Filmszenen

Beiträge vom Februar 2009

Filmszenen I Fernsehtipp Heino Ferch: Comedian Harmonists, Das Wunder von Lengede, Straight Shooter

28. Februar 2009 · Kommentar schreiben

Mittwoch, den 27.2.2008 auf

Kabel Eins Classics ,

15:15h – 17:25h:

Comedian Harmonists

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Samstag, den 01.03.2008 auf

Das Vierte:

20:15h – 22:50h Das Wunder von Lengede

Szene aus Das Wunder von Lengede Heino Ferch - Sprenmeister Franz Wolbert

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22:50h – 0:25h Straight Shooter.

Straight Shooter Volker Bretz bedroht die Staatsanwältin Toelle (Heino Ferch, Katja Flint)

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Kategorien: Fernsehtipp

Filmszenen I …die meisten der Angeklagten wohnen noch in denselben Häusern wie vor dem Krieg. Teil 1B in: Hunt for Justice. Regie: Charles Binamé 2004-05

28. Februar 2009 · Kommentar schreiben

Teaser Hunt for Justice auf www.huntforjustice.com

Bildquelle und Bildrechte www.huntforjustice.com

Szenenfolge 1B

Hören statt Lesen Audio.mp3->

Louise zusammen mit ihrer Assistentin Tina im Gebäude des Tribunals in Den Haag auf dem Weg zu ihrem Büro. Das Gebäude scheint voller Menschen, auf diesem Gang hier jedenfalls wimmeln Angestellte hin und her.

Louise zu Tina:

Karten, militärische Aufzeichnungen aller Art und alle Neuigkeiten, die unseren Ermittlungen nutzen könnten. Kriminologische Erkenntnisse, Zeugenaussagen. Überwachungsbänder.

Louise und Tina haben das Büro erreicht. Louise öffnet die Tür. Das Büro liegt im Halbdunkel, Umzugskartons stehen noch am Boden, auf den Tischen überall Akten. Ein Strauß weißer Lilien in Cellophan begrüßt die Richterin. Wir hören Telefone läuten.

Louise weiter zu Tina

Klageschriften. Auch die, die noch in Arbeit sind.

Tina (Claudia Ferri), die Assistentin:

O.K.
Das meiste habe ich Ihnen schon besorgt.

Tina und Louise bleiben vor einem Tisch mit Akten stehen. Tina deutet darauf.

Sieht aus, als wäre für dieses Verfahren jede Kleinigkeit dokumentiert worden.

Louise geht zu ihrem Schreibtisch, an einer blauen Couch vorbei. Das Büro scheint bequem eingerichtet.

Louise

Hm. Hm.

Tina

Soll ich Ihnen eine Tasse Kaffee machen?

Louise, scherzhaft:

Wie wär´s denn mit einer Kanne?

Tina lacht, geht.

Louise liest die Willkommenskarte, die dem Blumenstrauß beigelegt ist, stellt den Strauß ans Fenster und wirft einen Blick hinaus. Gegenüber barocke und moderne Häuser-Fassaden.


Abend.

Es ist dunkel. Louise hat offenbar den ganzen Tag das Material gesichtet. Jetzt betrachtet sie Videobänder.

Hunt For Justice Bilder eines Fernsehberichtes über Milosevic

Ausschnitt histor. Fernsehbericht – Slobodan Milosevic

Bildquelle und alle Bildrechte bei: ARTE-TV und ctv.ca


Voice over Stimme über dem Video:

As Serbian president Milosevic enjoyed a dictatorial role over his country, despite insisting he had been voted into the job democratically.

11. Juli 1995. Im serbischen Srebrenica sagt General Mladic vor laufender Kamera: die Zeit sei reif, um Vergeltung an den Moslems zu üben.

Er verspricht, dreissig Busse zur Verfügung zu stellen, um Frauen und Kinder nach Gladany in Sicherheit zu bringen.

Louise macht sich Notizen. Von hinten nähert sich ein junger Mann. Er kommentiert ohne weiteres die Worte des Videosprechers.

Er hat den Menschen meiner Heimatstadt Srebrenica gesagt: Bleibt ruhig hier, ihr habt mein Wort, es wird Euch nichts passieren.

Das ist General Mladic.

Er ist ein Lügner.

Louise schaltet per Fernbedienung das Video ab. Der Mann spricht weiter:

Zehntausend dieser Menschen wurden getötet. Und weitere dreiundzwanzigtausend sind vor ihm geflohen. Überwiegend Frauen und Kinder.

Endlich können wir den Mann sehen, der in den Raum gekommen ist - er ist groß, schmal. Sein Gesicht hat die hohen Wangenknochen der Menschen aus dem Osten.

Der Mann gibt Louise die Hand. Louise steht auf. Der Mann stellt sich vor:

Pasko Odzak – Ihr Dolmetscher.

Louise.

Ich hoffe, Sie kennen auch die Sprache der UN. Das könnte ich gebrauchen.
Ganz schön arrogant, seine Verbrechen von einem Fernsehteam aufzeichnen zu lassen.
Offenbar halten die sich für unantastbar.

Pasko

So isses ja auch.

Voice Over . Das Kriegsverbrechtertribunal in Den Haag hat 1995 zwei Anklagen gegen Radovan Karadžić
und
Mladic. erhoben. Ihnen werden Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, und Verstöße gegen die Genfer Konvention vorgeworfen.

Schnitt. Aussen.

Eine verkehrsreiche Hauptstraße bei Nacht. Überblendung in Louises Wohnung. Louise ist mit Mutter und Tochter angereist.

Man steht in der Küche, bereitet ein gemeinsames Abendessen vor. Die Küche scheint schön eingewohnt, normale Küchenmöbel, kein Luxus.

Louise in hellblauer Bluse, die Ärmel hochgekrempelt. Zu ihrer Mama:

Die meisten der Angeklagten wohnen noch in denselben Häusern wie vor dem Krieg. Sie stehen im Telefonbuch, Journalisten filmen sie, aber für die ganze NATO sind sie unauffindbar. Das ist nicht zu fassen.

Die Tochter, vielleicht sechzehnjährig, rotes Haar, Jeans, kommt heran:

Beim Essen wird nicht über die Arbeit geredet!!!

Louise küsst ihre Tochter zur Begrüßung.

Hast Recht. Wie war´s in der Schule?

Schnitt.

Später.

Dem Tribunal ist es gelungen, zwei verantwortliche Kriegsverbrecher, Kovacevic und Dokmanovic, zu fangen, festzusetzen und Anklage zu erheben.

Wir betreten den Gerichtssaal, während Thomas Keller, der Staatsanwalt der UN, die Anklage gegen Kovacevic begründet.

Im Gerichtssaal

Der Gerichtssaal ist voller Menschen. Auf erhöhtem Podest in roter Robe drei Richter, Thomas Keller in Großer schwarzer Robe mit weissem Fichu.

Er steht in der Raummitte vor den anwesenden Zuhörern.

Wir haben vorher Zeugenaussagen über Folter, Vergewaltigung und Mord gehört, Männer und Frauen.

Es ist der dreiundfünfzigste Tag der Verhandlung.



Bildquelle und Bildrechte bei arte/ZDF

Keller über Kovacevic:

Er beteuert, dass er unschuldig ist. Dass Angst ihn getrieben hat. Die Pflicht.

Schnitt ins Nebenzimmer. Dort verfolgt Louise die Verhandlung über einen Bildschirm. Wir sehen Keller auf dem Schirm, Louise steht davor.

Keller

Propaganda.

Für uns ist das unwesentlich.

Wir müssen uns nicht mit seiner Gedankenwelt beschäftigen

und auch nicht seine Motive verstehen.

Nein…

Schnitt zurück in den Saal, wir stehen direkt vor Keller können seine Gestik sehen.

..all das wird in den Hintergrund gedrängt und übrig bleiben allein seine Taten.

Keller deutet mit ausgestrecktem Zeigefinger auf den Angeklagten Kriegsverbrecher Kovacevic.

Kovacevic nah. Er trägt Kopfhörer. Kellers Worte werden verdolmetscht. Kovacevic ist völlig verschlossen. Die Anklage scheint ihn nicht zu berühren.

Keller

Und es gibt zwei maßgebliche unumstößliche Wahrheiten.

Unschuldige Zivilisten sind tot.

Und er ist verantwortlich.

Das sind die Fakten.

Noch einfacher geht´s nicht.

Hören statt Lesen Audio.mp3->

2004-05 Heino Ferch (im Alter von 41) – Thomas Keller, Staatsanwalt des Kriegsverbrechertribunals der UN,
Wendy Crewson – Richterin Louise Arbour, Leiterin des UN-Tribunals zur Verfolgung der Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien, Stipe Erceg - Louise´s Dolmetscher Pasko Odzak, Claudia Ferri – Louise´s Assistentin Tina

Kategorien: Hunt for Justice / Jagd nach Gerechtigkeit
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Filmszenen I „…hier ist der Haftbefehl!“ in: Der Tod kam als Freund. Teil 3B. Heino Ferch – Ferdinand Korten, jung. Regie: Nico Hofmann, 1990-91

28. Februar 2009 · Kommentar schreiben

31.12.2007.

Neujahrsansprache?
Neujahrsansprache!

Sir Charles Spencer Chaplin – „Charlie“ Chaplin in: The Big Dictator->->

Teaser Film Der Tod kam als Freund Heino Ferch - Ferdinand Korten, jung. Sebastian Koch - Gerd Selb, jung

Bildquelle und Bildrechte arte/ZDF

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Achtung, Spoiler!

Schwarzweiß-Rückblende. Dreissiger Jahre.

Die Szene.

Labor in den Rhein-Chemie-Werken. Tyberg und Assistenten arbeiten.

Ein Trupp Wehrmacht-Uniformierter und der junge Selb in seiner Funktion als Staatsanwalt betreten das Labor.

Ein jüdischer Mitarbeiter, im Laborkittel, großer Judenstern auf der linken Brustseite, sieht die Männer hereinkommen, hält erschrocken in seiner Bewegung inne. Gerade hatte er noch eine Flüssigkeit in ein Reagenzglas abgefüllt.

Halbnah. Drei Wehrmachtsoldaten und zwei Gestapo-Leute in Zivil mit Borsalinos und Trenchcoats.

Der Vorderste – formell zum Laborchef:

Herr Direktor Tyberg – Sie sind verhaftet.

Tyberg nah. Er dreht sich überrascht um, von der Versuchsanordnung weg.

Der erste Gestapo-Beamte zu Tyberg:

Ich muß sie bitten, mitzukommen.

Korten (Heino Ferch), im Laborkittel, neben Tyberg, dreht sich jetzt auch überrascht um.

Korten lächelt beschwichtigend:

Das handelt sich doch wohl um ein Mißverständnis.

Der Tod kam als Freund - Ferdinand Korten (Heino Ferch, 27)Bildquelle und Bildrechte arte/ZDF

Ein Reagenzglas zerbricht am Boden. Korten und Tyberg fahren erschrocken nach dem Geräusch herum. Der jüdische Zwangsarbeiter hatte das Glas fallen lassen.

Staatsanwalt Gerd Selb tritt vor, zu Tyberg:

Hier ist der Haftbefehl. Sie können ihn gerne lesen.

Der Zwangsarbeiter kniet am Boden und wischt den Inhalt des verschütteten Glases auf. Er blickt ängstlich zu Selb.

Direktor Tyberg hat seinen Laborkittel abgelegt, ihn Korten in die Hand gedrückt.

Wendet sich zur Garderobe, um sein Jackett anzuziehen. Korten eilt ihm voraus, nimmt das Jackett und ist Tyberg beim Einschlüpfen behilflich.

Korten:

Das wird sich sicher schnell wieder aufklären.

Tyberg mit leichter Ironie – er hat seine Jacke jetzt angezogen:

Worauf warten wir noch, meine Herren?

Der Tod kam als Freund - Tyberg wird abgeführt Bildquelle und Bildrechte arte/ZDF

Die beiden Gestapobeamten treten vor wie auf Stichwort und setzen sich Direktor Tyberg an die Seiten.

Tyberg, die Soldaten, die Gestapoleute verlassen den Raum.

Selb bleibt noch stehen, blickt Korten an.

Der Tod kam als Freund - Staatsanwalt Gerd Selb Bildquelle und Bildrechte arte/ZDF

Korten wendet sich Selb zu, erwidert den Blick.

Der Tod kam als Freund - Ferdinand Korten im Labor

Bildquelle und Bildrechte arte/ZDF

Wir versuchen vergeblich, eine Regung in Kortens Gesicht zu finden:
Angst, schlechtes Gewissen, Triumph, Frage….

Keine Emotion gewinnt Oberhand.

Unsicherheit vielleicht. Verständnislosigkeit.

Selb hält Kortens Blick einen Moment, dann setzt er sich seinen Borsalino wieder auf und dreht sich zum Gehen.

Das Ende einer Vertrauensbasis.

Das Ende einer Freundschaft.

Keine Worte – keine Brücken.

Neunzehnhundertachtziger Jahre „Gegenwart“:

Der Privatdetektiv Gerd Selb besucht im Lauf seiner Ermittlungen einen sehr alten ehemaligen Werksangehörigen der RCW, Herrn Beuter. Beuter, er spricht schwäbischen Dialekt, erinnert sich:

Korten war der junge Mann, der als Entlastungs-Zeuge in dem Sabotage-Prozeß gegen Tyberg aufgetreten ist. Des isch der Assischdent vom Tyberg g´wesa.

Herr Beuter:

Der Tyberg war immerhin Leiter der Forschungsabteilung in den Rhein-Chemie- Werken.

Ganz wichtiger Posten.

Der alte Beuter:

Tyberg war ein übler Bursche, einer von dene, die elles für a schnelles Kriegsende g´macht ham. Und des auf Koschda einer Deutschen Niederlage.

A jüdischer Zwangsarbeiter hatt´n ahzoigt. Carl Weinstein.

Der hat belaschdende Forschungsunterlagen in Tybergs Schreibtisch g´funda und a konspiratives Telefongeschpräch mit ah´ghört.

Tyberg hat alles abgestritten.

Pause. Beuter dann zu Selb:

Und Ihr Korten?

Der hat sich im Zeugenstand für seinen Chef Tyberg stark g´macht. Und sich um Kopf und Kragen g´redet.

Und dem Tyberg hat´s doch nix g´nützt – ihr Todesurteil ham se doch kriagt.

Ihrem Korten hats ja letzlich auch net g´schadet.

Der Tod kam als Freund Zeitung Ferdinand Korten wird Leiter

Bildquelle und Bildrechte arte/ZDF

Der hat doch die Stellung von dem Tyberg geerbt. Obwohl er noch sehr jung g´wäsa isch. – ordentliche Karriere.

Es bringt eben nichts einen Fall so gründlich vom Tisch wie a schnelle Hinrichtung!

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1990-91 Heino Ferch (im Alter von 27 Jahren) – Ferdinand Korten, jung; Sebastian Koch – Gerd Selb, jung.

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Kommentar 1:

s.a. Keine Worte – keine Brücken. siehe auch: Die Mauer-Berlin 61: Hans Kuhlke und seine Frau in der Nacht im Möbelhaus.

s.a. Der Gang zur Garderobe, der Blickwechsel, der eine Beziehungs-Situation zementiert – kurz vor dem Hinausgehen. s.a. Anklänge in der Struktur an: Die Luftbrücke. Dr. Kielberg verabschiedet sich von General Turner. (Dort engegengesetzte Tonalität:Versöhnlich statt trennend).


Jahreswechsel – Jahresbilanz:

Unsere Top 15 in 2007 www.filmszenen-podspot.de

1. http://www.podster.de/episode/291925 Grüne Wüste: Achzehn fuffzich.

2. http://www.podster.de/episode/279735 Der Untergang Speer- Traudl Junge

3. http://www.podster.de/episode/285744 Die Mauer: Hans fällt.

4. http://www.podster.de/episode/288578 Winterschläfer: Blumen trinken, Kaffee gießen…

5. http://www.podster.de/episode/290996 Die Mauer. Fluchtversuch.

6. http://www.podster.de/episode/259670 Straight Shooter: Der Schuß.

7. http://www.podster.de/episode/275815 Die Mauer Im Möbelhaus Keine Worte – keine Brücken.

8. http://www.podster.de/episode/285274 Der Untergang Die Kinder haben ein Recht auf ihre Zukunft.

9. http://www.podster.de/episode/235810 Auf ewig und einen Tag. Im Atelier

10. http://www.podster.de/episode/345595 Vom Suchen und Finden der Liebe. Mimi und Sternchen.

11. http://www.podster.de/episode/342393 Der geheimnisvolle Schatz von Troja: ich habe keine Angst vor intelligenten Frauen.

12. http://www.podster.de/episode/341750 Troja: Mein Name ist Schliemann.

13. http://www.podster.de/episode/375006 Möwengelächter. Ichwillsuhmeinafrauu..

14. http://www.podster.de/episode/437027 Widows: Wenn Du willst bin ich für Dich da.

15. http://www.podster.de/episode/348346 Le Lion. Keller? Sind sie da?

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Das Filmszenen-Streiflicht->

29.12.2007

Kategorien: Der Tod kam als Freund
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