Filmszenen

Filmszenen I …Ahhhrgh!…Teil 2. in : Freundinnen. Heino Ferch – Peter. Regie: Heiko Schier 1993-94

10. November 2009 · Kommentar schreiben


Bildquelle und Bildrechte bei von Vietinghoff Filmproduktion für ZDF Zweites Deutsches Fernsehen. click auf das Bild, um es in Originalgröße zu sehen.

Die Szene

Nacht. Brücke. Stadt. Blaues Strassenlaternen-Licht.

Wir stehen auf dem Brückendamm an einem schönen alten Schmiedeeisen-Brückengeländer,  barock verschnörkelt.

Auf den Handlauf des Geländers stützt sich eine junge Frau. Sie trägt ein Brautkleid, ein ziemlich wuchtiges Brautkleid, sozusagen mit allem, Ausschnitt, Spitze, riesenhafte Poschleife, barock verschnörkelt, ein Riesen-Osterei. Passt gar nicht zu ihrer Knaben-Kurzhaarfrisur. Passt auch gar nicht zu ihrer Stimmung. Langes Gesicht, zappenduster.

Es ist Sophia (Meret Becker), der ihr Peter (Heino Ferch) weggelaufen ist. Sophia hat trotzdem geheiratet. Ganz allein in ihrem Zimmer vor dem Spiegel. Den Glückwunsch-Reisregen hat sie sich selber über den Kopf gekippt.

Die Katze hat sie weggejagt. Und jetzt hebt sie die rechte Hand und lässt den Wohnungsschlüssel ins Wasser fallen.

Schnitt.

Wir blicken auf die andere Seite der Brücke, über den Fahrdamm hinweg. Sophia schwebt in ihrer weissen Spitzenkleidwolke quer über die Bahn, lässt den Kopf hängen. Ein Auto verfehlt sie nur knapp, hupt grässlich laut.

Das zweite Auto, eine offenes Sportcoupé, kann nicht an ihr vorbei, Sophia läuft mitten in dessen  Fahrspur. Vollbremsung, Reifen quietschen. Am Steuer: Unsere taffe Olga. Olga hupt. Wir sehen, wie sie Sophia hinterherschaut, erstaunt.

Schnitt auf Sophia. Sophia ist wie eine Schlafwandlerin weiter geschlurft. Sie schürzt ihre Brautkleidwolke und besteigt seelenruhig das Brückengeländer.

Olga haut die Handbremse rein, steigt aus, geht zur weissen Frau hin. Die schwebt jetzt auf dem Geländer. Rechts im Bild der Rettungsring. Wenigstens kann man den gleich hinterherschmeissen, wenn Sophia fliegen übt.

Sophia, sie blickt geradeaus, hält sich mit der Linken an einer Brückenstrebe fest:

Verschwinden Sie, ich springe.

Olga, dreht sich um die eigene Achse, blickt sich um:

Was ist das hier? Verstehen Sie Spass? Wo ist die versteckte Kamera?

Autos fahren vorbei.

Sophia, die Lady in Weiss, beginnt, vorneüber zu kippen. Ihre Arme sind flugbereit nach links und rechts ausgebreitet.

Olga:

Kreisch!

Olga  greift in Sophias bauschige Rockwolke und hält sie davon ab, weiter in Schräglage zu geraten.

Sophia rudert mit den Armen. Schweigt dabei beharrlich. Wir sehen sie von schräg oben. Ihre Arme kreiseln in der Luft wie die Rotorblätter einer Cessna, ziemlich tief unter ihr das Wasser des Flusses.

Sophia kreischt:

Loslassäähhn!

Loslassäähn!

Wir dürfen die interessante Szene jetzt vom Flussufer aus betrachten. Verschnörkeltes Brückengeländer, Malerische Laternen, eine hübsche weisse Brückenheilige auf dem Geländer, dahinter Olga als Festhalteassistenz. Sophia steht direkt über der Fahrspur der Lastkähne. Die Lichtspiegelungen der Wellen beleben pittoresk die Stirnseite des Brückenbogens.

Olga kreischt.

Bist Du irre?

Jetzt hat sie so hart an Sophia gezerrt, dass diese stürzt.

Rückwärts.

Klatscht der Länge nach auf den Fahrdamm. Setzt sich sofort auf und kreischt:

Ahhhhrgh!

Sie beugt sich nach vorne, vor ihr sieht sie die Beine von Olga. Sophia klammert sich sofort daran fest. Teils aus Schreck, teils aus Angst.

Schnitt auf Olgas Gesicht. Sie sieht auf die lebende Fu ss fe sse l hinunter.

Sophia drückt ihr Gesicht gegen Olgas Knie und atmet heftig. Sophia

Lass mich nich alleine!

Olga unternimmt gar nichts. Blickt immer noch auf das Häufchen Elend hinunter. Erwacht endlich aus der Starre, blickt um sich, ist denn gar niemand da?  Olga:

Was soll das heissen?

Schnitt.

Das soll heißen, dieser melodramatische Auftakt ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft…

…deren Zeugen wir in der nächsten Epi werden…

Und –  Abspann bitte:

1993-94 Heino Ferch (im Alter von 30) – Peter, Sophias verschwundener Verlobter; Meret Becker – Sophia; Sebastian Koch – Marcel, Olgas Beau; Nina Kronjäger – Olga, reiche Erbin und verliebt in Marcel.

Genau.

 

Kommentar:

Die Szene ähnelt in der Haltung Hilfesuchen von Sophia (Meret Becker) und der Mitleidlosigkeit der angesprochenen Person hier Olga (dort Jan)  sehr stark der Szene „Wie halte ich was aus…“ Meret Becker – Heino Ferch in Meine schöne Bescherung.

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Filmszenen I …er hat uns Shooter als Boten geschickt… in: Straight Shooter. Regie: Thomas Bohn, 1998-99. Heino Ferch – Volker Bretz

7. November 2009 · Kommentar schreiben

Bildquelle und Bildrechte bei perathon Filmproduktionsgesellschft Joseph Vilsmaier

Szene Brücke, eine friedliche Brücke:

Frank Hector trifft sich mit Oberstaatsanwältin Toelle an einer großen Brücke.

Bildquelle und Bildrechte bei perathon Filmproduktionsgesellschaft Joseph Vilsmaier

Ihre Silhouetten stehen dunkel gegen den silberglänzenden Sonnenuntergang. Das Gewirr der Brückenstreben zeichnet filigran einen Scherenschnitt ins Licht.

Hector:

Sagt ihnen der Begriff Kolwesi etwas?

Toelle

Ja, Shooters erster Kriegseinsatz.

Hector

Kolwesi war die Hölle für Bretz.

Ich war sein Gruppenführer und er einer meiner jüngsten Soldaten.

Unsere Kompanie ist über dem Flughafen abgesprungen und von dort aus ins Zentrum der City vorgestoßen.

Ich hatte die Aufgabe mit meinen Leuten das Interhotel von den Katangas zu säubern. Mit dem Ziel die dort festgehaltenen Europäer zu befreien. In der Hotelhalle hätte es Bretz dann fast erwischt.

Schnitt.

Später:

Hector möchte sich mit Shooter treffen. Der Erfolg für Hector: ein verletztes Bein und Einlieferung ins Krankenhaus. Dort wird er von der Soko Berndt (Jürgen Schornagel) aufgesucht.

Hector liegt im Bett, das Bein im Str e ckv erb and. Kriminalrat Berndt und sechs Herren in dunklen Anzügen umringen ihn.

Hector

Ihre Leute waren auch nicht schlecht, Chief.

Berndt, nah. Berndt und Hector sehen sich auf eine verstörende Weise ähnlich, Hector wirkt wie die fleischige Version der Beiden, Berndt, dessen glatte Haut einen Totenschädel zu umspannen scheint, dessen Stimme etwas von einem Mann hat, dem die Kehle zugedrückt wird, wie ein gefährlicher Schatten.

Berndt lässt sich auf der Bettkante nieder

Wie sah er aus?

Hector zieht sich im Bett hoch:

Ich hab ihn nicht gesehen, Mr. Berndt. Ich dachte, ich könnte mit ihm reden. Ihn vielleicht sogar umstimmen – ohne ihren Club hier. Aber – er wollte mich offensichtlich nur aus dem Verkehr ziehen.

Berndt knapp, zeigt beim Sprechen Zähne:

Und genau das wollen wir auch. Sie werden zurück nach England gebracht. Das ist vielleicht mal eine ganz nette Erfahrung gewesen, Herr Hector, was ein – Dreckschwein mit Ihrer Spezialausbildung so alles anfangen kann, nicht wahr?

Hector

Dieses – Dreckschwein hat, nachdem er von mir ausgebildet wurde, für Sie und Ihresgleichen seinen Arsch hingehalten, HERR Kriminalrat.

Kolwesi, Tschad und im Libanon – ich hoffe für Sie, dass nicht mal einer Ihrer Jungs aus privaten Gründen durchknallt.

(…)

Der Herr Kriminalrat und seine sechs Blues Brothers gehen.

Hector, allein. Läßt sich zurücksinken. Wir sehen den kahlen Raum von oben. In der Ecke Hectors Bett.

Ihr habt doch keine Ahnung, was Krieg ist. Ihr Clowns.

Oberstaatsanwältin Regina Toelle war auf dem Weg zu Hector ins Krankenhaus. Jetzt betritt sie das Krankenzimmer. Regina Toelle ist eine schöne Frau. Sie umschwebt eine Art Aura von unschuldiger Makellosigkeit, man kann sich nicht vorstellen, dass ihr Gesicht irgend eine bösärtige Grimasse hervorbringen kann. Sie wirkt wie ein Friedensengel. Hector und sie sind nicht wirklich verliebt, aber aneinander interessiert. Sie duzen sich jetzt.

Toelle

Erzähl mir den Rest von der Kolwesi-Geschichte.

Hector

Was?

Wo waren wir denn bei dieser traurigen Geschichte stehen geblieben.

Toelle

Du und Deine Leute stürmten gerade das Hotel.

Hector

Genau

Wie ich schon sagte, hat es Bretz in der Empfangshalle fast erwischt.

(…Im ersten Stock. Bretz erschießt während der Stürmung versehentlich unschuldige Zivilisten im Reflex auf eine Bewegung, die er aus dem Augenwinkel wahrgenommen und für eine tödliche Bedrohung gehalten hatte. Zwei Kinder. Sie waren in einem Schrank versteckt gesessen, unsichtbar für die Soldaten.)

Hector

Als mir der Vorfall gemeldet wurde, bin ich sofort rauf. Da stand Bretz. Er war wie gelähmt.

(…)

Toelle

Kolwesi ist vorbei, Frank.

Hector

Kolwesi ist überall.

In jedem von uns steckt etwas, wovor wir uns fürchten, Regina.

Sorgfältig versteckt. Unter vielen tausend Deckmäntelchen.

Es ist begraben. – unter Vernunft und Nächstenliebe. Aber es ist da.

Und wenn es ausbricht.

Dann mit dieser entsetzlichen Brutalität.

Es säuft Blut.

Tränen und Pisse.

Es frisst sie auf.

All die jungen Männer Frauen und Kinder.

Es verschluckt ganze Städte und spuckt sie wieder aus – als Ruinen und Wracks.

Ich habe seinen stinkenden Atem gerochen.

Ich war ein Teil davon.

Und das mehr als nur ein- oder zwei Mal.

Regina Toelle hört zu. Sie wirkt schön, wie ein Engel, durch Unschuld von Bösem nicht berührbar.

Hector.

Und ich sag Dir: es schert sich einen Dreck um Eure sorgsam zusammengeschusterten Gesetze.

Eure Regeln.

Es schert sich einen Dreck darum, was ihr wollt.

Es schert sich einen Dreck um Eure Hilferufe.

Toelles schwarze Augen bleiben ruhig auf Hector gerichtet.

Es kommt, wann es will. Und es geht erst, wenn seine Gier gestillt ist.

Es hat uns Shooter als Boten geschickt.

Wie all die andern, die so unvermittelt mit ´ner Waffe irgendwo auftauchen und alles niederknallen, was nach Mensch aussieht.

Das sind die Boten, verstehst Du. Durch die es uns zuflüstert.

Seht her. Ich bin noch da.

Wir blicken durch eine Zielfernrohr-Optik. Sie verfolgt in das Krankenhausfenster hinein die Bewegungen Toelles. Die Optik gehört zu Shooters Bazooka.

Schnitt.

1998 – 99 Heino Ferch (im Alter von 35) – Volker Bretz, der Straight Shooter, Dennis Hopper – Frank Hector, Katja Flint – Oberstaatsanwältin Regina Toelle, Jürgen Schornagel – Leiter der Soko Shooter Berndt.

- – -

Kommentar.

Die Boten.

In Straight Shooter nennt Hector (der Name ist natürlich mit Bedacht gewählt. Hector war der wichtigste Heerführer und Held Trojas im zehnjährigen Trojanischen Krieg) Leute wie Bretz Boten. Boten des Krieges.

Erinnern wir uns an Filmfiguren in hf´s Werk, die sich Boten nennen, stoßen wir auf die Boten aus Far away, so close! (hf´s Agentur-CV beansprucht eine Teilnahme an diesem Film, also gehen wir darauf ein.) Die Boten in In weiter Ferne, so nah! (1993) sind Engel. Sie sagen von sich, sie sind nicht die Botschaft, sie sind die Boten. Die Botschaft ist die des Friedens. Die Engel helfen den Menschen, indem sie beschützen.

Eine gedankliche Verbindung zur Shooters Rolle als Bote des Krieges legt nahe, dass auch Shooter ein Engel ist, er versucht als Legionär, einem Land zu helfen, es zu beschützen, er symbolisiert allerdings keinen Friedens- sondern einen Racheengel.

Er zieht in den Krieg, er nimmt Rache. Mit den Mitteln des Krieges. Der Gedanke ist nicht weit, dass nur gefallene Engel so handeln. Die Engel in Far away sind Boten des Friedens, Friedensengel, der gefallene Engel in Shooter ist Bote des Krieges.

Ein Presseartikel nennt die Rolle Volker Bretz ist die Nemesis von Frank Hector. Die Nemesis ist in der Tat ein Engel, ein Racheengel.

Dieser Racheengel bestraft in gerechtem Zorn menschliche Selbstüberhebung.

Die Selbstüberhebung im Film Straight Shooter ist in diesem Fall das verantwortungslose Verhalten von allen, die am Bau von Atar II beteiligt waren.

Eine Parallele findet die Rolle dieses Boten, dieses gefallenen Engels in Der Unhold (1996) .

Raufeisen (Heino Ferch) steht symbolisch für Kain, das Prinzip Krieg , während Abel symbolisch für das Prinzip Friede steht. Kain erschlug im Zorn Abel. Der Krieg zerstört den Frieden.

Aber der Krieg zerstört auch seine eigenen Boten. Raufeisen erlebt die Rache des Feindes und bezahlt mit seinem Leben. Shooter wird paranoid und am Schluß des Filmes von Hector, der diesen Racheengel quasi erschuf, ausgelöscht, erschossen.

→ Einen Kommentar schreibenKategorien: Straight Shooter

Filmszenen I .. er ist tot. – Teil 3. in: Die Geisel. Theaterstück von Brendan Behan. Heino Ferch – Leslie, die Geisel

4. November 2009 · Kommentar schreiben

Bildquelle und Bildrechte bei waldorfschule-evinghausen.de

..er ist tot…..Teil 3. in: Die Geisel. Theaterstück von Brendan Behan. Heino Ferch – Leslie, die Geisel, Aufführung Wiener Burgtheater 1995

Leslie (allein):

Jetzt fragt sich´s nur, wird Teresa die Polente holen oder nicht. Das ganze Haus ist umstellt (…)- draussen sind noch die anderen. Ob sie mich wirklich abknallen? Holt Teresa die Polente?

(Explosion. )

Denkste. Verflucht!

Pat:

Hier! Wir werden überfallen.

Leslie:

Wo ist Teresa?

Meg:

Teresa!

Pat.

Ich weiß nicht, so sie ist. Sie ist nicht hier. Leg dich hin. Runter mit deinem Kopf. Wir werden überfallen. Sie können jeden Augenblick das Feuer eröffnen.

Muleady:

Zwei von euch bleiben auf dem Dach. Die andern kommen mit mir durchs Treppenhaus runter.

Prinzessin G:

Sechs hinten rum und sechs von vorne und zwei durch den Keller mit mir.

Murleady

O´Shaugnessy, leuchten Sie mal.

O ´Shaugnessy

Jawohl, Sir.

Muleady

Machen Sie Licht, ich kann nichts sshen.

O´Shaugnessy

Ich kann nicht, Sir, die Batterie ist hin.

Muleady

Scheiß Batterie!

Prinzessin G.

Los, Jungens, Hierher! So ist´s recht, und jetzt greifen wir an.

Muleady:

So, und jetzt runter, O ´Shaugnessy.

O´Shaugnessy

Bitte, gehen Sie vor, Sir, mir ist schwindlig.

Muleady

Dann mach die Augen zu. E´s ist Krieg.

(Sirenen. Bomben. Chaos. Musjö bläst den Totenmarsch. )

Muleady:

Hoch de Valera. Marsch, in Schützenkette vor!

Pat

Die werden zu tun haben, eh´die durch meinen Keller durch sind, wo da das Piano steht und der Papagei und das Konversationslexikon. (Musjö kommt.) He, runter mit ihrem Kopf.

Musjö

Was?

Pat

Runter mit dem Kopf oder wir sind verloren.

Mujö

Was geht hier vor?

Pat

Bleiben Sie da stehen. Ich sag´s Ihnen: ´ne Razzia.

Musjö:

Wie ist die Lage, Patrick?

Pat

Sie rücken gerade in ihre Positionen. Die Geheimpolizei ist fertig zum Sturm. Aber die anderen sind noch nicht so weit. Mister Muleady hat sich an die Spitze der Truppen gestellt, die für recht und Ordnung kämpfen, um Miss Gilchrist leitet seine Nachhut. Prinzessin Grazia macht auch mit. Sie befehligt einen Zug.

Musjö

Und wo ist der Kerl von Hauptmann?

Pat

Einfach verschwunden, Her General.

Musjö

Wollen Sie damit sagen, dass er sich der Feigheit vor dem Feind schuldig gemacht hat?

Pat

Sie kommen rein.

Leslie

Teresa!

Meg

Halts Maul oder ich bring ich um mit deiner Spitzelhure.

Leslie:

Jawohl, Madame.

Pat

Sie rücken vor. Ich glaube, jetzt ist es aus.

Musjö

Es lebe die Republik! Erst Feuer geben , wenn ihr das Weiße in ihren Augen seht.

Meg

Komm, wir hauen ab.

Musjö

Stehengeblieben!

Pat

Ich haue ab!

Muleady

Halt oder ich schieße!

Pat:

Ich stehe ja schon.

Prinzessin G.

Attacke!

(Gewehrschüsse, Maschinengewehre, Rauch)

Musjö

Vorwärts, mir nach in die Bresche. Es lebe die Republik!

Leslie;

Es lebe er 1. F.C.

Muleady

Hände hoch. Wir brechen durch.

Musjö

Wenn Sie kommen, erschießen wir den Gefangenen

Meg

Ja, das tun wir.

Teresa

Laßt ihn raus. Lauf, Leslie, lauf!

Leslie:

Ich kommme, Teresa.

Teresa

Lauf!

Schüsse. Leslie fällt.

Muleady und Prinzessin Grazia:

Los. Rein. Wir stürmen.

(Muleady ist maskiert)

Musjö.

Patrick, wir sind umzingelt.

Meg.

Runter mit deiner Flinte, oder ich tret dir in den Hintern.

Musjö

(zu Muleady)

Wer sind Sie?

Muleady

Geheimpolizei, und ihr könnt mich mal. Nehmen Sie diese Frauen fest.

(Der Freiwillige und der Hauptmann als Frauen verkleidet)

Teresa

Leslie!

Wo ist Leslie?

Pat

Er war von einer Minute noch hier.

Teresa

Wo ist er ?

Meg

Da hast du ihn

Pat:

Er ist tot.

Schnitt.

- – -

Kommentar:

s.a. Der Tunnel: Das Verhältnis Leslie – Teresa, der Überfall, das Umstelltsein, der Keller als Ort des Eindringens, das schnell gesteigerte Aktionstempo und die Unruhe – all das sind starke Ähnlichkeiten zu den Schluss-Szenen kurz vor der Flucht in „Der Tunnel“ ca ab: Entweder wir beide – oder keiner.Das Verhältnis Leslie – Teresa ähnelt entfernt dem Verhältnis Harry Melchior- Fritzi Scholz in den Schlußszenen des Films Der Tunnel.

→ Einen Kommentar schreibenKategorien: Die Geisel von Brendan Behan (Theater)