sich hin:

I had a feeling you guys get along.

Er zieht sich zurück.

Travis und das Mädchen vergnügen sich auf einem Diwan auf der Galerie.

Die Szene.

Mickey liegt und schläft.

Ein Schrei. Eine Frau schreit. Ein Knall. Glas birst. Ein Körper schlägt auf.

Mickey fährt hoch. Rennt raus auf die Galerie

What was it?

Draussen steht Travis auf der Galerie: We were just on our way to bed. The railing just collapsed.

Mickey starrt hinunter. Zwischen zerbrochenem Glas liegt das Mädchen, mit dem Gesicht gegen den Boden. Bewegungslos.

Travis: I think she´s really dead.

Wir hören: What the fuck´s going…?

Unten kommt Johann ins Bild. Er bleibt vor dem Kopf des Mädchens stehen. Die Kleine ist fast ganz entkleidet, nur in Höschen und Unterhemd. Ein Blutfleck neben ihrem Schädel.

Johann blickt nach oben.

Mickey wendet sich weg.

Oh shit.

Travis ist völlig ausser sich.

Johann kniet jetzt neben dem Mädchen, fühlt im Nacken nach ihrem Herzschlag. Steht langsam auf. Alle drei sind jetzt bei ihr.

Oh shit.

Wiederholt auch er.

Zu Travis: What happened?

Der, aufgeregt: She just fell back and..

Mickey versucht, zu ordnen: What were these fuckin´ pills?

Johann: Downers, that´s all.

Travis, den Tränen nahe: Mickey what am I gonna do, she´s dead?

Johann noch einmal, schreit Travis adreanalinwütend an:

What the fuck happened? Do you have an argument or are you kidding around?

Travis: No, …we´re just..were kissing that’s… er weint.

Mickey hat sich auf die blütenweisse Büffelledercouch sinken lassen. Were you popping against the railing?

Johann, ausser sich : It´a strong railing.

Mickey: ..not that strong…

Travis: We have to call the cops. We have to tell them what happened. The sooner the better.

Johann, schreit: No!

Mickey We can´t call the cops.

Travis: Why not?

Mickey: Because we got a drugged dead girl here, two millionaires and an American. That´s it.

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1998 – 1999 Heino Ferch (im Alter von 35, gespieltes Alter 40) – Johann, Architekt in Berlin im Jahr 1999, James Russo – Mickey Vernon, Maximilian von Pufendorf – Johann als Student, zwanzig Jahre jünger, Ornella Muti – Rafaella, Johanns Frau, Steven Waddington – Travis Moore, Naike Rivelli (die leibliche Tochter von Ornella Muti) – Rafaella, jung, Regie Buddy Giovinazzo

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Randnotizen:

Wir sehen Mickey unten, nach dem Sturz durchs Treppenhaus. Blutverschmiert, scheinbar tot. (s.a Der Schutzengel, 1997. Trug-Schlussszene.)

Einfahrt in eine verlassene Fabrikgarage (dreckige verlassene Fabrikhalle, die als Aufenthalt dient: s.a. Nachts im Park, 2001-02).

(Wohnung s.a. Aufteilung in drei Ebenen übereinander: Keller, Hauptwohngeschoß, Galerie in ähnlich kühl minimalistischer Optik: Hölle im Kopf. Aufteilung in zwei Ebenen, Hauptebene und Galerie: auch in: Spiel um Dein Leben.)

(Farbcodierung: den Männern sind kalte Farben zugeordnet , Rafaella, der Frau, Rot. Ihr erster Auftritt ist vor roter Wand. s.a. Sarah. Hölle im Kopf 2004-05. Frabcodierung in Winterschläfer: Marc-blau.)

Unten kommt Johann ins Bild. Er bleibt vor dem Kopf des Mädchens stehen. Die Kleine ist fast ganz entkleidet. (s.a. Ghetto, 2004-05. Gens´ Füße direkt vor dem Kopf der halbentkleideten Frau, die blutig geschändet und fast ganz entkleidet am Boden liegt.)

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in eigener Sache: Hä! hähä! 24.7.2007: Treppchen! Bronze! Platz drei in den Blogigo-Charts! mit schlappen einhunderteinundzwanzigtausendzweihundertfünfzig Besuchern seit 15. März 2005. Für Fleiß nen Preis. Leider kein Preisgeld. Unser Motto: Hauptsache schön.

Kategorien: The Unscarred - Jeder stirbt
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