Monatsarchiv: Februar 2009

Filmszenen I …Ihr gottverdammten Henker.!!. in: Der Tod kam als Freund. Teil 4B. Heino Ferch – Dr. Ferdinand Korten, jung. Regie: Nico Hofmann 1990-91

Teaser Der Tod kam als Freund. Heino Ferch - Dr. Ferdinand Korten, jung. Regie: Nico Hofmann

Bildquelle und Bildrechte arte/ZDF

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Die Szene.

Die Verhandlung

Der Privatdetektiv Gerd Selb ist wieder zurück in seinem Hotelzimmer in Lissabon. Die Hitze hat ihn seine Oberbekleidung ablegen lassen, er sitzt im Unterhemd auf dem Bett, zieht an einer Zigarette.

Das Fenster ist geöffnet. Straßenlärm dringt herein. Selb geht zum Fenster und schließt den Fensterflügel.

Rückblende in die Vergangenheit.

Als Selb sich vom Fenster wegdreht, ist er wieder jung. Er ist jetzt Staatsanwalt in offiziellem Talar.

Weisser steifer Kragen, weisse Fliege, das Parteiabzeichen an der Großen Robe. Er dreht sich vom Fenster weg.

Wir sehen, dass der Staatsanwalt Selb vor dem Hohen Gericht steht. Richterpult und Schöffen sind hinterfangen von einem großen Ha ken kr euz symbol

Selb befindet sich mitten im Prozess gegen Tyberg.

Mischung mit Gegenwart. Privatdetektiv Selb dreht sich uns zu, aus dem Off hallt ihm und uns seine eigene Stimme entgegen:

Haben Sie diese Unterlagen im Schreibtisch von Direktor Tyberg gefunden?

Schnitt in den Gerichtssaal.

Wir sehen, dem Zeugen Weinstein wird ein Konvolut Blätter vorgehalten. Weinstein wirft einen Blick darauf, antwortet:

Ja.

Weinstein sitzt in unmittelbarer Nähe des Angeklagten Tyberg. Tyberg beobachtet jede Regung seines Mitarbeiters. Weinstein scheint hoch nervös.

Staatsanwalt Selb:

Sie sind Wissenschaftler. Bitte erklären Sie uns kurz, worum es sich bei diesen Unterlagen handelt.

Weinstein:

Das ist ein Verfahren zur Treibstoffsynthese… nicht ganz ausgereift…aber sehr viel versprechend.

Wir sehen Selbs Gegenwart im Hotelzimmer, er selbst scheint die Vorgänge im Prozess zu bezeugen. Er und wir hören seine eigene Stimme in der Verhandlung:

Herr Weinstein, wo könnte dieses Verfahren seine praktische Anwendung finden?

Weinstein:

Bei allen Motoren. Es könnte die Effektivität und Widerstandskraft steigern.

Selb:

Das Verfahren könnte also auch vorteilhaft bei den Transport- und Militärfahrzeugen unserer Truppen an der Front eingesetzt werden.

Wir stehen scheinbar direkt vor dem Zeugen, sehen aus nächster Nähe auf ihn herab, sehen das unruhige Flackern in seinen Augen, seine Angst, sein Zögern:

Ja.

Der Tod kam als Freund Staatsanwalt Gerd Selb (Sebastian Koch)

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Staatsanwalt Selb:

Und diese in unserer Situation so wichtigen – für manchen Soldaten vielleicht lebenswichtigen Forschungsergebnisse wurden von dem Angeklagten Tyberg zurückgehalten.. – in einer Schublade versteckt.

Wir sehen, Tyberg versucht, seinem Rechtsanwalt etwas zu sagen, hören jedoch nicht, was.

Staatsanwalt Selb:

Hohes Gericht, hier handelt es sich nicht um Verantwortungslosigkeit – sondern um einen Akt der Sabotage.

Zu Weinstein:

Bitte berichten Sie uns, was Sie am Abend des siebzehnten April mit angehört haben.

Weinstein blickt unruhig hin und her, versucht auszuweichen. Das ist hier nicht möglich. Also spricht er:

Ich war im Nebenzimmer von Herrn Direktor Tybergs Büro.Die Tür war angelehnt. Herr Direktor Tyberg hat telefoniert.

Er hat gesagt – Uberblendung Selb heute, er scheint aus seinem Heute dem Zeugen zuzuhören

– von Ihm aus- könnten die ruhig alle draufgehen an der Front. Wer so wahnsinnig sei, Krieg zu führen, hätte nichts besseres verdient . Er jedenfalls finde,

Martin Benrath als Dr. Gerd Selb in Der Tod kam als Freund 1990-91

Bildquelle und Bildrechte arte/ZDF

- Selbs angespannter Gesichtsausdruck im Jetzt überblendet in den konzentrierten Gesichtsausdruck des jungen Staatsanwaltes, der dem Zeugen zuhört

man müsse dem Ganzen so schnell wie möglich ein Ende bereiten. Dann hat er gelacht und gesagt :Wir hier an der Heimatfront können es uns ja nicht leisten zu desertieren … also müssen wir uns was anderes einfallen lassen.

Unruhe im Gerichtssaal. Man hört das Klopfen des Hammers auf das Pult des Obersten Richters, mit dem um Ruhe gerufen wird. Das Klopfen ruft Selb aus seiner fast erstarrten Spannung.

Bitte Ruhe im Saal.

Bitte Ruhe im Saal!! Bitte Ruhe im Saal!

schallt zu Gerd Selb in sein Jetzt im Hotelzimmer. Bitte Ruhe im Saal. Die Stimmen und Geräusche werden so stark, so laut, dass Gerd Selb sich die Ohren zuhalten muss.

Damals. Wir sehen Direktor Tyberg, der Prof. Weinstein anblickt. Aus dem off eine strenge Stimme:

Zeuge Weinstein, Sie können gehen.

Tyberg zu Weinstein:

Professor, was haben die bloß mit Ihnen gemacht.

Der Richter:

Angeklagter Tyberg, Sie reden nur, wenn Sie gefragt werden.

Tyberg, er wird wütend:

Der Tod kam als Freund Direktor Tyberg im Verhör

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Ihr gottverdammten Henker! Ich hätte früher etwas gegen Euch unternehmen sollen. In die Luft hätt´ ich Euch sprengen sollen!!

Henker!

Gegenwart.

Henker! Verlogenes Pack!

hören wir Tybergs Schreie in Selbs Hotelzimmer-Gegenwart.

Stimme im off.

Führen Sie den Angeklagten Tyberg hinaus. Die Verhandlung wird ohne den Angeklagten in fünfzehn Minuten fortgesetzt.

Blick auf Tyberg:

Der Tod kam als Freund. Direktor Tyberg wird aus dem Gerichtssaal entfernt

Bildquelle und Bildrechte arte/ZDF

Wenn ich Euch bloß verstehen könnte…

Tyberg wird hinausgeführt. Das Publikum erhebt sich um in die Pause zu gehen. Pressefotografen, Foto-Apparate, sie rufen:

Herr Professor!!

Tyberg geht.

Herein kommt, den Mantel über dem Arm, im Anzug:

Ferdinand Korten.

Der Tod kam als Freund Dr. Ferdinand Korten betritt den Gerichtssaal (Heino Ferch, 27)

Bildquelle und Bildrechte arte/ZDF

Der Tod kam als Freund Staatsanwalt Dr. Gerd Selb (Sebastian Koch)

Bildquelle und Bildrechte arte/ZDF

Erneuter Blicketausch mit Gerhard Selb, ernst, angespannt, Frage und Gegenfrage stehen stumm im Raum.

Plötzlich bricht Korten ab, dreht sich schnell nach draussen, geht hinaus.

Draussen setzt er sich auf eine Wartebank, dreht mit einem Ruck den Kopf weg, dann langsam wieder in Richtung Gerichtssaal. Sein Blick in den Saal unruhig, ängstlich.

Eigenartig.

Wir wissen, warum Korten sich so seltsam benimmt.

Er hat Tybergs Untergang mithilfe der SS eingeleitet. Er will Tybergs Posten. Dafür muss Tyberg, sein Mentor und Förderer, sterben.

Das Dritte Reich hat die übelsten schwächsten und feigsten Seiten in den Menschen ins Licht gehoben. Menschliche Feigheit, unmoralische Gier, die sich nimmt, weil sie ungestraft nehmen kann. Gedeckt von einem Raubmörder-Regime wie dem der Nazis, wurde die Kultivierung solch horriblen Schwächen geadelt.

Wie eine große Gewitterwolke sich aus tausenden kleiner Wassertropfen bildet, so gewann die zerstörende Macht des Dritten Reiches Momentum aus tausenden dieser kleinen Schwächen von tausenden Einzelner, die „nur ein bisschen mal“ ihre moralische Verantwortung, ihre Ehre und ihre Verantwortung als Mensch unter Menschen vergaßen..

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1990-91 Heino Ferch (im Alter von 27) – Dr. Ferdinand Korten, jung; Werner Kreindl – Dr. Ferdinand Korten, alt; Sebastian Koch – Dr. Gerd Selb, jung; Martin Benrath – Dr. Gerd Selb, alt; Hannelore Elsner – Judith Buchendorff; Marianne Hoppe – Frau Weinstein. Marianne Hoppe hat im Dritten Reich den großen – homosexuellen – Gustaf Gründgens durch Verheiratung mit ihm vor dem KZ gerettet. Gründgens seinerseits konnte durch seine bevorzugte Stellung Deutsche Schauspieler jüdischen Glaubens – meist durch Engagement in seinen Projekten – schützen.

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s.a. der erste Deutsche Spielfilm nach Ende des Hitlerregimes: Die Mörder sind unter uns. Dort heißt der Schuldige auch Ferdinand.

in eigener Sache:

Die Zugriffsrate der letzten 30 Tage auf das RSS-Feed unserer Audio-Filmszenen (www.filmszenen.podspot.de ) hat den Spitzenwert von 39820 Zugriffen 18.12.2007 – 18.01.2008 erreicht. Die Zugriffsrate steigt um ca. 1000 pro Monat…

Filmszenen I …Eines Tages sind sie dann zu ihm gekommen.. in: Der Tod kam als Freund. Teil 4A. Heino Ferch – Dr. Ferdinand Korten, jung. Regie: Nico Hofmann 1990-91

Teaser Der Tod kam als Freund. Heino Ferch - Dr. Ferdinand Korten, jung. Regie: Nico Hofmann

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Achtung enthält Spoiler!

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Vor der Szene

Peter Mischkey, der Softwareingenieur aus dem Regionalen Rechenzentrum, ist tot. Er wurde von der Straße abgedrängt und stürzte mit seinem Auto von einer Brücke.

Hannelore Elsner als Judith Buchendorff in Der Tod kam als Freund 1990-91
Bildquelle und Bildrechte arte/ZDF

Judith Buchendorff (Hannelore Elsner), Peter Mischkeys Freundin und Chefsekretärin des Vorstandes der Rhein-Chemie-Werke Dr. Ferdinand Korten glaubt nicht an einen Unfall.

Mischkeys Auftrag war es gewesen, die Emissionsdaten der Chemiewerke kontinuierlich zu überprüfen. Kurz nachdem das Regionale Rechenzentrum Emissionsalarm auslösen musste, kann Mischkey nicht mehr reden.

Judith Buchendorff wendet sich an den Privatdetektiv Gerd Selb mit der Bitte, der Sache nachzugehen.

Mischkey hatte gesammelt.

Alte Dokumente über Dr. Korten gesammelt.

Dokumente aus der Zeit vor 1945.

Mischkey wusste zu viel. Viel zu viel.


Kortens Vorgänger Direktor Tyberg war ganz plötzlich von den Nazis wegen Sabotage angeklagt worden.

Durchgesetzt wurde diese Anklage mithilfe eines Zeugen.

Carl Weinstein, ein Deutscher Chemieprofessor jüdischen Glaubens und damit als Zwangsarbeiter Todeskandidat, hatte im Sabotageprozess gegen Direktor Tyberg ausgesagt.

Professor Weinstein war wegen seiner kriegswichtigen Arbeiten für die RCW nicht wie sechs Millionen anderer Deutscher jüdischen Glaubens ermordet und verbrannt worden.

Direktor Tyberg wurde aufgrund Professor Weinsteins Aussage hingerichtet.

Mischkeys Unterlagen enthalten eine wichtige Adresse:

Die Adresse von Prof. Carl Weinsteins Ehefrau. Frau Weinstein lebt heute in Lissabon. Gerd Selb besucht Frau Weinstein. Von ihr erfährt er Ungeheuerliches. Etwas, das auch sein eigenes Leben in dramatischer Weise betrifft.

Marianne Hoppe als Carl Weinsteins Frau in Der Tod kam als Freund 1990-91

Bildquelle und Bildrechte arte/ZDF

Frau Weinstein:

Carl hat tagsüber im Labor gearbeitet und ist mit Herr Professor angeredet worden. – abends hat man ihn dann wieder ins KZ geschafft.

Eines Tages sind sie dann zu ihm gekommen, Einer vom Werk, Einer von der SS….

Selb:

Wissen Sie noch die Namen?

Frau Weinstein:

..der von der SS hat gehinkt, weiss ich noch…(es war der alte Schmalz), …der andere hieß….Kotten. Sie verbessert sich: Korten.

Sie haben Carl gesagt, dass er in einem Sabotageprozess gegen Tyberg aussagen soll, - haben auch genau gesagt, was er zu sagen hat – war alles erlogen –

…und Carl hat auch nicht aussagen wollen – zunächst.

Aber dann hat er Angst gehabt und hat ausgesagt.

Sie haben ihm nicht einmal das Leben dafür versprochen – nur dass er noch ein bisschen überleben darf.

Martin Benrath als Dr. Gerd Selb in Der Tod kam als Freund 1990-91

Bildquelle und Bildrechte arte/ZDF

Selb – er scheint erschüttert:

Sind Sie wirklich ganz sicher, dass Carl Weinstein zu dieser Aussage gezwungen worden ist?

Frau Weinstein, fast verwundert, dass Selb noch mal nachfragt:

Ja.

Gerd Selb, heute Privatdetektiv, war bei diesem Prozess gegen Tyberg ein junger Staatsanwalt, Vertreter der Anklage.

Er persönlich war es gewesen, der für Direktor Tyberg die Todesstrafe gefordert hatte.

Weinsteins Aussage hatte ihn diesen Antrag stellen lassen. Es war sein erster Prozess gewesen.

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1990-91 Heino Ferch (im Alter von 27) – Dr. Ferdinand Korten, jung; Werner Kreindl – Dr. Ferdinand Korten, alt; Sebastian Koch – Dr. Gerd Selb, jung; Martin Benrath – Dr. Gerd Selb, alt; Hannelore Elsner – Judith Buchendorff; Marianne Hoppe – Frau Weinstein.

Trailer Schloß Königstein-> die Gräfin im Rollstuhl ist Marianne Hoppe. Der junge Soldat, der bayerisch spricht ist Wolfgang Fierek., die beherzte junge Gräfin ist niemand anderes als: Anja Kruse!

offtopic:

Film vom Tournament mit Interview Heino Ferch auf Vanity Fair online->

Polo im Schnee – Kitzbühel dieses Jahr 11. – 13. Januar:


Marie-Jeanette und Heino Ferch Polo Kitzbuehel 2008 Spiel vom Samstag 12.01.2008 c Fotos ignazwrobel

Fotostrecke Siegerehrung: http://www.polofotos.com/08kitz_se/index.html

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Nachtrag vom 14.1.2008 Da lesen wir doch gerade in der AZ (Auflage 205′ Ex.)“ …hat der Lieblingsschauspieler von Teamworx-Produzent Nico Hofmann erkannt…„- genau sieben Tage nachdem wir den Wikipedia-Eintrag um das Teamworx-NicoHofmann Paket ergänzt haben. So ein Zuuuufall! …Die Welt ist groß und wunderbar…. ;-)

12.1.2008

Filmszenen I …Du hättest tot sein können…in: Der Feuerteufel. Teil 5. Heino Ferch – Peter Bender. Buch: Benedikt Roeskau, Regie: Curt Faudon, 1998-99

Teaser Film Der Feuerteufel - Flammen des Todes Heino Ferch - Peter Bender R. C. Faudon 1998-99

Bildquelle und Bildrechte bei faudonmovies.com und Sat.1

Achtung Spoiler!! Der Eintrag verrät die Auflösung!!

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Vor der Szene.

Ein dritter Kassiber landet bei Lena. Dieses Mal zeigt das Blatt eine Allegorie
des Todes, ein Skelett in einer Mönchskutte . Untypisch ist das Attribut, das der Todesbote in der Hand hält: Es ist nicht, wie üblich, die Sense , mit der Schnitter Tod das reife Korn des Lebens aberntet, – es ist ein Herz.

Schnitter Tod bietet Lena Schubert sein Herz auf offen hingestreckter Hand dar.

Die Versuche des Polizeipsychologen Peter Bender, die ikonografischen Botschaften der Kassiber von Paradies, Weltgericht und Tod zu entschlüsseln, hatten einen blinden Fleck:

er deutete ein Bild aus dem zweiten Kassiber nicht richtig:

Das Herz, das in einer Pfanne geschmort wird. – deutet nicht auf Todeswunsch – sondern:

Es ist ein Bild für unerfüllte Liebesqualen.
Unerfüllte Liebesqualen eines Individuums, der sich als Schnitter Tod, als Richter, sieht.

Der Feuerteufel ist eine Person, die zwei Bedürfnisse treiben:

Geltungsbedürfnis plus unerfüllter Liebeswunsch.

Der Feuerteufel ist ein Mann, der in der Lage ist, Aussagen ikonografisch zu verschlüsseln. Das setzt Interesse an der Bedeutungswelt historischer Bilder, hohe Intelligenz und einen Spezialisten-Bildungsgrad voraus.

Als wir dann hören, dass Professor Peter Grabowski eine wissenschaftliche Arbeit geschrieben hatte, die Hieronymus Bosch die Urheberschaft an dessen Gemälden ab- und dieselbe seinem jungen Werkstatt-Mitarbeiter Pieter Huys zuschreibt, wissen wir, dass Grabowski ein Motiv hat:

sich in der Fachwelt mit seiner These gegen seine Kollegen durchzusetzen.

Und richtig. Grabowskis Professoren-Kollegen werden im Feuer der Brandanschläge vernichtet, ebenso wie die – nach Grabowskis Meinung – unechten Boschs.

Als Grabowski Lena bei sich zu Hause zu einer mystischen Verlobung mit sich zwingt, wissen wir, dass dieser Mann ein gefährlicher Irrer ist. Ein Schnitter Tod, der sich seinen unerfüllten Liebeswunsch mit Gewaltanwendung erfüllen will.

Er lockt Lena in einen Restaurierungssaal des Ephesos-Museums in der Wiener Hofburg . Dort stehen Scheinwerfer-Rabatten mit Glühbirnen als Leuchtmittel.

Lena weiß, dass diese Glühbirnen mit hochexplosivem Hydracin gefüllt sind und per Funksignal, das vom MFV-Ton eines Handy´s ausgelöst werden kann, synchron gezündet werden können.

Grabowskis Psychose wird manifest, Teile seines Ich regredieren in einen kindlichen Status, in dem er mit Lena Hochzeit spielen will. Seiner Gefährlichkeit tut das keinen Abbruch.

Lena weiss, dass Grabowski einen gemeinschaftlichen Selbstmord inszeniert.

Lena und er sollen in den reinen Flammen des Todes vereint werden.

Lena begreift schnell genug. Grabowski wird die Bombe augenblicklich zünden, wenn sie Fluchtbewegungen Richtung Tür unternimmt.

Ein großer Sarkophag steht in der Raummitte. Sein schwerer Steindeckel ist geöffnet, mit einem Metallstab abgestützt.

Lena wirft sich in den Sarkophag und stößt die Stütze um. Der zentnerschwere Deckel knallt zu. Lena liegt im Sarg.

Allerdings nicht ohne ihr Handy. 1520, die Ziffern des Geburtsjahres von Pieter Huys, lösen die Detonation aus. Peter Grabowski verbrennt.

Fertig? Nein, immer noch nicht. Wir wollen einen Kiss-Off, einen echten….

Die Szene.

Im Ephesos-Museum in der Wiener Hofburg

Lena Schubert liegt im geschlossenen Sarkophag

Bildquelle und Bildrechte www.faudonmovies.com

Nach der Detonation. Im Sarg. Lena ringt qualvoll nach Atem.

Wir wissen nicht, ob ihre Atemluft bereits knapp ist, oder ob sie aus Angst und Streß glaubt, zu ersticken.

Schnitt.

Im Haupt-Treppenhaus. Wir sehen Bender die Stufen zum Ephesos-Museum herabeilen. Rauch wabert in der Luft.

Wieder im Sarg. Wir fühlen mit Lena die Enge, hören jeden ihrer Atemzüge, ihr Ringen nach Luft.

Von draussen die Stimme Benders aus größerer Entfernung. Er ruft laut Lenas Namen.

Wir sehen, dass Lena im Sarg sich den Schritten zudreht. Die Schritt kommen näher. Sie ist unfähig zu rufen.

Wir fühlen wie es wäre, begraben zu sein, scheintot. Nicht rufen zu können.

Wieder hören wir Peter:

LENA!

Benders Schritte sind jetzt ganz dicht vor dem Sarg.

Lena´s Starrkrampf lässt nach. Sie beginnt zu weinen.

Der Saal nach der Detonation Lena liegt im Sarg

Bildquelle und Bildrechte bei faudonmovies.com und Sat.1

Vor dem Sarg.

Bender betritt den Raum, geht langsam am Sarg vorbei. Rauch liegt in der Luft.

Er sieht sich um.

Zwei dumpfe Schläge. Lena hat von innen an die Wand des Sarges geklopft.

Klar, dass Bender sie jetzt gehört hat.

Schnitt.

Im Portikus des Museums, in der Vorhalle, von der wenige Stufen durch ein vergoldetes Prachtgitter auf den Heldenplatz führen.

Wir blicken ins Licht. Lena und Peter sind zwei schwarze Silhouetten, wir erkennen trotzdem, dass Peter Lena stützt. Sie sich an ihm festhält.

Draussen.

Lena und Peter machen den letzten Schritt ins Licht und werden von einem Pulk Pressefotografen überfallen. Peter muss sich und Lena den Weg bahnen, die Fotografen wegstoßen. Gezückte Fotoapparate, Lärm, Fragen, man redet auf sie ein.

Eine Gruppe Polizisten schirmt die beiden jetzt ab, begleitet sie weiter.

Schnitt.

Etwas später.

Lena sitzt allein auf dem Basispodest des Reiterdenkmals auf der Platzmitte.

Sie hat von der Polizei eine Decke übergelegt bekommen, in die sie eingehüllt ist, wie in einen Kokon. Scheinbar wollte sie einen Moment allein sein, um sich zu stabilisieren.

Im Hintergrund, golden vom Abendlicht beleuchtet, das Kunsthistorische Museum mit der gigantischen Säulenhalle.

Peter Bender kommt über den Platz auf Lena zu, die Hände in den Manteltaschen.

Wir hören Feuerwehrsirenen, fühlen die Unruhe, die beim Museum noch herrscht. Hier bei uns ist es ruhig.

Peter sieht Lena nicht an. Er setzt sich neben sie. Beide starren vor sich hin.

Nach ein paar Augenblicken, Peter, schüchtern:

…Du hättest tot sein können…

Er wartet, blickt sie an. Lena reagiert kaum. Als sie spürt, dass sein Blick nicht ablässt, dreht sie sich ihm zu.

Sie sieht ihn an, dann, leise:

….ich hab´ Dich vermisst…

Wir haben die beiden schon fast verlassen, gehen weg. Erhaschen gerade noch einen Blick auf Lena.

Ah!

Sie öffnet ihren Schutzdeckenkokon und – küsst ihn. Endlich!

Peter erwidert den Kuss sofort, umarmt sie so fest, wie er es sich wohl schon länger gewünscht – es jedoch nicht gewagt hatte – und hebt sie hoch.

Halten sie sich aneinander fest? Umarmen sie sich?

Beides, beides!…

„…ihrer beider Schatten sehn wie einer aus…“

1998-99 Heino Ferch (im Alter von 35) – Polizeipsychologe Peter Bender, Natalia Wörner – Dr. Lena Schubert, Axel Milberg – Prof. Peter Grabowski

Hören satt Lesen Audio.mp3 zum Soforthören->

..Der Film ist zu Ende, die Liebesgeschichte am Anfang….

Na, wenn das nix is´…!

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„…ihrer beider Schatten sehn wie einer aus…“ Zitat aus dem Lied: Lilli Marleen,1939, Hans Leip (u.E. schönste Version von Ulrich Tukur: CD Musik hat mich verliebt gemacht. Reinhören: Titel 20)

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Guck mal: Gigantischer Image-Trailer von Teamworx.
Claim: Making the past come alive (Tunnel, Luftbrücke, Troja, Wunder von Berlin..) ->

Gigantisch toller Teamworx-Trailer „Die Luftbrücke“->

Teamworx-Trailer: Hunt for Troy Der geheimnisvolle Schatz von Troja->

offtopic 2: Wikipedia: Der Eintrag in der Deutschen Wikipedia Heino Ferch und in der

Englischen Wikipedia Heino Ferch sind mit Stand vom heutigen (7.1.2008) komplett von ignazwrobel verfasst.->

3.1.2008