Filmszenen

Filmszenen I ..Sie haben sich einen kleinen Scherz mit mir erlaubt…in: Der geheimnisvolle Schatz von Troja. Teil 1B. 2005 – 2007

1. März 2009 · Kommentar schreiben


Teaser Film Der geheimnisvolle Schatz von Troja

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Frau Neumann Teil 1B

Der leidenschaftlich geführte Diskurs des Plenums ist vorbei.

Der Hörsaal – er ist während der offiziellen Diskussion selbstverständlich nur für Männer zugelassen – hat sich vollständig geleert. Jetzt, nach dem Ende der Veranstaltung, darf auch eine Frau den Saal betreten. Es ist die Dame von vorhin. Sie kommt über den Seitengang die Treppe zu den vorderen Reihen herab.

Schliemann im Hörsaal der Akademie der Wissenschaften Berlin

C Stephan Rabold

Schliemann sitzt allein in einer dieser untersten Bänke des Auditoriums, er hat ein Exemplar der Ilias vor sich.

Die Dame hat ihn erreicht, sie hält zwei Champagnerschalen in Händen. Ihr Wunsch, mit ihm anzustoßen, signalisiert, dass sie ihn für den Sieger des Diskurses hält.

Wir sehen Schliemanns Hand, die das Buch mit Achills Porträt in Goldprägung auf dem Avers vor sich auf das Pult legt und hören seine Stimme. Er ist seinem Helden Achill sehr verbunden, fühlt sich ein:

…zehn Jahre in der Ferne… weit weg von seiner Familie und von seinem Hof…er schläft auf nassem Sand…

Was Schliemann sagt, sich vorstellt, ist keine hysterische Emphase, es ist Identifikation. Schliemann selbst hat härteste Zeiten hinter sich. Auch er hat – nach einem Schiffbruch – auf nassem Sand geschlafen.

..er muss miterleben, wie seine Freunde sterben.

Schliemann weiß, wie sich das anfühlt.

Wir können ihm nicht ins Gesicht sehen, wir stehen mit der Dame hinter ihm, sein Kopf ist verschattet, eine dunkle Silhouette.

Trotzdem sind wir ihm sehr nahe. Er nimmt uns mit in sein Gefühl von Bedauern und Trauer – allein durch seine Stimme.

..einer nach dem Anderen…

Schnitt auf die Dame. Seine Stimme wirkt auch bei ihr. Sie ist nachdenklich geworden.

…Trotzdem hält er durch.

Schliemann sagt das mit fast wütender Entschlossenheit.

..er wartet….

..bis sie die Stadt erobert haben..

Wir treten zurück. Totale.

Zwei Menschen in einem leeren Hörsaal. Die Dame reicht Schliemann eine der beiden Champagenerschalen..

Ich dachte, das könnten Sie jetzt brauchen…

Schliemann steht auf, dreht sich ihr zu, jetzt sehen wir sein Gesicht. Entschlossen:

Ja, Sie haben Recht.

Präsent:

Trinken wir!

Die beiden stoßen an.

Warum - fragt die Frau, jede ihrer Bewegungen flirtet, Schliemann ignoriert das.

- hat ein kleiner Junge aus Mecklenburg solch eine Liebe für das alte Griechenland entwickelt?

Er: Meine Eltern schenkten mir Homers Bücher, als ich noch ein Kind war.. und Troja schien mir immer ein Stück aufregender zu sein als Mecklenburg.

Sie: ..für einen kleinen Jungen sicherlich zutreffend.

Er: Irgendwann sollte ein Mann erwachsen werden, meinen Sie?…

Im weiteren Verlauf des Gespräches signalisiert sie ihm Solidarität mit seiner These und erhält prompt eine Einladung zur Teilnahme an seiner Hissarlik-Expedition.

Sie hat sein Vertrauen gewonnen.

Just in diesem Moment kommt Oskar Neumann in den Saal und schnell wird klar, dass die Dame Michaela, die Gattin von Schliemanns Gegner ist. Neumann verlässt den Saal wieder, nicht ohne Schliemann verdeckt gedroht zu haben, seiner Frau nicht zu nahe zu kommen.

Die Tür fällt ins Schloß.

Schliemann blickt Michaela Neumann interessiert an, wartet auf ihre Stellungnahme.

Michaela blickt zu Boden, schuldbewusst .

Sie weiss, dass sie ihre Identität weit früher hätte enthüllen müssen. Sie weiss auch, dass ihre fortgesetzten Flirtsignale unangebracht waren.

Das findet auch Schliemann. Nur ein Hauch von Verärgerung schwingt in seiner Stimme mit, als er sagt:

Sie haben sich einen kleinen Scherz mit mir erlaubt…

Kunstpause. Jetzt sarkastisch: FRAU NEUMANN.

Er sieht sie an. Sein Wille hat die geschmeidige Härte einer stählernen Blattfeder.

Es sieht ganz so aus, als hätte sie ihn beschämen wollen, ihn verlocken wollen, ihr zu vertrauen, – nur, damit er zu viel von sich und seinen Plänen preisgebe.

Aber er ist nicht beschämt. Und er verliert nicht die Contenance.

Er klagt ihr Tun zwischen den Zeilen seiner gesprochenen Worte an, ohne sein Verletztsein ihrem Zugriff auszusetzen.

Michaela versucht klarzustellen:

Sie irren sich, Herr Schliemann, bitte…

Er schneidet ihr das Wort ab. Rasch, ironisch:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.

Er dreht sich weg. Signal, kein einziges weiteres Wort reden zu wollen.

Michaela fühlt, dass jetzt nichts auszurichten ist, und geht weg. .. nicht ohne ihn doch noch einmal zu ermutigen, nach Troja zu suchen. Auch ohne den Rückhalt der Akademie.

2006-2007 Heino Ferch (im Alter von 43) – Heinrich Schliemann, Claudia Michelsen- Michaela Neumann, Justus von Dohnanyi – Oskar Neumann

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Unser virtuelles Redaktionsteam: Die Damen Ignaz Wrobel Glaser und Dito

Dem Frühjahrs-Betriebsausflug 2007 unseres Redaktionsteams in die

Bremerhaven Wesermündung

heimatlichen Gefilde unseres Hauptdarstellers (an der obigen Stelle, dem Hafen, begnete er uns auch dann tatsächlich, nämlich dort, wo ein Kinostar hingehört : auf der Kinoleinwand, der Leinwand des Kinos im Deutschen Auswandererhaus im Hafen Bremerhaven – und sprach über unser Weblog-General-Thema: Aufbruch und Abschied.)

und den damit verbundenen Eindrücken folgte ein kreativer Schub in Form von Assoziationen und Erinnerungen an Settings von Filmszenen, die wir dann auch gleich eingelesen haben.

(- An dieser Stelle auch ein herzlicher Dank an die entspannte und weltoffene hanseatische Gastlichkeit des Hauses Thiemt Platjenwerbe -)

Filmszenen I …liebst Du mich noch?… Heino Ferch – Max Klausmann 1997-98

Filmszenen I ..eine Vogelscheuche,Sir! In: Napoléon. Heino Ferch – Marquis de Caulaincourt 2001-02

Filmszenen I ..Film sehn! In: Wer hat Angst vor RotGelbBlau. Heino Ferch – Müller 1989-90

Filmszenen I …Los komm! Einsatz! …in: Wedding. Heino Ferch – Klaus Asmus. 1988-89

Filmszenen I ….Sie müssen sich das nicht ansehen….. in: Das Baby. Heino Ferch – Micha. 1993-94

Filmszenen I…Papa? Kannst Du schweigen? … Heino Ferch – Dr. Michael Mühlhausen. 2003-04

Filmszenen I …ein Platz zum Atmen!.. Heino Ferch – Christian Weller 2002-03

Filmszenen I Spießbürgerprobleme. in: Der Anwalt… Heino Ferch – Christian Weller 2002-03

Viel Vergnügen beim Anhören wünschen die Damen Ignaz, Wrobel, Glaser und Dito.
21.5.2007

Kategorien: Der geheimnisvolle Schatz von Troja

Filmszenen I …Raus raus raus raus raus!!!!!!..Samstags wenn Krieg ist Teil 4B. Heino Ferch – Wolf. Regie: Roland Suso Richter 1993-94

1. März 2009 · Kommentar schreiben

Teaser Film - Samstags, wenn Krieg ist Polizeiruf 110

Bildquelle und Bildrechte bei Süddeutscher Rundfunk (SDR)

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Während er noch Anlauf nimmt, gefährlich böse zu wirken, hat sie, die zierliche Frau, den gut einen halben Kopf größeren Wolf an der Jacke gepackt, ihn gegen die Schrankwand gezerrt und ihm mit dem Unterarm den Kopf an die Wand gedrückt. Ihr Ellbogen presst seinen Kehlkopf.

Die Kommissarin und Wolf Bildquelle und Bildrechte bei Süddeutscher Rundfunk (SDR)

Du glaubst, Du darfst alles, was?

Die Kommissarin Bildquelle und Bildrechte bei Süddeutscher Rundfunk (SDR)

Für Dich gibt es keine Regeln und keine Gesetze. Du darfst Leute beleidigen, Sie verprügeln ihre Gräber schänden, ihre Häuser anzünden…

Wolf lacht Zähne zeigend, und lässt sie nicht aus den Augen, obwohl sie ihn gegen die Wand drückt, dass er den Kopf nach oben weit überstrecken muss.

…dieses Mal seid ihr zu weit gegangen.

Sie lässt ihn los.

Er: …Mann gehst Du ´ran, Mutter….!!

Wolf lacht, saugt sofort wieder an seiner Zigarette. Seine kaltschnäuzige Frechheit löst bei ihr einen Schlagreflex aus.

Sie knallt ihm eine.

Er weiter, dicht über ihr:

..na los,… stehst auf S ad oM a so, was?
…habt ihr hier im Revier auch ´npaar Led er pei tsch en oder sollen wir gleich zu Dir nach Hause gehen….??

Endlich hat sie sich wieder im Griff. Sie tritt zurück.

Kalt. Ruhig:

Ich sag´ Dir, ich kann Dich hier für ´ne Weile festhalten.

Er, süffisant-lasziv langsam:

…Tag ..und …Nacht?…

Der Mann, der draußen gewartet hatte und Ohrenzeuge der Szene war, kommt herein.

Wolf zu ihm: Gut dass Du kommst, Knut, die Mutter macht mich ferrrtichchch…

Der Mann: Ich bin der Anwalt von Herrn Kleinhaupt.

Hier.- Meine Vollmacht.

Die Männer stehen direkt vor der Kommissarin. Wolf saugt Rauch und trinkt sofort weiter Bier.

Die Kommissarin lächelt sarkastisch.

O.k. Eins zu Null für Sie. Dreht sich weg.

Der Anwalt:

Ist das hier üblich, dass unbescholtene Bürger mit heißem Kafee verbrüht und dann verprügelt werden..?

Beifälliges Nicken von Wolf.

Die Kommissarin setzt sich, setzt die Brille auf und liest die Vollmacht.

Der Anwalt:

Ich werde Herrn Kleinhaupt jetzt mitnehmen und sie hören von uns.

Eine Dienstaufsichtsbeschwerde ist das Mindeste…

Wolf grinst, saugt..

Der Anwalt: Von einer Anzeige wegen Körperverletzung können wir vielleicht absehen…

Wolf spuckt wieder einen Krümel, dabei lässt er seine Zunge zwischen den Lippen hervorschnellen, dass es wirkt, als strecke er Vera Bilewski die Zunge heraus.

Das ist endgültig zu viel.

Raus raus raus raus raus!!!!!!

schreit sie.

Die beiden Männer lächeln siegesfroh sarkastisch – und gehen.

Die Kommissarin ist so wütend, dass sie sich wegdrehen muss.

Ende der Szene.

- – -

Achtung Spoiler HTR (der folgende Text kann nur in markiertem Modus gelesen werden)

Wolf spielt auch seinem besten Kumpel, seinem „Stellvertreter“ in der Gang, Siggi, die Geschichte von Gino als Mörder vor.
Yogi aber, der Augenzeuge des Mordes, bringt Siggi durch sein Verhalten unzweifelhaft Beweise, dass Wolf der Täter war.
Im Steinbruch kommt es zum Showdown zwischen Wolf und Siggi.
Wolf geht den eingeschlagenen Weg gerade weiter. Totschlag folgt auf Totschlag.

Mit beiden Händen hat der den Steinhammer, der im nächsten Moment auf Siggis Kopf niedergehen sollte, hoch über sich erhoben, als Vera Bilewskis Schuss aus ihrer Dienstpistole ihn in den Rücken trifft.

Er, der Graue, der Schattenmann, er fällt – wie eine Säule aus Stein.
Siggi überlebt.

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1993-94 Heino Ferch ( im Alter von 30 ) – Wolf Kleinhaupt, Angelika Domröse – Vera Bilewski.

17.5.2007

Kategorien: Samstags wenn Krieg ist
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Filmszenen I …..daß iss´n Fehler, glaub´ mir…in: Samstags, wenn Krieg ist. Teil 4A. Heino Ferch – Wolf Kleinhaupt. Regie: Roland Suso Richter. 1993-94

1. März 2009 · Kommentar schreiben

Teaser Film Samstags wenn Krieg ist. Regie: Roland Suso Richter

Bildquelle und Bildrechte bei Süddeutscher Rundfunk (SDR)

…..daß iss´n Fehler, glaub´mir…in: Samstags, wenn Krieg ist. Teil 4A. Heino Ferch – Wolf Kleinhaupt. Regie: Roland Suso Richter. Buch: Klaus-Peter Wolf, 1993-94

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Hören statt Lesen Audio.mp3->->

Die Szene. Provokation.

Die Kommissarin Vera Bilewski hat Wolf Kleinhaupt ins Kommissariat einbestellt.

Ein holzgetäfeltes Büro, modern sachlich, Holzpaneele, schwarze Ledersessel.

Bei uns vorne am Schreibtisch die Kommissarin Vera Bilewski (Angelika Domröse), circa fünfzig, dunkles glattes Haar, Kaschmirpullover. Wir stehen hinter ihr und blicken durch die geöffnete Bürotür nach draussen in´s Vorzimmer.

Dort macht gerade Wolf Kleinhaupt einige Schritte auf das Büro der Kommissarin zu, erreicht die Tür.

Auf dem Kommissariat

Er ist in voller „Wichs“: Springerblouson mit Tarnmuster, Springerstiefel, ja sogar pseudomilitärisches Lederkoppel von der Schulter quer über die Brust zum Gürtel – Braunhemd.

Am Handgelenk ein Chronometer, groß wie eine umgebaute Kirchturmuhr. Er hat die Ärmel seiner Springerjacke lässig bis zu den Ellenbogen hochgeschoben, Zigarettenstummel im Mundwinkel, hebt den Kopf, blickt auf alles, was ihm begegnet, von oben herab.

Aus der Gesäßtasche seiner Jeans zückt er eine Bierdose, lehnt sich gelangweilt gegen die Türzarge und zappt die Dose in Richtung Kommissarin auf. Das aggressive Zischen zeigt Wirkung. Vera Bilewski fährt erschrocken von ihrer Schreibarbeit hoch ins´ Stehen.

Können Sie nicht anklopfen?

Wolf bleibt lasziv breitbeinig coglionehaft in den Türrahmen gegossen. Seine Jeans beult aus, als hätte er eine Ratte in der Hosentasche.

Er pocht nebensächlich lässig, aber aufreizend lasziv dreimal an die Holzpaneele des Zimmers, in dem er jetzt eigentlich schon steht.

Die Bierdose schwebt zwischen drei Fingern. Er saugt an seinem obligaten Zigarettenstummel und pufft eine Wolke ins Zimmer.

Ich hab´ ne Einladung.

Ein sofortiger Schluck aus der Dose signalisiert, dass ihn höfliches Benehmen nicht die Bohne interessiert. Er nimmt die Dose herunter und spült das Bier durch die Backen, bevor er sich dem nächsten Zug an seiner Zigarette widmet.

Die Kommissarin deutet auf den leeren Lederbürohochlehner vor Ihrem Schreibtisch, einladende Geste.

Wolf kommt näher. Eine Hand hat den Türflügel hinter sich soweit zugestoßen, dass von draussen kein Blickkontakt mehr möglich ist. Er geht breitbeinig, spuckt dabei mit einer kleinen verächtlichen Spuckbewegung einen Krümel Tabak seiner Selbstgedrehten von der Lippe.

Dabei lässt er die Kommissarin keine Sekunde aus den Augen, als wäre sie eine unberechenbare Gefahrenquelle.

Die Kommissarin schützt sich, sie dreht sich weg, streift ihr dunkles offizielles Jacket über.

Wo waren Sie samstag Nacht zwischen dreiundzwanzig Uhr und zwei Uhr morgens?

Sie setzt sich wieder, ein Knie ragt über die Tischkante. Aus dem Off hören wir Wolf kurz trocken auflachen.
Dann Halbtotale auf Wolf:

…..Mutter! Du hast mich doch nich´ eingelad´n um das rauszufind´n!…

Der Blick der Kommisssarin ist kalt, eisig.

Wolf ganz souverän überheblich, Boss, hat sich in Rücklage in den Sessel hineingegossen, Kopf dominant lasziv erhoben, Zigarettenhand hoch auf der Armlehne aufgestützt, macht er beim Reden kleine freche Schnippbewegungen mit den Fingern.

…außerdem habt ihr doch schon ´n Mörder…

Nimmt lasziv locker einen weiteren Schluck aus seiner Dose.

Schuß auf die Kommissarin. Bilewski:

Frau Kommissarin bitte und dann Sie….!

Sie nimmt ihre Kaffeetasse, stützt die Ellbogen auf den Tisch und versteckt ihr Gesicht hinter der Tasse, die sie mit beiden Händen hochhält.

7.5.2007

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